Im Zeitalter der Megafeuer fordert der WWF mehr Klimaschutz

Kanada, Hawaii, Griechenland - auf vielen Kontinenten wüten in diesem Jahr Waldbrände von bisher unvorstellbarer Größe und Intensität. WWF-Waldreferent Johannes Zahnen sagt zur momentanen Lage:   
 
„Die fortschreitende Klimakrise hat uns in das Zeitalter der Megafeuer gebracht: Wo es schon immer Waldbrände gab, wie in Griechenland und Kanada, werden sie zu tödlichen Infernos. Angefacht durch Wind und extreme Trockenheit vernichten sie Menschenleben, Natur und Infrastruktur und sind zum Teil nicht mehr zu löschen. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) warnte bereits, dass bis Ende des Jahrhunderts extreme Landschaftsbrände um 50 Prozent zunehmen könnten.  
 
Wenn wir nicht endlich die Ursachen dieser Eskalation bekämpfen, werden wir jedes Jahr neue Rekordkatastrophen erleben. Denn um den Megafeuern der Klimakrise zu begegnen, muss der Fokus von der Brandbekämpfung auf die Brandvermeidung verlagert werden. Die zunehmenden Waldbrände sind die Warnsignale der Natur. Unsere Bundesregierung nimmt sie nicht ernst genug und schwächt den Kilmaschutz eher ab, als ihn zu stärken, wie etwa beim Klimaschutzgesetz und dem Gebäudeenergiegesetz.  Wir brauchen ganz klar mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz, ein höheres Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien und einen schnellen Ausstieg aus den fossilen Energien.“ 
 
Aufruf zum Klimastreik:  
Der WWF geht am Freitag, den 15. September gemeinsam mit Fridays for Future beim bundesweiten Klimastreik auf die Straßen. In hunderten Orten protestieren dann Menschen allen Alters und aus allen Teilen unserer Gesellschaft. Für eine Politik, die Klimaschutz und mehr soziale Gerechtigkeit zusammen denkt und ihre globale Verantwortung annimmt und konsequent umsetzt.

Kontakt

Rebecca Gerigk

Pressesprecherin für Wald, Biodiversität, Südamerika, Wildtiere in Deutschland / Berlin

  • Amur-Tiger © Ola Jennersten / WWF Schweden Bedrohte Arten

    Der Rückgang der biologischen Vielfalt wird maßgeblich durch menschliches Handeln verursacht. Der WWF setzt sich weltweit für den Schutz bedrohter Arten ein. Erfahren Sie mehr zum Artenschutz