Ästuartypsiche Lebensräume in der Wischhafener Süderelbe © Claudi Nir WWF 1

Pressestatement zu Niedrigwasser-Verkehrsministerschalte

Stand: 12.08.2026

WWF: Renaturieren statt Baggern – mit der Natur arbeiten, nicht gegen sie

Berlin, 12.08.2026: Am Mittwoch beraten die Verkehrsminister von Bund und Ländern über die anhaltend niedrigen Wasserstände und deren Auswirkungen auf die Binnenschifffahrt. Geplant ist auch ein Austausch über weitere Maßnahmen. Dazu sagt Beatrice Claus, Gewässerschutz-Referentin der Umweltschutzorganisation WWF:

„Der WWF warnt vor Fahrrinnenvertiefungen in der Elbe, Oder, Weser oder dem Rhein. Sie schaden mehr als sie nützen. Durch den Ausbau und die Begradigung fließt das Wasser noch schneller ab in die Nord- und Ostsee, statt in der Umgebung gehalten zu werden. Durch die Vertiefung eines Flusses wird das Wasser darin nicht mehr, es wird stärker gebündelt und dadurch die Umgebung somit noch mehr entwässert. Das verstärkt die Wasserproblematik in Zeiten zunehmender Hitzewellen sogar. Wir müssen lernen, mit der Natur zu arbeiten, nicht gegen sie.

Wichtig ist, das Wasser wieder besser in der Landschaft und der Natur zu halten. Das geht am besten durch naturbasierte Maßnahmen. Landschaftstypen wie Wald, Moore, Feuchtgrünland und Flussauen dienen als Wasserspeicher. So kann auch in Trockenzeiten Wasser in die Flüsse fließen. Je naturnäher die Landschaft ist, desto mehr Speicherkapazität hat sie.

Die konsequente Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, der Wiederherstellungsverordnung und der FFH-Richtlinie ist die Grundlage dafür die Renaturierung wichtiger Gewässer- und Auenlandschaften voranzubringen. Das schafft die Möglichkeit für zukunftsfähige Gewässerökosysteme. Auch der Aktionsplan Natürlicher Klimaschutz sowie das leider noch auf der Kippe stehende Natürliche-Infrastruktur-Stärkungsgesetz (Natif) sind wesentliche Bausteine, um Deutschland klimaresilienter zu machen.“

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Kontakt

Wiebke Elbe

Pressesprecherin

Agrarrohstoffe, Biodiversität und Bergbau / Berlin

  • Feldberger Seenlandschaft © Ralph Frank / WWF Deutschland

    Im Norden, Süden, Osten und Westen Deutschlands ist der WWF aktiv und engagiert sich für den Erhalt wertvoller Landschaften, die für zahlreiche Arten wichtiger Lebensraum sind. Mehr zu deutschen Naturschutz-Projekten