Laut Umweltbundesamt verbraucht jede Person in Deutschland rund 16 Tonnen Ressourcen pro Jahr, mehr als doppelt so viel wie nachhaltig wäre. Damit gehört das Land zu den ressourcenintensiven Volkswirtschaften der Welt. Das zeigt der Deutsche Overshoot Day deutlich: Hätten alle Menschen weltweit einen so hohen Konsum wie die Deutschen, wären alle Ressourcen, die die Erde in einem Jahr erneuern kann, bereits am 10. Mai aufgebraucht. Tatsächlich fiel der globale Erdüberlastungstag im vergangenen Jahr auf den 25. Juli – zweieinhalb Monate später.
Gleichzeitig zeigt sich: Ein geringerer Ressourcenverbrauch ist möglich – und gesellschaftlich gewünscht. So kommt die aktuelle WWF-Studie „Ressourcenleicht Leben 2045“ zum dem Schluss, dass es realistisch ist, den Pro-Kopf-Ressourcenverbrauch in Deutschland von 16 auf acht Tonnen zu senken. Die wichtigsten identifizierten Hebel sind dabei Einsparungen in den Bereichen Ernährung, Wohnen und Mobilität