Erneuerbare Energien © Frank Peters / iStock / GettyImages

Ein Fahrplan aus der fossilen Sackgasse

Stand: 03.11.2026

Pressestatement zur globalen Roadmap zur Abkehr von fossilen Energien

Die globale Roadmap für die Abkehr von fossilen Energien gibt laut WWF einen neuen Impuls für die anstehende Weltklimakonferenz COP31. Diese beginnt kommenden Montag in der Türkei. Auf die Entwicklung dieser Roadmap, ein Fahrplan für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas, konnten sich die Staaten bei der vergangenen Klimakonferenz in Brasilien nicht einigen. Sie wurde nun stattdessen von der brasilianischen COP-Präsidentschaft ohne UN-Mandat entwickelt und am Dienstag in Brasília vorgestellt. Verbindlich ist sie nicht. Dazu sagt Fentje Jacobsen, Co-Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland:  

„Die Roadmap erkennt klar an, dass die Abkehr von fossilen Energien und den damit verbundenen wirtschaftlichen Abhängigkeiten beschleunigt werden muss. Sie kann ein hilfreiches Instrument werden, dafür sind aber die nächsten Schritte entscheidend. Um die Abkehr von fossilen Energien in die Umsetzung zu bringen und die damit verbundene wirtschaftliche Transformation frühzeitig zu begleiten, muss ein nachhaltiger Prozess aufgebaut werden. Die Roadmap zeigt zudem, dass die Energiewende nicht an fehlenden Technologien scheitert, sondern häufig an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Viele Länder sind weiterhin von fossilen Energiesystemen abhängig und den damit einhergehenden Risiken ausgesetzt. Insbesondere im Globalen Süden bremsen hohe Finanzierungskosten Investitionen in erneuerbare Energien aus. Die internationale Zusammenarbeit muss deshalb stärker darauf ausgerichtet werden, Kapital für die Transformation zu mobilisieren und die Finanzierungskosten für saubere Energien zu senken. Dafür darf die Roadmap nun aber nicht in der Schublade verschwinden, sondern muss die Verhandlungen in der Türkei beflügeln und viele Staaten dazu motivieren, eigene nationale Fahrpläne für die Energiewende zu entwickeln und umzusetzen: weg von Kohle, Öl und Gas, hin zu erneuerbaren Energien und Elektrifizierung.  

Kohle, Öl und Gas sind die Haupttreiber der Klimakrise. Ohne den Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer wird es uns nicht gelingen, die Erderhitzung wirksam zu begrenzen und ihre verheerenden Folgen abzuwenden. Erst vor wenigen Wochen hat ein neuer Report der Vereinten Nationen gezeigt, dass die aktuellen Maßnahmen zum Klimaschutz noch nicht ausreichen, um die Erderhitzung auf das beschlossene Maß von möglichst 1,5 Grad zu begrenzen – mit den prognostizierten 2,8 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts sind wir sogar weit davon entfernt. Das gefährdet unsere Lebensgrundlagen und wirtschaftliche Stabilität, kostet Menschenleben und Wohlstand.“ 

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Kontakt

Lea Vranicar

Pressesprecherin

Klimaschutz und Energiepolitik / Berlin

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