Geopolitische Spannungen, fragile Lieferketten, Energiepreisschocks und wechselnde politische Rahmenbedingungen erhöhen die Unsicherheit für Unternehmen. Gleichzeitig verändern Klimakrise und Naturverlust Märkte, Geschäftsmodelle und Investitionsentscheidungen. Mit seinem Executive Guide „Transformation unter hoher Unsicherheit steuern – Die strategische Rolle von Klima- und Natur-Transitionsplänen“ zeigt der WWF Deutschland, warum Unternehmen Klima- und Naturchancen und -risiken fest in ihrer Strategie verankern und mit Transitionsplänen systematisch steuern sollten.
Klima- und Naturveränderungen sind zunehmend wirtschaftliche Realität: Extremwetter, Wasserstress oder der Verlust von Ökosystemleistungen können Standorte und Lieferketten direkt beeinträchtigen. Zugleich verändern sich Wettbewerbsbedingungen sowie die Erwartungen von Kunden, Geschäftspartnern und Kapitalgebern.
Klima- und Naturrisiken: Strategischer Faktor für Unternehmen
WWF veröffentlicht Leitfaden für Führungskräfte
„Diese Entwicklungen machen die strategische Steuerung in Unternehmen anspruchsvoller. Gefragt ist die Fähigkeit, steigenden Transformationsanforderungen gerecht zu werden, kurzfristige Reaktionsfähigkeit mit langfristiger Orientierung zu verbinden und auf unterschiedliche Entwicklungen vorbereitet zu sein. Wird dagegen reaktives Handeln zur dominierenden Entscheidungslogik, können langfristige Orientierung, Investitionsspielräume und strategische Anpassungsfähigkeit verloren gehen.“
Daniel Metzke, Experte für Wirtschaftstransformation beim WWF Deutschland und Autor des Leitfadens
Wie eine Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens GlobeScan im Auftrag des WWF unlängst gezeigt hat, ist eine überwältigende Mehrheit von Führungskräften in der EU überzeugt, dass die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit der EU langfristig stärkt.
Hier helfen Klima- und Natur-Transitionspläne Unternehmen, Chancen und Risiken systematisch in Entscheidungen einzubeziehen und ihre Transformation kurz-, mittel- und langfristig zu steuern. Sie schaffen Mehrwert bei Risikosteuerung, Wertentwicklung, Glaubwürdigkeit, Kapitalzugang und der Mitgestaltung von Rahmenbedingungen.
Dabei sind Transitionspläne nicht nur für große Unternehmen relevant. Auch kleine und mittelständische Unternehmen sind zunehmend betroffen, wenn Kunden, Geschäftspartner oder Kapitalgeber entsprechende Erwartungen an sie richten. Die oberste Führungsebene sollte Klima- und Natur-Transitionspläne entwickeln, strategisch verankern und kontinuierlich fortschreiben.
„Richtig verankert schaffen Transitionspläne Orientierung in einem zunehmend unsicheren Umfeld. Sie helfen Unternehmen, kurzfristige Entscheidungen mit langfristigen Zielen zu verbinden und damit Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, so Metzke.
-
Weltweit für mehr Klimaschutz -
Nachhaltiges Wirtschaften in planetaren Grenzen