Das Aktionsbündnis aus Klimaschutz-, Sozial-Organisationen sowie Gewerkschaften mit Beteiligung des WWF fordert bei der Pressekonferenz am 06.08.2026 einen Hitzegipfel vor dem Bundeskanzleramt in Berlin.

Hitzegipfel jetzt!

Stand: 06.08.2026

Breites Bündnis legt 5-Punkte-Plan für akuten Schutz und Vorsorge vor

  • Die Folgen der Klimakrise werden immer deutlicher spürbar und schaden Mensch, Natur und Wirtschaft
  • Breites Bündnis aus Klimaschutz-, Sozial-, Landwirtschafts-, Mieterschutz- und Blaulichtorganisationen sowie Gewerkschaften und Kirchen kritisiert Untätigkeit der Bundesregierung und legt 5-Punkte-Plan für akuten Schutz und Vorsorge vor
  • Organisationen fordern unter anderem einen Hitzegipfel, damit Klimaschutz und Klimaanpassung auf allen Ebenen den notwendigen Stellenwert erhalten und naturbasierte Lösungen konsequent gestärkt werden

Tausende Hitzetote, Waldbrände und Wasserknappheit: Das ist die verheerende Zwischenbilanz des europäischen Sommers 2026. Auch in Deutschland wurden in den vergangenen Wochen Hitzerekorde gebrochen; Hitze zählt bereits heute zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken. Breites Bündnis aus Klimaschutz-, Sozial-, Landwirtschafts-, Mieterschutz- und Blaulichtorganisationen sowie Gewerkschaften und Kirchen kritisiert die Untätigkeit der Bundesregierung angesichts der dramatischen Folgen der akuter werdenden Klimakrise scharf.

„Die menschengemachte Klimakrise verschärft Hitzewellen, Ernteausfälle und Wasserknappheit. Besonders Kinder, Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen leiden unter den Folgen. Rettungskräfte sind im Dauereinsatz, Pflegeheime mussten wegen der hohen Temperaturen evakuiert werden. Wir fordern Bundeskanzler Merz und sein Kabinett dazu auf, einen Hitzegipfel einzuberufen. Bund, Länder und Kommunen müssen ihre Aktivitäten strategisch aufeinander abstimmen. Zivilgesellschaft und Forschung müssen gehört und ihre Erkenntnisse beim politischen Handeln umfänglich berücksichtigt werden“, so die Organisationen.

Fünf Maßnahmen für akuten Schutz und Vorsorge

Das Bündnis fordert die Bundesregierung dazu auf, die Klimakrise und ihre Folgen endlich ernst zu nehmen und auf allen staatlichen Ebenen dafür zu sorgen, dass Klimaschutz und Klimaanpassung den notwendigen Stellenwert erhalten. Dazu legen die Organisationen einen 5-Punkte-Plan mit folgenden Forderungen vor:

  1. Hitzegipfel einberufen
  2. Bundesweiter Hitzeschutzplan
  3. Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankern
  4. Klimaschutz und Klimaanpassung finanzieren
  5. Abkehr von fossilen Brennstoffen

„Wir erwarten nun ein tatkräftiges Programm, mit dem die Bundesregierung den Bürger*innen, Kommunen, Unternehmen, sozialen Einrichtungen, Rettungsdiensten und Arbeitnehmer*innen zeigt: Wir übernehmen Verantwortung und setzen alle Hebel in Bewegung, um die Klimakrise zu bremsen und Mensch, Natur und Wirtschaft vor den dramatischen Folgen zu schützen. Das heißt: Die Treibhausgas-Emissionen müssen jetzt runter! Natürliche Ökosysteme sind dabei ein unverzichtbarer Teil der Lösung – für mehr Hitzeschutz, Wasserrückhalt und Klimaresilienz.“

Mit einer bildstarken Aktion vor dem Bundeskanzleramt hat das Bündnis heute seinen Forderungen Nachdruck verliehen.

Zu dem Bündnis zählen folgende Organisationen: Arbeiterwohlfahrt (AWO), Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bürgerlobby Klimaschutz (CCL-D), Bürgerwärme for Future, Campact, Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), Der Paritätische Gesamtverband, Deutscher Bahnkunden-Verband, Deutsches Kinderhilfswerk (DKHW), Deutsche Klima-Stiftung, Deutscher Mieterbund (DMB), Deutscher Naturschutzring, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Hamburg-Ost, Fridays for Future, Germanwatch, GermanZero e.V., Gaswende, Greenpeace Deutschland, Humanistischer Verband Deutschlands, Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Jugend des Deutschen Alpenvereins, Katholikenrat Düren, Klima-Allianz Deutschland, Klima-Bündnis, Naturschutzbund Deutschland (NABU) Naturschutzjugend im NABU (NAJU), Naturfreunde Deutschlands, Protect the Planet, ROBIN WOOD, Umweltinstitut München, Verband Christlicher Pfadfinder*innen, WWF Deutschland.

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Kontakt

Freya Duncker

Pressesprecherin

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  • Feldberger Seenlandschaft © Ralph Frank / WWF Deutschland

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