Das an diesem Freitag vom Bundestag verabschiedete Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verbaut der dringend nötigen Wärmewende in Deutschland den Weg. Das Gesetz streicht klimapolitisch wirksame Instrumente und ermöglicht so den jahrzehntelangen Weiterbetrieb fossiler Heizungen. Es propagiert zudem Scheinlösungen wie Wasserstoff und Biomethan als gleichwertige Alternativen, obwohl sie das nicht sind.
Dazu sagt Sebastian Breer, Gebäudeexperte beim WWF Deutschland:
„Mit diesem Gesetz bläst die Regierung eine fossile Seifenblase auf, statt ein zukunftssicheres Zuhause für die Menschen im Land zu bauen. Kurzfristig mag sie schillern. Dauerhaft tragen wird sie nicht. Statt bestehende Regeln weiterzuentwickeln, versetzt die Regierung der Wärmewende einen Nadelstich. Am Ende bleibt von der Seifenblase nichts als schmutzige, heiße Luft. Die Klimaziele werden verfehlt, Zukunftsbranchen geraten unter Druck. Verbraucher:innen tappen in fossile Kostenfallen. Die Regierung setzt sich selbst ein Denkmal mit diesem Gesetz – für ihre klima- und umweltpolitischen Rückschritte.“