Zukunft nicht verheizen! © Jörg Farys/BUND

Wärmewende geplatzt

Stand: 10.07.2026

GModG im Bundestag – Gesetz liefert fossile Seifenblase statt sicheres Zuhause

Das an diesem Freitag vom Bundestag verabschiedete Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verbaut der dringend nötigen Wärmewende in Deutschland den Weg. Das Gesetz streicht klimapolitisch wirksame Instrumente und ermöglicht so den jahrzehntelangen Weiterbetrieb fossiler Heizungen. Es propagiert zudem Scheinlösungen wie Wasserstoff und Biomethan als gleichwertige Alternativen, obwohl sie das nicht sind.

Dazu sagt Sebastian Breer, Gebäudeexperte beim WWF Deutschland:

„Mit diesem Gesetz bläst die Regierung eine fossile Seifenblase auf, statt ein zukunftssicheres Zuhause für die Menschen im Land zu bauen. Kurzfristig mag sie schillern. Dauerhaft tragen wird sie nicht. Statt bestehende Regeln weiterzuentwickeln, versetzt die Regierung der Wärmewende einen Nadelstich. Am Ende bleibt von der Seifenblase nichts als schmutzige, heiße Luft. Die Klimaziele werden verfehlt, Zukunftsbranchen geraten unter Druck. Verbraucher:innen tappen in fossile Kostenfallen. Die Regierung setzt sich selbst ein Denkmal mit diesem Gesetz – für ihre klima- und umweltpolitischen Rückschritte.“

Hintergrund

Der Normenkontrollrat bezeichnet den ursprünglichen Gesetzesentwurf als eines der „handwerklich schwächsten und praxisfernsten Vorhaben, die dem Nationalen Normenkontrollrat in den vergangenen Jahren vorgelegt wurden“. Der Expertenrat für Klimafragen hat im Mai bestätigt, dass Deutschland mit den aktuellen Maßnahmen die Klimaziele aller Voraussicht nach verfehlen wird – das GModG hat das Potenzial, diese Ergebnisse noch deutlich zu verschlechtern. Selbst die unionsnahe Klima-Union geht davon aus, dass das vorgelegte Gesetz verfassungswidrig ist. Diese Bedenken hinsichtlich der Rechts- und Planungssicherheit sowie mangelnder Klima- und Verbraucherfreundlichkeit werden auch von Fachausschüssen des Bundesrats geteilt.

Drei junge Pandas © Richard Barrett / WWF-UK
Drei junge Pandas © Richard Barrett / WWF-UK

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Pressesprecher

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