Palmöl, Papier und Soja gehören zu den wichtigsten Rohstoffen von Beiersdorf. Für seine Hauptrohstoffe will das Hautpflegeunternehmen eine entwaldungsfreie Beschaffung sowie die Einhaltung der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette sicherstellen. Bis zum Jahr 2025 sollen die Rohstoffe Palmöl, Papier und Soja zu 100 Prozent aus nachhaltigen Bezugsquellen stammen.

Mit Hilfe des WWF will Beiersdorf eine nachhaltige Landnutzung bei der Erzeugung seiner pflanzenbasierten Rohstoffe erreichen.  Dabei verbindet die Partnerschaft gezielt transformative Maßnahmen entlang der Lieferkette mit lokalen Naturschutzaktivitäten, um bestehende CO2-Senken sowie wichtige Lebensräume und seltene Arten zu erhalten.

Zwei Projekte, die nachhaltigen Palmölanbau und Naturschutz in Südostasien fördern

Die Palmöllieferketten von Beiersdorf reichen bis in hoch sensible Ökosysteme. Mit zwei gemeinsamen Projekten setzen sich Beiersdorf und WWF für den Schutz von besonders artenreichen und gefährdeten Landschaften in Malaysia und Indonesien ein: einerseits, indem sie in der Zusammenarbeit mit Kleinbauern einen nachhaltigen Palmölanbau fördern, und andererseits, indem sie ganz konkrete Maßnahmen umsetzen, um die Natur und ihre Artenvielfalt zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

Lokale Entwicklung und nachhaltiger Palmölanbau in Indonesien

Kooperationslogo Beiersdorf AG / WWF

Bereits seit 2018 arbeiten Beiersdorf und WWF mit Kleinbäuerinnen und -bauern in West Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo zusammen. Borneo ist die drittgrößte Insel der Erde, beheimatet eines der weltweit wichtigsten Regelwaldgebiete und eine bespiellose Artenvielfalt. Doch der kohlenstoff- und artenreiche Naturwald musste in den vergangenen Jahrzehnten großflächig Palmölplantagen weichen.

Das Projekt will eine weitere Entwaldung verhindern, den Anbau von nachhaltigem Palmöl fördern und den Lebensstandard der Kleinbauern und ihrer Familien verbessern. Die Kleinbauern erhalten Schulungen, um ihre Felder nachhaltiger zu bewirtschaften. Sie wurden außerdem dabei unterstützt, Kleinbauerngruppen und einen übergeordneten Verband aufzubauen sowie einen besseren Zugang zu hochwertigen Setzlingen und den lokalen Palmöl-Mühlen zu erhalten.

Zudem will das gemeinsame Projekt die Trinkwasserversorgung lokaler Gemeinden verbessern und hat weitere Einkommensquellen für die Bevölkerung erschlossen, wie das Kunsthandwerk oder der nachhaltige Anbau von Kautschuk. Abgerundet werden die Maßnahmen durch ein „Green School“-Konzept, das Umweltbildung und Unterrichtseinheiten zur Bedeutung von sauberem Trinkwasser für die Gesundheit an Schulen verankert.

  • Zertifizierte Setzlinge © M. Aldi Khatami Förderung des Anbaus von nachhaltigem Palmöl

    Großindustrien aus dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft, aber auch Kleinbauern roden Naturwald, um neue Palmölplantagen anzulegen, weswegen die Region für den WWF ein stark priorisiertes Gebiet für Naturschutz ist. Weiterlesen...

Lokaler Naturschutz und nachhaltiger Palmölanbau in Malaysia

Kooperationslogo Beiersdorf AG / WWF

Ende 2020 haben Beiersdorf und WWF ein gemeinsam entwickeltes Projekt in der Region Tabin in Sabah, Ostmalaysia, ins Leben gerufen. Die Region ist die Heimat einer Vielzahl bedrohter Tierarten und zugleich ein wichtiger Standort für den Anbau und die Herstellung von Palm(kern)öl, das in der internationalen Kosmetikindustrie verwendet wird und die regionale Wirtschaft Ostmalaysias stärkt. Das Projekt stützt sich auf die drei Säulen „Protect, Produce, Restore“. Diese zielen auf den Schutz vor Entwaldung und Landnutzungsänderung, die Förderung einer wassersparsamen, pestizidarmen und sozialverträglichen Palmölproduktion sowie auf die Wiederherstellung zerstörter Ökosysteme.

Ganz konkret will das Projekt in der Zusammenarbeit mit kleinen und mittelgroßen Palmölbäuerinnen und -bauern bis 2025 auf einer Fläche von 20.000 Hektar nachhaltigere Anbaupraktiken einführen, die nach dem Standard des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO) zertifiziert sind. Außerdem soll mittels Aufforstung degradierter Flächen ein ökologischer Korridor geschaffen werden, der menschengemachte Einschnitte rückgängig macht und den heimischen Wildtieren einen Teil ihrer natürlichen Wanderrouten zurückgibt. Damit sollen auch die zunehmenden Konflikte zwischen Menschen und Elefanten im Projektgebiet reduziert und gefährdete Wildtierpopulationen, beispielsweise der Orang-Utans, stabilisiert werden.

Mit Evonik konnte Beiersdorf einen seiner Lieferanten für Palm(kern)öl-Derivate als zweiten Projektpartner gewinnen.

  • Orang Utan in Sabah, Borneo, Malaysia © Kelley-Ashford / WWF US Entwaldung stoppen und nachhaltige Palmölproduktion fördern

    Der WWF arbeitet in der Tabin-Landschaft in Sabah, Ostmalaysia an den drei Säulen „Protect, Produce, Restore“. Weiterlesen...

  • Familie am Strand © Shutterstock Beiersdorf und WWF

    Die Partnerschaft zwischen Beiersdorf und WWF verbindet seit 2016 transformative Zielsetzungen mit lokalem Naturschutz. Zurück zur Kooperationsseite

Dorle Bahr

Beiersdorf AG

Antje Rosin

WWF Deutschland