Dank erfolgreicher Natur- und Artenschutzarbeit geht es den Seeadlern bei uns in Deutschland wieder so gut, dass sie 2005 sogar von der Roten Liste bedrohter Arten gestrichen wurden. Doch als Pate wissen Sie: Der Aufwärtstrend unseres gefiederten Freundes kann schnell ein Ende finden, wenn wir die Menschen nicht davon überzeugen, den König der Lüfte mit uns gemeinsam zu schützen.

Seeadler beim Landeanflug © Ralph Frank / WWF
Seeadler © Ralph Frank / WWF

So ist zum Beispiel die Jagd auf Seeadler zwar verboten, jedoch fallen sie trotzdem in großer Zahl der Jagd zum Opfer.

Entweder durch illegale Tötung oder sie sterben an Bleivergiftungen. Denn die Adler fressen die von Jäger:innen an Ort und Stelle ausgeweideten Organe oder aber auch angeschossenes, verendetes Wild – und nehmen dadurch Blei aus Geschossrückständen auf. Und das vergiftet die Vögel.

Seeadler-Schützer:innen, die sich gegen illegale Tötung, Wilderei und für ein Verbot von Bleimunition in der Jagd stark machen, haben viele Gesichter. Einige spannende Persönlichkeiten werden Sie heute etwas näher kennenlernen. Vielen Dank, dass wir auch Sie dazu zählen können!

Kursnehmen auf mehr Schutz für heimische Wildtiere – mit der WWF Akademie

Welchen wichtigen Beitrag Aufklärungsarbeit leistet, um Menschen davon zu überzeugen, Seeadler, Luchs, Wolf und Co. eine sichere Zukunft in Deutschland zu geben, das weiß Andreas Hoppe nicht nur, er klärt auch selbst mit auf:

In unserem Onlinekurs „Wildtiere in Deutschland“ an der WWF Akademie führt er gemeinsam mit Wissenschaftler:innen und Naturschützer:innen durch ein abwechslungsreiches Kursprogramm. Der Kurs kann ganz einfach online und kostenlos besucht werden. Auch dem Thema Wildtierkriminalität und den Möglichkeiten, wie jede:r Einzelne dazu beitragen kann, sie zu bekämpfen, widmet sich der Kurs, der damit wichtige Aufklärungsarbeit leistet.

Schauen Sie selbst mal im Kurs vorbei. Es lohnt sich! Und bitte: Empfehlen Sie die Akademie weiter. Vielen Dank!

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    In der Podcast-Episode reden wir mit Schauspieler und Naturliebhaber Andreas Hoppe auch über sein Engagement für die WWF Akademie und über eines seiner persönlich beeindruckendsten und unvergesslich gebliebenen Naturerlebnisse. Zur Podcast-Folge

(K)eine tödliche Mahlzeit – Bleimunition schmeckt uns nicht!

Seeadler frisst an einem Tierkadaver. © Ralph Frank / WWF
Seeadler frisst an einem Tierkadaver. © Ralph Frank / WWF

Als Pate wissen Sie: Zum Speiseplan von Seeadlern gehört gelegentlich auch Aas. Ein angeschossenes, verendetes Wild oder durch Ausweidung zurückgebliebene Organe sind eine willkommene Abwechslung. Der Magen eines Seeadlers ist stark – aber gegen bleihaltige Geschossrückstände machtlos. Die Mahlzeit wird schnell zu seiner letzten. Todesursache: Tod durch Vergiftung.

Dabei muss das nicht sein: Viele Länder gehen vorbildlich voran und stellen unter Beweis, dass man auf der Jagd längst zu Munition greifen kann, die eine echte Alternative darstellt und eben keine tödliche Auswirkung auf Seeadler hat. Wir bleiben hartnäckig und setzen uns daher weiterhin für ein Verbot von Bleimunition in Deutschland ein.

Fliegender Seeadler © Ralph Frank / WWF
Fliegender Seeadler © Ralph Frank / WWF

Aufatmen für Seeadler-Fans

Ein echtes Refugium für Seeadler stellt unter anderem die Hügel- und Seenlandschaft der Schaalseeregion zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern dar. Nach dem historischen Mauerfall wurde hier ein grenzübergreifendes Natur- und Landschaftsschutzprojekt auf den Weg gebracht. Einige Flächen konnten wir kaufen – die Natur kann sich ungestört entwickeln.

Hier fand auch ein ganz besonderes Vogeldrama einst ein Happy End. Im folgenden Video erleben Sie diese ermutigende Geschichte eines durch Blei vergifteten Seeadlers und seiner erfolgreichen Heilung nochmals mit. Viel Freude!

„Jedes Lebewesen ist einzigartig und wertvoll! Daher rührt mich das Engagement jedes Einzelnen an, der sich unermüdlich für die Rettung einzelner Tiere oder ihrer ganzen Art und ihres Lebensraums einsetzt. Seltene Geschichten wie die des damals geretteten Seeadlers gehen mir deshalb ganz besonders zu Herzen. Jedoch braucht es insbesondere Politik- und Aufklärungsarbeit, um die Zukunft des Seeadlers langfristig zu sichern. Die Beharrlichkeit und den langen Atem dafür schöpfen wir aus Ihrer Patenschaft, die auch diese Arbeit möglich macht. Vielen Dank!“

Melissa Friebe | Patenbetreuung

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