Palmöl, Papier und Soja gehören zu den wichtigsten Rohstoffen von Beiersdorf. Für seine Hauptrohstoffe will das Hautpflegeunternehmen eine entwaldungsfreie Beschaffung sowie die Einhaltung der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette sicherstellen. Bis spätestens zum Jahr 2030 sollen die Rohstoffe Palmöl, Papier, Soja und Kokos zu 100 Prozent aus nachhaltigen Bezugsquellen stammen. Für palm(kern)öl- und papierbasierte Materialien wurde dieses Ziel bereits erreicht.

Mit Hilfe des WWF setzt sich Beiersdorf für eine nachhaltige Landnutzung bei der Erzeugung seiner pflanzenbasierten Rohstoffe ein. Dabei verbindet die Partnerschaft gezielt transformative Maßnahmen entlang der Lieferkette mit lokalen Naturschutzaktivitäten, um bestehende CO2-Senken sowie wichtige Lebensräume und seltene Arten zu erhalten.

Nachhaltiger Palmölanbau und Naturschutz in Malaysia

Die Palmöllieferketten von Beiersdorf reichen bis in hoch sensible Ökosysteme. Gemeinsam mit dem WWF engagiert sich das Hautpflegeunternehmen im malaysischen Teil der Insel Borneo für nachhaltiger angebautes Palmöl und den Schutz besonders gefährdeter Landschaften.

Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt und beheimatet eine einzigartige Artenvielfalt. Neben Säugetieren wie Orang-Utans leben hier auch hunderte Vogel-, Amphibien- und Fischarten. Der Wald auf Borneo gehört zu den wichtigsten Regenwaldgebieten der Erde, doch in den letzten Jahrzehnten ist die Entwaldung immer weiter vorangeschritten. Dass die Wälder auf Borneo schrumpfen, ist auch eine Folge immer neuer Plantagen, auf denen Palmöl für internationale Märkte angebaut wird. Dem entgegenzuwirken, ist das Ziel eines Projektes, das der WWF im Jahr 2020 zusammen mit Beiersdorf ins Leben gerufen hat.

Projektziele und -maßnahmen in Tabin, im Norden Borneos

Tabin ist eine Region, die zum malaysischen Bundesstaat Sabah gehört und im Norden Borneos liegt. Sie ist die Heimat einer Vielzahl bedrohter Tierarten und zugleich ein wichtiger Standort für den Anbau und die Herstellung von Palm(kern)öl, das in der internationalen Kosmetikindustrie verwendet wird und die regionale Wirtschaft Ostmalaysias stärkt. Das Projekt stützt sich auf die drei Säulen „Protect, Produce, Restore“. Diese zielen auf den Schutz vor Entwaldung und Landnutzungsänderung, die Förderung einer wassersparsamen, pestizidarmen und sozialverträglichen Palmölproduktion sowie auf die Wiederherstellung zerstörter Ökosysteme.

Ganz konkret will das Projekt in der Zusammenarbeit mit kleinen und mittelgroßen Palmölbäuerinnen und -bauern bis Mitte 2026 auf einer Fläche von rund 15.000 Hektar nachhaltigere Anbaupraktiken einführen, die nach dem Standard des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO) zertifiziert sind. Außerdem soll mittels Aufforstung degradierter Flächen ein ökologischer Korridor entstehen, der menschengemachte Einschnitte rückgängig macht und den heimischen Wildtieren einen Teil ihrer natürlichen Wanderrouten zurückgibt. Damit sollen auch die zunehmenden Konflikte zwischen Menschen und Elefanten im Projektgebiet reduziert und gefährdete Wildtierpopulationen, beispielsweise der Orang-Utans, stabilisiert werden.

Das Spezialchemieunternehmen Evonik, das Beiersdorf mit Palmkernölderivaten beliefert, ist Mitunterstützer des Projekts.

  • Zertifizierte Setzlinge © M. Aldi Khatami Förderung des Anbaus von nachhaltigem Palmöl

    Großindustrien, aber auch Kleinbäuerinnen und Kleinbauern roden den Wald auf Borneo, um Palmölplantagen anzulegen. Aus diesem Grund ist Naturschutz hier besonders wichtig. Weiterlesen...

  • Orang Utan in Sabah, Borneo, Malaysia © Kelley-Ashford / WWF US Entwaldung stoppen und nachhaltige Palmölproduktion fördern

    Der WWF arbeitet in der Tabin-Landschaft in Sabah, Ostmalaysia an der nachhaltigeren Palmöl-Produktion sowie der Wiederherstellung von degradierten Flächen. Weiterlesen...

  • Familie am Strand © Shutterstock Beiersdorf und WWF

    Die Partnerschaft zwischen Beiersdorf und WWF verbindet seit 2016 transformative Zielsetzungen mit lokalem Naturschutz. Zurück zur Kooperationsseite

Dorle Bahr

Beiersdorf AG

Antje Rosin

WWF Deutschland

Simon Kraft

WWF Deutschland