Am "Earth Overshoot Day" haben wir Menschen alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren und nachhaltig zur Verfügung stellen kann.

Die Biokapazität der Erde beträgt pro Jahr 1,7 Globale Hektar pro Person (gha). Jeder Mensch verbraucht im Schnitt allerdings 3,3 Globale Hektar pro Jahr. Dieser Verbrauch heißt auch ökologischer Fußabdruck.

Der Verbrauch der natürlichen Ressourcen steigt jährlich an und der "Earth Overshoot Day" verlagert sich dadurch weiter nach vorn. Dieses Jahr sind die Erdressourcen bereits am 29. Juli erschöpft. Wir überschreiten (engl. Overshoot) den uns gegebenen Rahmen und greifen auf die Reserven der Erde zurück, welche über Millionen Jahre angelegt wurden. Diese Rechnung wird nicht ewig aufgehen.

Höchste Zeit, die Entwicklung zu stoppen. Wir alle können etwas tun, um das Datum zu verschieben: #movethedate

Nicht nur die Vergangenheit bestimmt unsere Zukunft, auch unsere Entscheidungen im hier und jetzt. Unser Planet ist endlich, unsere Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun, nicht. In den Schlüsselbereichen Energie, Ernährung und Umweltschutz liegen die größten Chancen für jeden Einzelnen, zukunftsorientiert zu handeln.

Auf der Seite Earth Overshoot Day sammelt das Global Footprint Network Beiträge von Menschen auf der ganzen Welt, die unter dem Stichwort #movethedate ihren Beitrag leisten.

Werden Sie Teil dieser Bewegung und zeigen Sie der Welt, wie wir gemeinsam Trends umkehren können!

Schritte, den Overshoot Day zu verschieben

Brot © Magone / iStock / GettyImages Plus
Brot © Magone / iStock / GettyImages Plus

Ernährung überdenken

Wenn wir den globalen Fleischkonsum um 50 Prozent reduzieren und mehr Kalorien aus Pflanzen verbrauchen würden, würden wir den Overshoot Day um 5 Tage verschieben!

Acker mit Wildblumen © photonaj / iStock / Getty Images Plus
Acker mit Wildblumen © photonaj / iStock / Getty Images Plus

Der Natur helfen

Würden wir 350 Millionen Hektar Wald wiederaufforsten, würden wir den Overshoot Day um 8 Tage verschieben. Aber auch ein naturnaher Garten hilft unserer Umwelt.

WWF-Erlebnistour in den Alpen © Bernd Ritschel / WWF
WWF-Erlebnistour in den Alpen © Bernd Ritschel / WWF

Nachhaltig reisen

Kleine Hotels aufsuchen, lokale und biologische Lebensmittel kaufen, alternative Transportmittel nutzen – all das kann helfen, den Overshoot Day zu verschieben.

Lebensmittelverschwendung © iStock / Getty Images
Lebensmittelverschwendung © iStock / Getty Images

Lebensmittel sparen

Die Menge der verschwendeten Lebensmittel macht etwa 9 Prozent des globalen ökologischen Fußabdrucks aus. Wenn wir die Lebensmittelabfälle weltweit halbieren würden, würden wir den Overshoot Day um 11 Tage verschieben.

Gummistiefel sind ein Muss auf dem Festival © Getty Images

Kleidung bewusst kaufen

Kleidung macht 3 Prozent des globalen ökologischen Fußabdrucks aus. Kaufen Sie bewusst ein und durchforsten Sie Ihren Kleiderschrank: Welche Kleidungsstücke sind zeitlos und können immer wieder neu kombiniert werden? 

Das Autobahnstau © Ralph Frank / WWF
Das Autobahnstau © Ralph Frank / WWF

Transport-Alternativen nutzen

Wenn wir nur halb so viel mit dem Auto fahren und ein Drittel mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen würden, den Rest durch Wandern oder Radfahren überbrückten, könnten wir den Overshoot Day um 12 Tage verschieben.

"Wir konsumieren und wirtschaften als gäbe es kein Morgen. Die Zeche dafür zahlen unsere Kinder und Enkelkinder. Wir müssen den Raubbau beenden und endlich in den natürlichen Grenzen der Erde leben. Dafür müssen wir unsere Finanz- und Wirtschaftssysteme auf Nachhaltigkeit umstellen", fordert Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland. "Für unseren Lebensstil fallen in Südamerika, Afrika oder Asien Bäume, verschmutzen Flüsse, schwinden Tierbestände oder sterben Arten ganz aus. Deutschland als erfolgreiche Industrienation gehört an die Spitze einer weltweiten Bewegung für eine faire und die Grenzen der Erde respektierende Wirtschaft."

Das macht der WWF

Der WWF setzt sich auf vielen Gebieten für eine lebenswerte und nachhaltige Umwelt ein, zum Beispiel im Bereich der Agrarpolitik. Hier sind tiefgreifende Reformen notwendig, weil die moderne Landwirtschaft die Umwelt und die Artenvielfalt bedroht. Im Bereich Meeressschutz will der WWF die Ausbeutung der Meere stoppen und setzt sich unter anderem für die Ausweisung von Schutzgebieten ein.

Aber auch der Klimaschutz steht ganz oben auf der Agenda des WWF - mit der Forderung für mehr Verbindlichkeit bei der Erreichung der Klimaschutzziele und ein Klimaschutzgesetz auf Bundesebene.
Viele kleine und große Aktivitäten also, um die natürlichen Ressourcen der Erde auch weiterhin zu schützen und seinen Bewohnern zu erhalten.

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