Wenn sich Asphalt und Häuser im Sommer aufheizen, können Bäume und Grünflächen die Umgebung spürbar abkühlen. Sie spenden Schatten, verdunsten Wasser, filtern den Staub aus der Luft und senken so die Temperaturen – oft um mehrere Grad. Mit jeder Hitzewelle wird deutlicher, wie wertvoll diese natürliche Klimaanlage ist. Kein technisches System kann diese Wirkung flächendeckend, dauerhaft und gleichzeitig so ressourcenschonend bereitstellen.
#HandsOffNature: Niemand kann, was Natur kann
Natur schützt uns. Schützen wir sie!Natur ist kein Luxus. Sie ist unsere Lebensgrundlage. Niemand kann, was Natur kann. Deshalb lohnt es sich, sie zu schützen. Schützen wir sie, schützen wir uns.
Wälder kühlen Städte. Moore speichern Kohlenstoff. Flüsse reinigen Wasser. Bienen sichern unsere Ernten. Tag für Tag übernimmt die Natur Aufgaben, die keine Maschine, keine Technologie und kein Mensch in dieser Größe leisten kann. Sie sorgt dafür, dass wir sauberes Wasser trinken, gesunde Lebensmittel erzeugen können und selbst an heißen Sommertagen kühlere Orte finden.
Wissenschaftliche Schätzungen beziffern den weltweiten ökonomischen Wert von Natur- und Ökosystemleistungen wie Bestäubung, Klimaregulierung oder Wasserreinigung auf mehr als 125 Billionen Euro pro Jahr. Eine unfassbare Zahl. Das ist wesentlich mehr als das Welt-Bruttoinlandsprodukt, also der Wert von allem, was auf der ganzen Welt pro Jahr produziert und konsumiert wird.
Gerade in Zeiten von Hitzewellen, Dürren und Extremwetter wird deutlich, wie sehr wir auf funktionierende Ökosysteme angewiesen sind. Was die Natur für uns leistet, ist alles andere als selbstverständlich. Diese Leistungen entstehen nur dort, wo Wälder, Moore, Flüsse, Meere und artenreiche Landschaften gesund und intakt bleiben.
Kühlt ganze Städte. Ohne Strom.
Filtert Wasser. Ohne Maschine.
Intakte Wälder, Böden, Flüsse und Auen reinigen Wasser auf natürliche Weise. Sie halten Schadstoffe zurück, speichern Niederschläge und helfen dabei, unsere Trinkwasservorräte zu sichern. Gerade in Zeiten zunehmender Trockenheit und längerer Dürreperioden sind gesunde Gewässer und Landschaften wichtiger denn je. Sie machen unsere Regionen widerstandsfähiger und helfen, Wasser dort zu halten, wo wir es brauchen.
Speichert CO2. Einfach so.
Moore, Wälder und Meere gehören zu den größten natürlichen Kohlenstoffspeichern unseres Planeten. Sie binden enorme Mengen CO2 und tragen dazu bei, das Klima zu stabilisieren. Die Ozeane enthalten etwa 50-mal mehr Kohlenstoff als die Atmosphäre.
Obwohl Moore nur etwa drei Prozent der globalen Landfläche bedecken, binden sie ein Drittel des gesamten terrestrischen Kohlenstoffs. Ein Hektar intaktes Moor speichert in seinen Torfschichten oft mehr Kohlenstoff als ein hundertjähriger Wald.
Wälder binden große Mengen CO2 in der Biomasse und in den Waldböden. Sie entziehen der Atmosphäre kontinuierlich Kohlenstoff.
Werden diese Ökosysteme zerstört, gehen ihre Fähigkeiten verloren – und zusätzlich wird gespeicherter Kohlenstoff wieder freigesetzt. Deshalb ist ihr Schutz eine Investition in unsere Zukunft.
Sichert unsere Ernährung. Jeden Tag.
Bienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten bestäuben einen großen Teil unserer Nutzpflanzen, etwa ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion hängt davon ab. In Deutschland sind 84 Prozent der Nutzpflanzen von der Fremdbestäubung abhängig.
Gesunde Böden, sauberes Wasser und vielfältige Lebensräume sind die Grundlage dafür, dass Landwirtschaft langfristig funktionieren kann. Natur schützt deshalb nicht nur Pflanzen und Tiere – sondern auch unsere Ernährung.
Natur schützt uns, schützen wir sie!
Viele dieser Leistungen nehmen wir erst wahr, wenn sie fehlen. Wenn Städte überhitzen. Wenn Flüsse austrocknen. Wenn Böden ihre Fruchtbarkeit verlieren oder Arten verschwinden.
Natur ist kein Luxus. Sie ist unsere Lebensgrundlage. Niemand kann, was Natur kann. Deshalb lohnt es sich, sie zu schützen. Schützen wir sie, schützen wir uns.