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Stand: 18.03.2019

Interview: „Mein Herz schlägt für die Serengeti“

Die Unternehmerin und Ingenieurin Peggy Reidel-Schulz über ihr Engagement in Ostafrika.

Living Planet Club-Mitglied Peggy Reidel-Schulz ist seit ihrer Reise in das WWF-Projektgebiet in Ostafrika sehr zuversichtlich, was die Zukunft der Ökoregion angeht © privat
Living Planet Club-Mitglied Peggy Reidel-Schulz im WWF-Projektgebiet in Ostafrika © privat

Frau Reidel-Schulz, Sie sind Patin, Protectorin und Gründungsmitglied des Living Planet Clubs. Warum engagieren Sie sich so für den Naturschutz?

Schon früh war mir der Schutz von Tieren sehr wichtig. Im Lauf der Zeit ist mir immer bewusster geworden, dass alles mit allem zusammenhängt. Dass wir, um bedrohte Arten zu schützen, komplette Ökosysteme betrachten müssen und auch die Menschen vor Ort nicht vergessen dürfen.

Gab es für Sie einen Auslöser?

Ja, das war ein Urlaub in Tansania. Mein Herz schlägt seitdem für die Serengeti und Masai Mara. Ich war so tief beeindruckt von der Schönheit und Unberührtheit der Tierwelt. Diese weite Landschaft und darin diese riesigen wandernden Herden von Zebras, Gnus und Antilopen, begleitet von Raubtieren – ich hatte noch nie etwas Vergleichbares gesehen, obwohl ich schon viel in der Welt herum gekommen bin. Und ich verstand, dass wir etwas dafür tun müssen, um diesen Kreislauf des Lebens zu erhalten.

Wie kamen Sie zum WWF?

Ich habe mich umgeschaut und mit meiner Tochter beraten, mit welcher Organisation ich etwas auf den Weg bringen könnte. Und kam auf den WWF. Der aktive, lösungsorientierte Naturschutzansatz der Organisation gefiel mir – und der WWF ist in Ostafrika aktiv! Nach einigen Gesprächen mit den Projektverantwortlichen entschied ich mich für zwei Projekte: zum einen mitzuhelfen, den Mau-Bergregenwald als Wasserspeicher der Serengeti-Masai-Mara-Region zu erhalten und aufzuforsten. Und zum anderen, Gemeinden außerhalb des Schutzgebiets darin zu unterstützen, einen Teil ihres Landes den wandernden Wildtierherden zu überlassen.

Sie haben daraufhin vergangenes Jahr beide Projekte in Ostafrika besucht. Wie war Ihr Eindruck?

Ich war begeistert. Diesmal aber nicht nur von der Serengeti-Masai-Mara-Region, sondern auch von der Projektarbeit des WWF. Besonders beeindruckt hat mich die Arbeit der Menschen vor Ort, die hart anpacken, um große Gebiete wieder zu renaturieren und zu schützen. Als ich sah, wie schnell sich die Natur ihren Raum zurückerobert, war ich überwältigt. So haben die Wildtiere eine Zukunftschance – und die Menschen in den Gemeinden dank der Beratung des WWF nachhaltige Einnahmequellen.

Was nehmen Sie aus den Projekten mit nach Hause?

Eine ordentliche Portion Kraft und Zuversicht. Es lohnt sich, etwas zu tun. Ich merke: Mir gelingt etwas für Tiere und Menschen gleichermaßen. Das ist für mich eine ganz, ganz große Bereicherung und macht mich sehr glücklich. Ich empfinde es als ein Privileg, Teil der großen WWF-Familie zu sein.

Der WWF bedankt sich herzlich bei Frau Reidel-Schulz für ihr Engagement und das Interview. 

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