Grenzenlose Natur in Afrika und pulsierendes Leben in Vietnam: Unser Protectorentreffen 2018 in Münster entführte die Teilnehmer:innen auf zwei verschiedene Kontinente und gab genauso hoffnungsvolle wie manchmal bedrückende Einblicke in zwei ganz unterschiedliche Themenfelder des WWF. Der Schutz der letzten großen Wildtierbestände in Afrika und der Kampf gegen die Plastikflut in Asien haben eines gemein: Beides kann nur durch umfassendes Einbeziehen der lokalen Bevölkerung gelingen. Das wurde einmal mehr deutlich.

Das Interesse war riesig, fast 300 Protector:innen waren unserer Einladung in den Allwetterzoo Münster gefolgt. Die Arena des im Zoo befindlichen Pferdemuseums war gerade groß genug: In diesem außergewöhnlichen Ambiente hatten die Vorträge unserer WWF-Expert:innen noch einmal eine ganz besondere Wirkung.

Naturschutzarbeit in KaZa

Im südlichen Afrika, im grenzüberschreitenden Natur- und Landschaftsschutzgebiet KAZA, leben die letzten großen Löwenbestände und die größte Population Afrikanischer Elefanten. Schon die schiere Größe des Gebietes macht KAZA einzigartig: 520.000 Quadratkilometer umfassen die 21 Schutzgebiete, Nationalparks und Reservate in fünf Ländern.

Brit Reichelt-Zolho, WWF-Referentin für das südliche und östliche Afrika, berichtete von ihrer Naturschutzarbeit vor Ort und Lösungen für Mensch-Tier-Konflikte. Denn je mehr der Mensch in die Natur vordringt, desto öfter kommt es zu diesen Konflikten. Elefanten stoßen auf ihren Wanderungen auf Felder und Siedlungen, Löwen sind eine Gefahr für das Vieh. In der Not droht den Wildtieren der Abschuss. Helfen können geschützte Korridore für die Wildtiere und sichere Zäune für das Nutzvieh.

Außerdem zeigen Ökolandbauprojekte großen Erfolg, wie Brit Reichelt-Zolho anschaulich beschrieb. So erhalten Kleinbauern eine Perspektive, anstatt aus Hunger und Armut neue Waldflächen roden zu müssen.

Zwei Protector:innen berichten

Protector:innen im Allwetterzoo Münster © MünsterVIEW / WWF
Protector:innen im Allwetterzoo Münster © MünsterVIEW / WWF

Nach einer Pause und einer kleinen Stärkung ging es thematisch mit einem Rückblick auf die letzte Protectorenreise nach Vietnam, einer der Hotspots des Plastikmülls unserer Erde. Die mitgebrachten Bilder zeigten die beeindruckende Natur und Kultur genauso wie die negativen Seiten des sich schnell entwickelnden Landes – beispielsweise den stark verschmutzten Fluss Mekong. Zwölf Protector:innen waren nach Vietnam gereist. Zwei von ihnen standen nun im Pferdemuseum im Interview mit unserem Kollegen, Thomas Werner, der diese Reise begleitete, Rede und Antwort.

Während der Vorträge betreuten erfahrene Mitarbeiter:innen unserer WWF Junior-Camps die Kinder, die zu unseren Protectorentreffen in jedem Jahr ebenfalls herzlich eingeladen sind. Die jungen Teilnehmer:innen freuten sich besonders darüber, dass sie bei den Fütterungen von Kegelrobben und Pinguinen dabei sein konnten. Für das Mittagsbüfett kehrten anschließend alle zusammen im Zoo-Restaurant ein und tauschten sich beim Essen untereinander über Gehörtes und Erlebtes aus.

Der Allwetterzoo Münster machte seinem Namen glücklicherweise genauso alle Ehre wie das Münsteraner Wetter. Während Sonne und Regen sich abwechselten, als sei es April und nicht Ende September, konnten wir trockenen Fußes die Highlights des Zoos erleben. Fachkundige Führungen durch Zoo und Pferdemuseum rundeten das Vortragsprogramm ab und machten unseren Tag in Münster zu einer schönen Veranstaltung, an die wir uns gerne erinnern.

Kontaktieren Sie mich gerne

Nina Dohm

Privates Engagement, Schwerpunkt Global Protector, Living Planet Club und Geldauflagen