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Klimakrise?Noch können wir sie aufhalten!

20 Grad Celsius im November, monatelange Hitze und Dürre in Deutschland – die Klimakrise (häufig auch freundlicher Klimawandel genannt) ist nun endgültig auch bei uns angekommen. Aber was heißt das eigentlich und ist diese Entwicklung noch zu stoppen?  

Fakt ist, dass die Wissenschaft schon seit Jahrzehnten vor gefährlichen Klimaauswirkungen warnt. Fakt ist aber auch, dass z.B. in Deutschland bereits seit Jahren Stillstand in Sachen Klimapolitik herrscht…

Als 2015 bei der Klimakonferenz COP21 in Paris das weltweite Klimaabkommen beschlossen wurde, waren Jubel und Hoffnung groß. Auch Deutschland bekannte sich laut dazu, seine Klimaziele zu erreichen. Und es gab einen klaren Auftrag an den Weltklimarat IPCC: In einem Sonderbericht sollte er bis 2018 beschreiben, welche Folgen eine durchschnittliche

Erderhitzung von 1,5 Grad im Vergleich zu 2 Grad Celsius haben würde. Dieser Bericht wurde im Oktober vorgelegt und er muss für uns alle ein Weckruf sein. Schon die derzeit durchschnittliche Erderhitzung um ca. 1 Grad Celsius bringt spür- und messbare Klimaauswirkungen mit sich. Der Bericht macht klar, dass jedes Zehntelgrad zählt!

 

 

Daher müssen alle Bemühungen dahin gehen, den Temperaturanstieg auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen. Die gute Nachricht: es ist noch möglich! Aber dafür muss jetzt schnell und effektiv gehandelt, die Emissionen weltweit bis 2050 auf Netto-Null gesenkt werden. Lange galt Deutschland als Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Doch schon seit Jahren fehlt anscheinend der Mut, diese Rolle weiterhin auszufüllen und zu zeigen, dass die Energiewende auch in einem reichen Industriestaat möglich ist.

Hierzulande sind die Treibhausgasemissionen seit 2009 nicht gesunken. Die Bundesregierung hat das nationale Minderungsziel von -40 Prozent (auf Basis 1990) bis 2020 bereits aufgegeben und läuft Gefahr, durch Verschleppung von Entscheidungen auch weitere Ziele zu verfehlen. Daher fordern wir von der Bundesregierung eine deutliche Reaktion auf die Erkenntnisse des IPCC-Berichts – die Lösungen liegen schließlich auf der Hand. Mehr zum IPCC-Bericht erfährst du hier.

Stopp die Erderhitzung © James Jordan Photography / Getty Images
Stopp die Erderhitzung © James Jordan Photography / Getty Images

Der WWF ist weltweit aktiv gegen den Klimawandel

Wenn wir den Anstieg des Meeresspiegels, die Übersäuerung der Meere, Extremwetter, Massen-Artensterben, die Bedrohung ganzer Ökosysteme und die Vernichtung der Lebensgrundlage von Millionen von Menschen abwenden möchten, müssen wir uns jetzt für eine 100 Prozent erneuerbare und faire Energiezukunft entscheiden und die Ökosysteme dieser Welt schützen.

 

Der WWF macht sich auf globaler und nationaler Ebene dafür stark, schmutzige Energieträger wie Kohle und Öl durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen – so setzen wir uns aktiv für einen sozialverträglichen und verbindlichen Kohleausstieg in Deutschland bis spätestens 2035 ein. Außerdem steht der Kampf gegen die Klimakrise im Zentrum unserer internationalen Projektarbeit: Zum Beispiel im Amazonas, in der Russischen Arktis oder in Indonesien, wo wir in Regenwäldern Schutzgebiete ausweisen, gemeinsam mit Polar-Biologen für die Rettung der Eisbären kämpfen oder uns gegen die Abholzung von Tropenwäldern stellen.