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Allgemein

Mit Naturschutz schaffen wir's

 
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Mit Naturschutz schaffen wir's Für Schutzgebiete spenden! Für unseren Ressourcenhunger müssen natürliche Lebensräume weichen und unzählige Tier- und Pflanzenarten werden massiv übernutzt. 75 Prozent der Lebensräume an Land, 40 Prozent der Meereshabitate und die Hälfte der Flüsse sind tiefgreifend verändert. Konsequenzen daraus sind ein Rückgang der Arten und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren. Unser Ziel ist es, diese Entwicklungen zu stoppen und so schnell wie möglich umzukehren: wir schützen natürliche Lebensräume sowie die Arten, die darin leben und schaffen Grundlagen für eine friedliche Koexistenz zwischen der lokalen Bevölkerung und Wildtieren. Ein Beispiel dafür sind die Anstrengungen des WWF im Osten Afrikas. Durch das Projekt Unganisha soll ein Netz aus Schutzgebieten und nachhaltig genutzten Landstrichen die Naturschätze dort langfristig sichern . Mach mit und spende für das Unganisha-Schutzgebiet! Gemeinsam wirksam für den Schutz der Natur Um die Zerstörung der Natur aufzuhalten, braucht es die Zusammenarbeit von Gesellschaft, Unternehmen und Politik . Seit mehr als sechs Jahrzehnten beweist der WWF durch ganzheitliche Projektarbeit, dass dies der einzig erfolgreiche Weg für ein Leben im Einklang mit der Natur ist. Die Bildung von Jung und Alt sowie deren Begeisterung für den Schutz der Natur ist dabei ein weiterer wichtiger Baustein. Mit Hilfe politischer Kampagnenarbeit werden immer wieder zahlreiche Menschen mobilisiert und somit Einfluss auf politische Entscheidungsträger:innen genommen. Darüber hinaus ist die Beratung von Unternehmen eine essenzielle Säule der WWF-Arbeit und trägt gezielt zu einer nachhaltigeren Wirtschaft bei. All diese WWF-Aktivitäten verfolgen dabei ein gemeinsames Ziel: Naturschutz vor Ort weltweit voranzutreiben. Gemeinsam für den Schutz der Natur im Osten Afrikas Savanne, die in Nutzfläche umgewandelt wurde © Daniel Crous / WWF Moderner Naturschutz ist mehr als reiner Arten- oder Flächenschutz. Notwendig ist eine ganzheitliche Herangehensweise, die die Bedürfnisse Aller respektiert, Menschenrechte achtet und Lösungen und Kompromisse erarbeitet. Im Zusammenspiel sind sie Bausteine für eine erfolgreiche Arbeit. „Unganisha“ ist der Titel des grenzüberschreitenden Projektes. Der Name ist Programm, denn er bedeutet so viel wie „Gemeinsam“. Naturschützer:innen, Regierungen und die Bewohner:innen der Region ziehen in dem riesigen Gebiet zwischen dem Victoriasee im Westen und dem Indischen Ozean im Osten an einem Strang. Unganisha ist ein riesiges Mosaik aus Savannen, Feuchtgebieten, Wäldern und Gebirgen. Hier liegen acht staatliche Schutzgebiete wie die Serengeti und der Kilimandscharo und 43 private Gemeindeschutzgebiete. Gemeindeschutzgebiete sind Schutzgebiete unter Gemeindeverwaltung. Eines davon ist das über 10.000 Hektar große Siana-Gemeindeschutzgebiet in Kenia, das der WWF angestoßen hat. Das Land gehört überwiegend Kleinbauer:innen, die sich zusammengeschlossen haben. Ihre Flächen haben sich in wenigen Jahren von einem degradierten Weideland zu einem wertvollen Lebensraum und einem Hot Spot der Wildtiervielfalt entwickelt. Das macht die Gegend attraktiv für Reisende und die Menschen vor Ort profitieren durch ein dauerhaftes Einkommen aus Pachtverträgen und von Arbeitsplätzen im langsam entstehenden Tourismus. Bleib auf dem Laufenden! Du möchtest auch zukünftig über die Naturschutzprojekte, Unternehmensarbeit, Bildungsangebote und politischen Kampagnen des WWF informiert werden? Dann abonniere jetzt unseren regelmäßigen Newsletter! So hilft der WWF vor Ort In Unganisha hilft der WWF unter anderem bei der Aufforstung von abgeholzten Wäldern und Savannen . Lebensraum, der nicht nur Nahrung und Zuflucht für viele Tiere bietet, sondern zugleich entscheidend für den Wasserhaushalt in der überwiegend trockenen Region ist. In Zeiten der Klimakrise ist Wasser ein immer kostbareres Gut, um das Menschen und Wildtiere immer öfter konkurrieren. Der Bau von Brunnen und Wasserstellen ist eine Maßnahme, um Menschen und Tieren zu helfen. Die Verbesserung der Lebensbedingungen zum Beispiel über eine gute Gesundheitsversorgung der Menschen vor Ort zahlt indirekt auf den Schutz der Natur ein. Denn wer keine Perspektive für sich und seine Familie sieht, wird sich kaum für den Schutz der Natur begeistern lassen. Im Siana-Schutzgebiet unterstützt der WWF außerdem beim Schließen von Finanzierungslücken , die durch die Corona-Pandemie entstanden sind und hilft alternative umweltfreundliche Einkommensquellen zu schaffen. Mit deiner Unterstützung können wir uns diesen Aufgaben auch in Zukunft stellen. Für Unganisha spenden Jetzt teilen und andere zum Mitmachen bewegen! Teilen auf Facebook Teilen auf Bluesky Teilen auf Pinterest Teilen auf Whatsapp

zuletzt aktualisiert: 09.10.2023

Pressemitteilung

PPWR: Auf dem Holzweg

 
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  • PPWR: Auf dem Holzweg

PPWR: Auf dem Holzweg Falsche Weichenstellung bei EU- Verpackungsverordnung treibt Abholzung und Anwachsen der Abfallberge Im Vorfeld der morgigen Diskussion des EU-Parlaments zur EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) weist der WWF auf den massiven Trend hin zu Papierverpackungen als vermeintlich umweltfreundlichere Alternative, der sich auch im aktuellen Entwurf widerspiegelt. Die Umstellung von Kunststoffverpackungen auf Papierverpackungen müsse zugunsten von grundsätzlicher Vermeidung und Mehrwegsystemen gestoppt werden. „Wir kommen mit einer unbequemen Wahrheit: Papier ist nicht zwingend ökologisch vorteilhafter als andere Materialien. Ein einfacher Austausch reicht nicht aus, um den dramatischen Anstieg des Verpackungsmülls zu bekämpfen. Vermeidung und optimierte Mehrwegsysteme sind die effizientesten Lösungen zur Reduktion der Verpackungsabfallmengen. Die Herstellung von Papier geht mit einem hohen Energie-, Chemikalien und Wasserverbrauch einher. Sie verbraucht viel Gas, rund die Hälfte der Energie stammt aus nachwachsenden Rohstoffen, also der Verbrennung von Holzbestandteilen, was schlecht ist für das Klima. Zudem sind Papierverpackungen deutlich schwerer – eine Umstellung würde die Abfallmengen weiter erhöhen. Es steht schlicht weg nicht genügend Wald zur Verfügung, um eine massive Nachfragesteigerung zu bedienen. Steigt die Waldübernutzung weiter an, können Klima- und Artenschutzziele nicht erreicht werden. Davor darf man in dieser Debatte die Augen nicht verschließen!“, sagt Johannes Zahnen, Wald- und Papierexperte beim WWF Deutschland. Papierverpackungen bestehen zunehmend nicht nur aus reinem Papier oder Karton, sondern aus einem Verbund mit anderen Materialien. Dieser Papierverbunden ist in der Regel schlechter recycelbar und zudem ist dann nur der Holzfaseranteil recyclingfähig, für den Kunststoffanteil bleibt oftmals nur die thermische Verwertung. Verschmutzungen verhindern zusätzlich das Recyceln von Papierverpackungen. Diese Punkte müssen auch bei den Verhandlungen zur neuen EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle berücksichtigt werden. Der WWF fordert die Mitglieder des europäischen Parlaments auf, sich bei der kommenden Plenarabstimmung gegen eine Sonderstellung von Papierverpackungen einzusetzen. Vielmehr braucht es materialübergreifende Reduktionsziele, um ungewollte Substitutionseffekte zu vermeiden und ambitionierte Mehrwegquoten. Die Streichung der Mehrwegquoten im Take-Away Bereich war bereits eine schlimme Fehlentscheidung, ein weiteres Aufweichen darf es nicht geben. Obwohl die Recyclingquoten in der EU gestiegen sind, nimmt das Abfallaufkommen mit einem Anstieg von mehr als 20 Prozent in den letzten zehn Jahren, insbesondere bei Einwegverpackungen, schneller zu als das tatsächliche Recycling. So landen im Jahr 2021 in der EU 188,7 Kilogramm Verpackungsabfall pro Einwohner im Müll, in Deutschland liegt der Wert bei 237 Kilogramm. Dabei entfallen europaweit gut 40 Prozent des Verpackungsabfalls auf Pappe und Papier sowie 19 Prozent auf Kunststoff. Dabei ist der Onlinehandel einer der Treiber. So hat laut Umweltbundesamt der Verbrauch von Papierverpackungen im Distanzhandel von 1996 bis 2017 um 607 Prozent zugenommen. Mit der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle will die EU-Kommission als Teil des Green Deal dazu beitragen, den Verpackungsmüll zu vermindern. Ziel der für alle Mitgliedstaaten gültigen Verordnung ist es, die negativen Auswirkungen von Verpackungen auf die Umwelt zu minimieren, indem die Hersteller zur Verantwortung gezogen werden. Außerdem soll sie die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft fördern. Hintergrund Die WWF Studie „Alles aus Holz“ zeigt, dass es bereits heute weder in Deutschland noch weltweit genügend Holz gibt, um die Nachfrage nachhaltig zu decken. Kontakt Sylvia Ratzlaff Pressesprecherin für die Partnerschaft EDEKA Verbund / Berlin E-Mail Tel: 030311777458 @RatzlaffWWF auf Twitter Teilen Sie die News Teilen auf Facebook Teilen auf Bluesky Teilen auf Whatsapp

zuletzt aktualisiert: 20.11.2023

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WWF fischt nach Geisternetzen

 
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  • WWF fischt nach Geisternetzen

WWF fischt nach Geisternetzen Bergungsarbeiten von herrenlosem Fischereigerät in der Ostsee erfolgreich gestartet Geborgenes Geisternetz © Britta König / WWF Sassnitz/Hamburg: Erfolgreicher Start für die Jagd nach Geisternetzen: Ein großes Schleppnetz und Stellnetzreste mit einem Gewicht von etwa 1,5 Tonnen hat der WWF bei ersten Bergungsausfahrten vor Rügen vom Grund der Ostsee geholt. In Zusammenarbeit mit einem Fischer wird erstmals ein speziell konstruierte „Netzharke“ eingesetzt, mit der auf dem Meeresgrund liegende Netze erfasst und an Bord des Fischerboots gehievt werden. „So lassen sich die Areale, in denen vermehrt mit verlorenen Netzen zu rechnen ist, großflächig absuchen und gefundenes Fischereigerät gleich entfernen. Die Netzharke ist dabei deutlich kleiner und verträglicher als gebräuchliche Grundschleppnetze und wird derzeit in Schleppnetzgebieten getestet“, erläutert Philipp Kanstinger, WWF-Meeresschutzexperte. Grundsätzlich einsetzbar ist die Methode dort, wo nicht mit denkmalgeschützten Schiffswracks oder Munitionsaltlasten zu rechnen ist. Die während der Such-und Bergungsfahrten gewonnenen Daten dienen auch als Grundlage für eine ostseeweite Karte von Verdachtsflächen für Geisternetze. Der WWF fordert eine praktische Umsetzung der Meldepflicht aus der EU Fischereikontroll-Verordnung in Deutschland. „Wir müssen es schaffen, dass die Meldung von Netzverlusten nicht zu Angst vor Strafen bei den Fischern führt und dass wir eine verlässliche Grundlage für Netzsuche, Bergung und Vermeidung der Netzverluste bekommen. Dazu brauchen wir die Fischer und auch die Behörden.“ sagt Kanstinger. Darüber hinaus müssen zügig Methoden zum Markieren und Auffinden von Netzen entwickelt und umgesetzt werden. Das Bergungsprojekt profitiert stark von den Erfahrungen der Fischer. Der am Projekt beteiligte Fischer Karl-Heinz Neumann wird während der fischereifreien Zeit weiter nach Netzen fischen und kann dabei auf langjährige Erfahrung zurückgreifen: „Keinem Fischer geht sein Arbeitsgerät ohne Grund verloren. Aber wenn Hindernisse am Boden einem das Netz zerhacken, meidet man solche Stellen in Zukunft. Wir wissen also, wo wir suchen müssen“, so Neumann. Im Juli werden die Bergungsfahrten des Projekts vor Usedom fortgesetzt. Allein in der Ostsee gehen jährlich etwa 10.000 Netze oder Netzteile verloren. Etwa ein Zehntel des weltweiten Kunststoffmülls im Ozean besteht aus Geisternetzen. Bis zur vollständigen Zersetzung der Kunststoffe können bis zu 400 Jahre vergehen. Die Bilder dürfen ausschließlich im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung und mit inhaltlichen Bezügen zum WWF verwendet werden. Mit der Veröffentlichung stimmen Sie automatisch unseren <link internal-link internal link in current>Nutzungsbedingungen zu. Kontakt WWF Presse-Team E-Mail

zuletzt aktualisiert: 14.07.2016

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EDEKA und WWF: Ökologischen Fußabdruck reduzieren

 
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EDEKA und WWF: Ökologischen Fußabdruck reduzieren WWF und EDEKA veröffentlichen sechsten Fortschrittsbericht der gemeinsamen „Partnerschaft für Nachhaltigkeit“/Zielsetzungen betreffen EDEKA-Eigenmarkensortiment mit 4.000 Artikeln/Partner leisten Pionierarbeit und entwickeln Nachhaltigkeitsstandard © Edeka/WWF WWF und EDEKA haben den Online-Fortschritts­bericht 2018 ihrer Partnerschaft für Nachhaltigkeit veröffentlicht. Mit dem Bericht dokumentieren sie ihr Engagement, den ökologischen Fußabdruck des Lebens­mitteleinzelhändlers deutlich zu verringern. Im Zentrum stehen die rund 4.000 EDEKA Eigenmarkenartikel, die entlang von acht Themenfeldern – von Fisch über Klima und Süßwasser bis Verpackung – stetig überarbeitet werden. Bereits seit 2009 besteht die Zusammenarbeit zwischen EDEKA und WWF, die derzeit ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Um die gemeinsame Arbeit transparent zu machen, erscheint seit 2013 jährlich ein Fortschrittsbericht, nachdem die Partnerschaft rund um Fisch und Meeresfrüchte ab 2012 um weitere Themen erweitert worden war. „Durch die Zusammen­arbeit mit dem WWF übernimmt EDEKA schon seit 10 Jahren für unsere Kunden sichtbar Verantwortung. In Tiefe und Umfang ist diese Partnerschaft weltweit einzigartig. Gerade auch durch die zunehmende Bedeutung des Themas für die Verbraucher ist es uns gelungen, vielfach neue Standards zu setzen“, sagt Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG anlässlich der Veröffentlichung des Berichts. „Die Partnerschaft hilft uns, die weltweiten Naturschutzziele des WWF zu erreichen. Nehmen wir Palmöl, das heute in jedem zweiten Supermarktprodukt steckt: Wir haben EDEKAs Bedarf auf zertifizierte Quellen umgestellt, damit für den Anbau kein weiterer Regenwald gerodet wird“, erläutert Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF. Der Fortschrittsbericht 2018 zeigt, dass die Beschaffungsprozesse des Eigenmarken­sortiments tiefgehend verändert wurden. Dabei setzen die Partner einerseits auf den kontinuierlichen Ausbau von Zertifizierungen: Stand 30. Juni 2018 stammten nahezu 100 Prozent des Palmöls, 95 Prozent der Papp- und Papierverpackungen und 81 Prozent der Fisch und Meeresfrüchte von EDEKA-Eigenmarkenprodukten aus nachhaltigen Quellen. Andererseits betreten die Partner häufiger Neuland, da bei anderen Themen noch keine Standards existieren: Bei Verpackungen hat EDEKA die Mehrwegdose für die Frischetheke in einem Pilotprojekt eingeführt. Im Bereich Süßwasser erarbeitete der WWF das EDEKA Wasserrisiko-Tool, um Obst- und Gemüse-Lieferanten aus Regionen mit Wasserproblemen zu ermitteln. Mit ihnen werden Lösungen gefunden, um den Wasserverbrauch zu verringern und nachhaltiger zu gestalten. Dazu setzen die Partner den jungen Standard der Alliance for Water Stewardship (AWS) ein, der eine nachhaltigere Wassernutzung im gesamten Flussgebiet statt auf Farm­ebene anstrebt. Auch beim Klimaschutz blicken EDEKA und WWF über den Tellerrand hinaus. So strebt EDEKA neben dem eigenen Treibhausgasminderungsziel auch eins für die vor- und nach­gelagerte Lieferkette an. Denn mehr als drei Viertel der Treibhausgasemissionen im Lebens­mitteleinzelhandel entstehen während Anbau, Produktion, Lieferung und Entsorgung der Produkte. Herausfordernd ist das Thema Soja. Hier will EDEKA die Fütterung von Nutztieren umstellen – weg von Soja aus Monokulturen in Übersee hin zu heimischen Futtermitteln wie Lupinen, Erbsen und Ackerbohnen. Erste Erfolge zeigen sich auf regionaler Ebene. So hat EDEKA Südwest die Fütterung für Schweinefleisch ihrer Marke Hofglück umgestellt. Die Arbeit zum Thema Beschaffungsmanagement kritischer Agrarrohstoffe ist das jüngste Themenfeld und startete 2018. Erstes Ergebnis sind 32 Beschaffungssteckbriefe zum Einkauf von nachhaltigerem Obst und Gemüse. Neben der Arbeit an den rund 4.000 Eigenmarken umfasst die Partnerschaft von WWF und EDEKA auch gemeinsame Projekte, um den Anbau von Lebensmitteln, etwa Orangen oder Bananen, umweltverträglicher zu machen und sich für den Artenschutz in der deutschen Landwirtschaft einzusetzen. Der Konsum von nachhaltigeren Alternativen aus dem EDEKA Eigenmarkensortiment wird durch das Panda-Logo angeregt. Derzeit tragen mehr als 300 Produkte zusätzlich zu anerkannten Umweltsiegeln auch den WWF-Panda. Der Fortschrittsbericht zeigt zu jedem der acht Themenfelder kurz und übersichtlich Ziel und Stand der Zielerreichung auf. Die Ziele der Partnerschaft sind auf mehrere Jahre angelegt und werden regelmäßig überprüft und wo nötig vertieft, verschärft und ausgebaut. Zentrale Daten des Berichts sind KPMG-geprüft. Der Fortschrittsbericht steht auf folgenden Seiten zum Download zur Verfügung: www.edeka-verbund.de/wwf https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fortschrittsbericht-2018-WWF-EDEKA.pdf.pdf Kontakt WWF Presse-Team E-Mail

zuletzt aktualisiert: 24.04.2019

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Ein Ziel für die Zwanzig

 
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Ein Ziel für die Zwanzig Zum G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg fordert der WWF ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz Die G20 müssen ihrer Verantwortung gerecht werden © G20 Protestwelle Die G20 haben gegenüber der Weltgemeinschaft eine Verantwortung, der sie auf dem Treffen in Hamburg gerecht werden müssen. „Wir kämpfen weltweit an mehreren Fronten, um unsere Lebensgrundlagen zu schützen. Die G20-Mitglieder sind nicht nur die führenden Wirtschaftsmächte, sondern auch die größten Umweltsünder. Mit ihrem Gewicht können und müssen sie die Waagschale zu unser aller Gunsten verschieben und uns so ein friedliches und gerechtes Miteinander auf einem gesunden Planeten ermöglichen“, sagt Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland. Dazu gehören neben konkreten Schritten für den Klimaschutz und Strategien für einen nachhaltigen Finanzmarkt auch ein schlagkräftiger Aktionsplan gegen die Vermüllung der Meere und die konsequente Bekämpfung des milliardenschweren illegalen Wildartenhandels. „Es ist höchste Zeit, dass die G20 begreifen: Unser wirtschaftlicher Wohlstand hängt unmittelbar vom Wohlergehen unserer Umwelt ab. Verpesten wir mit Kohlekraftwerken weiter unsere Luft, befeuern die Klimakrise und vermüllen unsere Meere, ist kein Land gefeit vor den extremen Folgen dieser ungeheuren Fahrlässigkeit. Da hilft ganz sicher auch kein Protektionismus“, so Brandes weiter. „Wenn die Administrationen einzelner Länder vor den Problemen lieber die Augen verschließen, müssen die anderen diese umso entschlossener angehen.“ Das gilt insbesondere für Deutschland. „Für seine G20-Präsidentschaft hat Deutschland sowohl das Pariser Klimaabkommen als auch die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) als Rahmen definiert. Das darf kein leeres Versprechen bleiben. Die Kanzlerin muss sich in Hamburg nicht nur mit ganzer Kraft für ein gemeinsames Bekenntnis zum Klimaschutz einsetzen, sondern auch zuhause liefern, was sie international vertritt. Der CO2-Ausstoß Deutschlands ist seit 2009 nicht mehr gesunken. Um die Klimaschutzziele für 2020 noch zu erreichen, muss die Bundesregierung umgehend das Ende der Kohleverstromung einleiten, die dreckigsten Meiler spätestens 2019 abschalten und den Ausbau der Erneuerbaren forcieren.“ Kontakt WWF Presse-Team E-Mail

zuletzt aktualisiert: 06.07.2017

Allgemein

So überstehen Tiere, Umwelt und Menschen die Hitze

 
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So überstehen Tiere, Umwelt und Menschen die Hitze Entspannte Tage am Badesee, Radtouren und Wanderungen – für Tier und Umwelt oft eine Bedrohung : Mit diesen Tipps des WWF können Sie Natur und Tierwelt schützen, während Sie die Sommermonate draußen genießen. Wochenlang herrlichstes Sommerwetter, kein Regen und dafür Sonne satt: Was wir Menschen uns für die Ferien wünschen, ist für die Natur schwierig bis schädlich. Böden trocknen aus, der in vielen Regionen ohnehin schon niedrige Grundwasserspiegel sinkt weiter. Da fehlt nur noch eine Unachtsamkeit , etwa eine im Wald liegen gelassene Glasscherbe oder eine aus dem Auto geworfene Zigarettenkippe, und womöglich hat ein Mensch einen weiteren Waldbrand ausgelöst . Die meisten Waldbrände werden durch Menschen verursacht Waldbrand in Gösselsdorf, Thueringen © IMAGO / Funke Foto Services Über 1.000 Mal brennt es durchschnittlich jedes Jahr in deutschen Wäldern , dabei werden rund 844 Hektar Vegetation und Lebensraum für Wildtiere vernichtet und 73.800 Tonnen CO2 in die Atmosphäre gequalmt. Das Schlimmste daran ist jedoch, dass nur etwa vier Prozent dieser Brände natürlichen Ursprungs sind, also etwa durch Gewitter mit Blitzeinschlag verursacht werden. Für alle anderen sind wir Menschen verantwortlich: Nahezu ein Viertel der Feuer im Wald entsteht durch reine Fahrlässigkeit , vor allem von Waldbesucher:innen und Camper:innen. Sommer ohne Flamme: Brandschutzregeln beachten Die meisten Waldbrände lassen sich leicht vermeiden, wenn wir uns achtsamer durch den Wald bewegen. Zum richtigen Verhalten im Wald gehört: Unbedingt die Waldbrandstufe überprüfen , bevor ein Lagerfeuer oder auch der Grill entzündet wird oder man beim Camping den Gaskocher mit offener Flamme nutzt. Selbst wenn es kurz zuvor geregnet hat, können Böden und Holz im Wald noch trocken sein , sodass die Waldbrandgefahr weiterhin hoch ist. Das gilt insbesondere für Nadelwälder, denn die harzreichen Nadelbäume sind leicht entflammbar und durch etwas Wind kann sich auch ein kleines Feuer schnell ausbreiten. Den tagesaktuellen Waldbrand-Gefahrenindex findet man online beim regionalen Forstamt. Unterschätzte Feuergefahr Ungesichertes Lagerfeuer im Wald © GettyImages Grundsätzlich sollte man nur auf feuerfestem Untergrund kochen oder grillen (z.B. Sand, Kies, Steinplatte) und die Feuerquelle nie unbeaufsichtigt lassen . Zusätzlich stets einen Feuerlöscher oder Eimer mit Wasser in Reichweite haben. Im Notfall sofort die 112 anrufen. Wer mit dem Auto in die Natur fährt, sollte es nicht auf trockenem Gras oder Laub abstellen. Eine Gefahr, die viele nicht auf dem Schirm haben: Der heiße Katalysator oder Auspuff kann ein Feuer auslösen. Müll vermeiden beim Sommerausflug in die Natur Müll an einem Rastplatz am See © GettyImages In den Sommermonaten steigt mit der Zahl der Ausflügler auch regelmäßig die Menge an Müll in der Natur – sei es aus Bequemlichkeit, Unachtsamkeit oder Vergesslichkeit. Doch niemand möchte selbst einen zugemüllten Platz vorfinden. Und erst recht sollte der Lebensraum von Wildtieren nicht mutwillig zerstört und die Tiere Verletzungsgefahren ausgesetzt werden. Es sollte daher selbstverständlich sein, dass man keinen Müll in der Natur zurücklässt . Wenn man sich nicht sicher ist, ob es am geplanten Ausflugsziel öffentliche Mülleimer gibt, sollte man eine Mülltüte mitnehmen , um Verpackungen, Essensreste und andere Abfälle anschließend bequem wieder einpacken und zuhause entsorgen zu können. Noch besser ist es, Müll von Anfang an zu vermeiden – indem man beispielsweise Mehrwegverpackungen statt Einweggeschirr oder Wachstücher statt Frischhaltefolie nutzt. Nutzt man Mülleimer in der Natur , etwa an der Badestelle oder dem Wanderparkplatz, dann unbedingt darauf achten, dass die weggeworfenen Reste nicht herausfallen und durch Wind in der Umgebung verteilt werden. Wildtiere schützen: Lärm vermeiden Kohlmeise an der Vogeltränke © Pixabay Auch Lärm ist eine Form von Müll und Umweltbelastung – sei es die aufgedrehte Musikbox am Badesee, Motorengeräusche oder auch lautstarke Unterhaltungen beim Campen und Wandern. Sind wir Menschen zu laut, so stört das die Tierwelt und sogar Pflanzen können durch Lärm indirekt beeinflusst werden. Wer sich durch die Natur bewegt, ob beim Wandern, Radfahren oder beim Campen, sollte auf Naturschutz- und Brutgebiete achten und Hunde in solchen Gebieten unbedingt an die Leine nehmen. Umweltfreundlicher Sonnen- und Mückenschutz Kind beim Eincremen mit Sonnencreme © Richard Stonehouse / WWF Sonnenschutz gehört untrennbar zu Sommer und Urlaub – doch die schillernden Pfützen abgespülter Creme auf dem Wasser, beeinträchtigen das Ökosystem des Badesees oder Meeres. Vor allem in Sonnencremes enthaltenes Octocrylen ist gefährlich für See- und Meeresbewohner. Die beste Wahl ist hier Naturkosmetik , welche auf mineralische UV-Filter setzt. Auch beim Mückenschutz sind natürliche Produkte auf Basis ätherischer Öle wie etwa Citronella, Teebaum oder Lavendel am besten – sowohl für die eigene Haut als auch für die Umwelt. Wer auf dem Balkon oder der Terrasse Duftgeranien (Pelargonien) und Kräuter wie Minze, Eukalyptus, Zitronenmelisse, Thymian, Basilikum, Rosmarin und Lavendel pflanzt, schreckt Stechmücken ab , ohne die Chemiekeule zünden zu müssen. Wasser für Tiere und Pflanzen Vögel nehmen ein Bad in einer Trinkschale © GettyImages Und nicht vergessen: Im Sommer haben auch Vögel und Insekten mehr Durst und freuen sich über eine Schale mit Wasser auf dem Balkon oder im Garten. Auch Stadtbäume haben es im Sommer aufgrund gesunkener Grundwasserspiegel vielerorts schwer. An heißen Tagen lässt sich regelrecht beobachten, wie ihre Zweige und Blätter schlaff herunterhängen. Ein bis zwei Eimer Wasser , die morgens oder am Abend (nicht während der Hitze tagsüber!) auf die Baumscheibe gegossen werden , helfen den Straßenbäumen über den Sommer. Damit sie unsere Städte auch morgen noch kühl(er) halten und uns saubere Luft schenken können! Tiere in der Hitze: Schwitzen, hecheln und was sonst? Schwitzen wie ein Schwein? Dieser Vergleich hinkt. Egal, ob Wildschwein oder Hausschwein: Schweine können nicht stark schwitzen. Den Tieren stehen in der Hitze höchstens ein paar Schweißperlen auf der Nase. Die einzigen Schweißdrüsen der Schweine sitzen im Bereich um die Nasenlöcher auf der Rüsselscheibe. Statt extra viel zu trinken, suhlen sich Schweine an heißen Tagen lieber in Schlammbädern , bleiben gern im Schatten. Und gehen erst in der Nacht raus, wenn es kühler ist. Können Rehe schwitzen? Rehe schwitzen nicht, sie besitzen gar keine Schweißdrüsen. Den Tieren sorgen in der Hitze saftige Pflanzen, Tau und Wasserquellen für Erfrischung. Rehe genau wie Rothirsche gehen auch gerne baden. Die pralle Sonne vermeiden sie. Schnabel auf: Vögel schwitzen nicht Vielleicht haben Sie im Sommer schon mal Amseln mit weit geöffnetem Schnabel im Garten sitzen sehen. Vögel machen es nämlich ganz ähnlich wie Hunde. Sie hecheln, um sich abzukühlen . Schwitzen können Vögel nicht. Die Tiere verdunsten bei Hitze viel Flüssigkeit über die Atmung. Zwar haben die Vögel bei uns meist keine Not, bis zur nächsten Wasserstelle zu fliegen. Trotzdem kann man ihnen helfen: Eine flache Schale taugt prima als Vogeltränke und Bademöglichkeit. Wichtig ist, das Wasser regelmäßig zu wechseln und die Schale sauber zu halten! Hasen: Die Tiere kühlen sich bei Hitze mit ihren Ohren Der Körper des Feldhasen nutzt statt Schweiß zur Abkühlung lieber seine langen Ohren ! Ganz ähnlich ist das übrigens bei Elefanten. Die großen Ohren werden bei Hitze stärker durchblutet und geben Körperwärme ab. Hasen in heißen Lebensräumen haben deshalb größere Ohren als in kälteren Regionen. Auch die Position ist wichtig: abstrecken bei Hitze, anlegen bei Kälte. Hasen können aber auch hecheln oder speicheln sich ein, um sich abzukühlen. Vor großer Hitze fliehen die Tiere in den Schatten; und viel Flüssigkeit nehmen sie über das Fressen von Pflanzen und Kräutern auf. Allerdings werden die Hasen seit den 1960er Jahren immer weniger. Hauptgrund ist aber nicht die Hitze, sondern die Intensivierung der Landwirtschaft. In Deutschland wird die Art daher in der Roten Liste als „gefährdet“ geführt, in einigen Bundesländern sogar als „stark gefährdet“. Maulwurf, Eichhörnchen und Co. Viele Wildtiere wie Dachse oder Füchse sind ohnehin eher abends und nachts unterwegs und verbringen den Tag in ihrem Bau. Hier unten ist es angenehm feucht-kühl. Deshalb kommt auch der Maulwurf nie ins Schwitzen. Selbst im Hochsommer trinkt er kaum und holt sich die meiste Flüssigkeit aus seiner Nahrung, den Regenwürmern. Eichhörnchen ziehen sich bei großer Hitze in ihre Kugelnester, die sogenannten Kobel in luftiger Höhe zurück. Schwitzen können Eichhörnchen übrigens nur an den Füßen — eine sehr kleine Fläche zum Hitzeausgleich. Gerade in der Stadt freuen sie sich im Sommer über flache, ebenerdige Wasserstellen, die sie gemeinsam mit Vögeln und Igeln nutzen können. Eine Gefahr für durstige Eichhörnchen sind aber zum Beispiel offene Regentonnen. Hier sollten Sie einen Ast hineinstellen, an dem die Tiere wieder herausklettern können, um nicht zu ertrinken. Katzen und Hunde Ganz abgesehen von den Wildtieren: Wie sieht es bei unseren Haustieren in der Hitze aus? Können unsere Katzen schwitzen? Ja, aber das hilft nicht gegen Hitze. Katzen haben nur wenige Schweißdrüsen , hauptsächlich zwischen ihren Pfotenballen und Zehen . Vielleicht haben Sie schon einmal die Abdrücke von Katzen-„Käsefüßen“ gesehen. Doch dieser Schweiß dient nicht der Wärmeregulierung. Vielmehr setzen Katzen damit Duftmarken beim Kratzen. Katzen empfinden Hitze sehr unterschiedlich. Manche legen sich gerne in die Sonne, andere suchen verzweifelt Schatten. In jedem Fall sollte man ihnen ein schattiges Plätzchen anbieten. Und Katzen brauchen bei Hitze genau wie wir viel Flüssigkeit. Hunde können nicht schwitzen. Die Tiere hecheln zum Wärmeausgleich. Nur wenige Hunde mögen Hitze. Für Abkühlung sorgt ein kühles Bad. Bei langhaarigen Hunden außerdem regelmäßiges Bürsten oder sogar das Scheren im Sommer. Hunde müssen bei Hitze regelmäßig viel frisches Wasser trinken, halten es zwischendurch genau wie wir Menschen aber auch einmal ein paar Stunden ohne Wasser aus. Unterstützen Sie die Arbeit des WWF für ein nachhaltigeres Leben Tipps für den Alltag Die Natur zu schonen und sich umweltbewusst zu verhalten ist gar nicht schwer. Mit diesen einfachen Tipps bringen Sie den Umweltschutz in Ihren Alltag. Ein Überblick Die Stadt als grüne Sommeroase Wir alle sind gefragt, damit Städte auch in Zukunft lebenswerte Orte bleiben, in denen jede:r den Sommer genießen kann. Mehr Erfahren ... Tipps für heiße Sommertage: von Sonnenschutz bis Erdbeerbowle Der Sommer ist für viele die schönste Jahreszeit. Wer ein paar Dinge beachtet, kann sie ganz unbeschwert und ökologisch genießen. Die Hitze überstehen

zuletzt aktualisiert: 21.05.2026

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Tipps für einen ökologischen und nachhaltigen Herbst

 
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Alltagstipps für einen ökologischen und nachhaltigen Herbst Wenn das Laub sich bunt verfärbt, wenn die Tage dunkler und kälter werden, wenn wir wieder warme Kleidung tragen und es uns in der Wohnung gemütlich machen, dann ist der Herbst gekommen. Der WWF hat Empfehlungen, wie Sie auch diese Jahreszeit genießen können – und dabei zugleich die Umwelt und das Klima schützen. Erntedank: Lebensmittel haltbar machen Wildpflanzenrezepte © Gauthier Saillard Im Spätsommer und zum Herbstbeginn erleben wir eine Zeit der Hülle und Fülle: Die Bäume biegen sich unter der Last reifer Früchte und auf dem Wochenmarkt genießen wir die größte Auswahl an frischem Obst und Gemüse. Jetzt können Sie sich mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln eindecken und diese für die kalte Jahreszeit haltbar machen. Völlig zurecht erleben alte Techniken wie Einwecken und Einkochen, Trocknen und Fermentieren seit einigen Jahren eine Renaissance. Nutzen auch Sie die Erntezeit! Ob gedörrte Apfelringe oder Pflaumenmus, gekochtes Zucchinigemüse im Glas oder Kürbis-Chutney als Delikatesse zu Käse – es gibt viele großartige Rezepte . Der Genuss wird Ihnen im Herbst und Winter Bissen für Bissen ein Stück vom Sommer zurückbringen und nebenbei jede Menge Vitamine – ganz ohne lange Transportwege. Kohl: das saisonale Super Food Landwirt prüft den Kohl auf seinem Feld © istock / Getty Images Kohl ist DAS saisonal-regionale Lebensmittel im Herbst, und er wächst hierzulande in großer Vielfalt. Neben den wohl bekanntesten Sorten Blumenkohl und Rotkohl wird auch Weißkohl, Wirsing, Spitzkohl, Grünkohl und Kohlrabi angebaut. Kohl ist das ideale Gemüse für Eintöpfe , die in der kalten Jahreszeit besonders gut schmecken. Wer gleich einen großen Topf davon zubereitet, kann einige Portionen einfrieren oder einwecken – so wird das Kohlgericht noch nachhaltiger. Langweilig war übrigens gestern: Pikantes Curry, Cole Slaw und Grüne Smoothies sind nur drei Ideen, das an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen reiche Super-Gemüse mal anders zuzubereiten. Pilze, Esskastanien und Äpfel am Wegesrand sammeln Krause Glucke © Melissa Friebe / WWF Auch Wiesen und Wälder werden im Herbst zu üppig gefüllten Speisekammern . Nutzen Sie die noch milden, goldenen Herbsttage für einen Ausflug! An vielen Wegesrändern stehen wilde Obstbäume, deren Äpfel, Birnen, Pflaumen und Quitten gesammelt werden dürfen. Auch Weißdorn, Schlehen und Esskastanien werden im Herbst reif. Auf der Webseite mundraub.org können Früchte tragende Büsche und Bäume auf einer Karte gefunden werden. Wunderbar ist auch ein Waldspaziergang, der sich jetzt in eine Pilzwanderung verwandeln lässt. Wer sich nicht zutraut, essbare Pilze zweifelsfrei zu erkennen, kann an einer geführten Pilzwanderung teilnehmen. Esskastanien entdecken: Tipps für die Suche im Herbst So unterscheiden sich Kastanienarten Es gibt rund 20 verschiedene Kastanienarten, in Deutschland spielen jedoch im Wesentlichen zwei eine Rolle: die Edelkastanie , auch Esskastanie genannt, und die Rosskastanie . Während Esskastanien essbar und als herbstliche Delikatesse bekannt sind, eignen sich Rosskastanien zwar hervorragend zum Basteln oder zur Herstellung von Naturprodukten wie Creme oder Ökowaschmittel, sind für den Verzehr jedoch ungeeignet – sie gelten als leicht giftig und sind in jedem Fall ungenießbar. Ein häufiges Missverständnis betrifft die Maronen : Botanisch gesehen handelt es sich ebenfalls um Edelkastanien. Maronen sind lediglich eine gezüchtete Form, die meist größer ist und sich leichter schälen lässt. Im Alltag wird jedoch kaum zwischen „Maronen“ und „Esskastanien“ unterschieden – beide Begriffe meinen im Grunde dasselbe. Wie erkenne ich Esskastanien? Rosskastanien kennt ja jedes Kind. Aber auch Esskastanien sind leicht zu erkennen: Die Blätter der Rosskastanie sind fünfteilig, während die Blätter der Edelkastanie ( Castanea Sativa) einzeln an den Ästen hängen und kleine, spitze Stacheln am Rand haben. Die Kastanien selbst sind eher flach und haben an der einen Seite eine Spitze mit pinselartigem Bausch. Die Stacheln der Kastanienhülle sind auch deutlich spitzer. Daher empfiehlt es sich beim Aufmachen auf jeden Fall Handschuhe zu tragen, sonst kann es ganz schön weh tun. In der Hülle warten dann bis zu drei Kastanien . Sind Maronen gesund? Kastanien sind durchaus gesund. Sie liefern viel hochwertiges Eiweiß, Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, sowie Vitamin E, Vitamin C, fast alle B‑Vitamine und Betacarotin. Maronen sind zudem sehr kalorienreich , weswegen sie viele Tiere ja auch als Herbst- und Winterfutter schätzen. Im Vergleich zu anderen Nüssen enthalten sie aber deutlich weniger Fett. Früher galten Esskastanien nicht als Delikatesse, sondern als Arme-Leute-Essen. Dank ihres hohen Stärkeanteils von 43 Prozent waren Esskastanien in Südeuropa über Jahrhunderte ein Grundnahrungsmittel — bis sie durch die Kartoffel ersetzt wurden. Ein weiterer Vorteil: Esskastanien sind von Natur aus glutenfrei. Wo Esskastanien wachsen – und wie man sie findet In Deutschland findet man die Edelkastanie heute in lichten Laubwäldern . Die Esskastanie benötigt ein mildes Klima und fühlt sich dort ziemlich wohl, wo auch Wein angebaut wird. Also zum Beispiel in der Pfalz, an Mosel, Saar und Nahe oder in Baden-Württemberg. Sie bevorzugt vollsonnige Lagen. In Norddeutschland wird man aber eher nicht fündig — bisher. Wie bei Pilzen gilt auch hier: Sie sind begehrt. Und man muss wissen, wo man sie findet. An schönen Herbstwochenenden streifen viele durch die Wälder Süddeutschlands auf der Suche nach der Delikatesse. Wenn Du dich geschickt anstellst, verraten Einheimische vielleicht sogar die besten Plätze. Ansonsten heißt es Augen aufhalten. Wenn Du dich bei Spaziergängen aufmerksam umschaust, kannst du vielleicht einen Esskastanienbaum entdecken. Dann heißt es im Laub unter dem Baum nach den Nüssen schauen . Und wie schon erwähnt: ohne Handschuhe kann das ganz schön stachelig sein. Und was mache ich mit Maronen? Es gibt viele Arten der Zubereitung: Man kann sie natürlich Rösten , wie man es vom Weihnachtsmarkt kennt, Suppen kochen , oder Desserts kreieren. Man kann die Kastanien aber auch trocknen oder einfrieren. Lecker sind sie auf jeden Fall. Aber Vorsicht: Würmer lieben Esskastanien mindestens genauso wie wir. Meistens sieht man kleine Löcher in der Schale. Die kann man dann gleich für die Tiere liegen lassen. Weitere Möglichkeit: Die Kastanien zuhause in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser legen . Die, die an der Oberfläche schwimmen, enthalten höchstwahrscheinlich Würmer. Sonne tanken im Herbst – ganz ohne Flugreise Familie beim Spaziergang im herbstlichen Wald © iStock / GettyImages Der Herbst ist nasskalt und grau? Nicht immer! Gerade im Oktober erleben wir oft einen goldenen Herbst mit Sonne und einem wunderbaren Licht und selbst im November gibt es Tage mit blauem Himmel und Sonnenschein. Nutzen Sie die sonnigen Stunden! Machen Sie in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang , oder setzen Sie sich für zehn Minuten ans geöffnete Fenster und halten Sie das Gesicht in die Sonne. Das dadurch im Körper erzeugte Vitamin D stärkt Ihr Immunsystem und die kleine Pause hebt die Laune. Garten und Balkonpflanzen im Herbst Balkonpflanzen © ginew / iStock / Getty Images Die Saison im Garten und auf dem Balkon lässt sich leicht bis weit in den Herbst hinein verlängern. So eine grüne Oase ist nicht nur ein schöner Kontrapunkt zum manchmal doch recht trüben Herbstwetter, sie bietet auch Insekten weiterhin Nahrung. Wer im Sommer entsprechend gepflanzt hat, kann womöglich noch immer etwas ernten . Ansonsten ist jetzt die richtige Zeit, um Herbstblüher und winterfeste Sorten zu pflanzen . Und in eine warme Decke eingewickelt können Sie die wohltuenden Sonnenstrahlen sogar auf Ihrem Balkon oder im Garten genießen. Clean Up Day beim Herbstspaziergang Clean Up im Wald © GettyImages Der Sommer ist vorbei und unzählige Picknicks und Ausflüge haben leider ihre Spuren in der Natur hinterlassen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, den Müll aufzusammeln , ehe er vom fallenden Laub und später von Schnee zugedeckt wird. Wie wäre es, wenn Sie Ihrem Spaziergang durch den Stadtpark oder Wald eine nachhaltige Mission geben und eine Mülltüte mitnehmen? Es gibt sogar einen Namen für eine neue Trendsportart, die Müllsammeln und Joggen vereint: Plogging. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern „joggen" und „plocka upp" (schwedisch: aufsammeln) zusammen. Ökologische Martinsgans und vegane Alternativen Fleischlos oder traditioneller Gänsebraten – diese Entscheidung trifft jeder für sich selbst. Wer im November ein Gänseessen oder einen Thanksgiving-Truthahn genießen möchte, sollte darauf achten, dass das Geflügel ökologisch und artgerecht aufgezogen wurde, möglichst in Freilandhaltung, und dass es von einem Bauern aus der Region stammt. Es gibt aber auch Rezepte für vegane Martinsgänse, bestehend aus Seitan und Gewürzen, die als Brust und Keule oder sogar als ganze Gänse daherkommen. Mit Äpfeln und Maronen, Rotkohl und Klößen schmeckt die vegane Gans nicht nur köstlich, sie besteht sogar den Großeltern-Test. Warm anziehen mit ethischen Daunen, Merinowolle und recycelten Fasern Textilien © Pauliina Heinänen / WWF Naturmaterialien halten angenehm warm und sind bei guter Pflege sehr langlebig. Achten Sie beim Kauf auf Nachhaltigkeitssiegel wie etwa GOTS, Oekotex, Fair Wear oder EU Ecolabel. Bei mit Daunen gefütterten Produkten ist es wichtig, dass es sich um Daunen aus ethischer Gewinnung handelt – also ohne Tierqual und Lebendrupf erzeugt. Eine besonders nachhaltige vegane Alternative zu tierischen Naturprodukten sind recycelte Fasern sowie Kleidung auf Pflanzenbasis etwa aus Bambus, Hanf oder kuscheligem Tencel. Heizkosten sparen durch cleveres Heizen Heizung © zvonko1959 / iStock / Getty Images Spätestens im Oktober ist es so weit: Die Heizung wird eingeschaltet. Und jedes Grad Celsius weniger, auf das Sie Ihre Wohnung heizen , summiert sich am Ende des Winters auf mehrere hundert Euro Ersparnis. Die ideale Zimmertemperatur liegt bei etwa 20 Grad Celsius – es muss im Winter nicht T-Shirt-warm sein! Eine kuschelige Decke auf dem Sofa und Hausschuhe aus Wollwalk oder Fleece sorgen für das extra bisschen Wärme. Im Schlafzimmer ist eine Temperatur von nur 15 bis 18 Grad Celsius sogar besser für einen erholsamen Schlaf. Und wenn tagsüber niemand zuhause ist, reicht es völlig aus, währenddessen nur auf 17 bis 18 Grad Celsius zu heizen. Überprüfen Sie im Herbst auch, ob es durch die Fenster zieht. Dann sollten Sie die Fensterdichtungen erneuern oder einen Zugluftstopper vor die Ritzen legen. Weihnachtsgeschenke rechtzeitig kaufen Weihnachtsgeschenk © Suzie Hubbard / WWF-UK Was Weihnachten mit einem nachhaltigen Herbst zu tun hat? Ganz einfach: Wer sich frühzeitig über Geschenke Gedanken macht, kann Wege, die ohnehin zurückgelegt werden, für Einkäufe nutzen. Und vermeidet Last-Minute-Weihnachtsshopping , bei dem oft aus der Not heraus völlig unnötige Konsumartikel gekauft werden, die womöglich per Expresslieferung zugestellt werden müssen. Mit etwas mehr Zeit finden Sie bestimmt die schöneren Weihnachtsgeschenke und verbessern nebenbei Ihre Klimabilanz. Und das Beste: Sie werden mit einer Adventszeit belohnt, die besinnlich und stressfrei(er) ist. Erleben Sie die Natur mal anders Waldmeditation Mal keine Zeit für Draußen? Wir haben eine Waldmeditation für Sie. Klänge aus dem Schwarzwald für etwas Ruhe und Entspannung vom Alltag in den eigenen vier Wänden. Meditieren Sie mit uns... WWF-Erlebnistouren Lassen Sie uns gemeinsam aufbrechen zu wilden Flüssen und weiten Horizonten, in Urwälder von morgen, alpine Gebiete und vieles mehr. Gehen Sie mit dem WWF auf Tour... Wald für die Ohren Die WWF-Redaktion hat die besten Wald-Songs in einer Spotify-Playlist für Sie zusammengestellt: White Stripes, Nelly Furtado, The Cure und viele mehr. Hören Sie rein... Weitere Naturtipps für die Wintermonate: Lust auf ein Familien-Abenteuer? Ab in den Wald! Unterricht im Freien Weiterbilden in der WWF-Akademie Meisenknödel selbst machen

zuletzt aktualisiert: 16.02.2026

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Artenschutz: Projekte für den Erhalt der Artenvielfalt

 
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Artenschutz Der Mensch hat mit seinen Eingriffen in die natürlichen Systeme seit Langem einen massiven Abwärtstrend der Biodiversität eingeleitet, mit fatalen Folgen für den gesamten Planeten. Der WWF tut etwas dagegen. WWF-Mitglied werden, Natur schützen Das weltweite Artensterben schreitet rasant voran. Die Roten Listen verzeichnen immer neue Höchststände der Anzahl bedrohter Arten. Ökosysteme verändern sich immer schneller. Der WWF arbeitet rund um den Globus in mehr als 1.300 Projekten daran, intakte Lebensräume und wildlebende Arten zu bewahren, denn gesunde Ökosysteme und biologische Vielfalt sind unabdingbar für das Überleben der Menschheit. Was ist Artenschutz? Wisente im Nationalpark Shadag in der Kaukasus-Region © Emil Khalilov / WWF Unter Artenschutz versteht man ganz allgemein den Schutz von bedrohten Tier- und Pflanzenarten und ihren Lebensräumen mit dem Ziel, die Biodiversität unseres Planeten zu bewahren. Ein weites Feld mit vielen verschiedenen Ansatzpunkten. Artenschutz vor Ort bedeutet in erster Linie der Erhalt oder die Wiederherstellung von Lebensräumen und das Aufrechterhalten gesunder Ökosysteme . Umgesetzt wird das zum Beispiel in Form von Schutzgebieten. Wenn es nicht nur an passendem Lebensraum mangelt, sondern Tiere und Pflanzen beispielsweise durch Wilderei und Übernutzung oder invasive Arten unter Druck stehen, müssen diese Bedrohungsfaktoren gemindert werden. Zum Artenschutz gehört aber auch die Arbeit mit den Tieren direkt, wie beispielsweise bei Wiederansiedelungsprogrammen , bei der Arbeit in Auffangstationen oder bei der medizinischen Versorgung von Wildtieren. Artenschutz heißt auch Forschung - und Politik Löwenrudel an einer Wasserstelle © BrettDurrant / iStock / Getty Images Besonders wichtig bei allen Anstrengungen zum Artenschutz: Die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort . Denn nur bei gleichzeitiger Wahrung ihrer Interessen kann Artenschutz und ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Wildtieren funktionieren. Und so sind auch so grundlegende Dinge wie der Schutz von Dörfern, Feldern und des Viehs der Menschen – gerade in Ländern mit großen Wildtieren wie Löwen, Tigern oder Elefanten – wichtig für den Artenschutz. Artenschutz „auf Distanz“ bedeutet aber auch Forschung , Artenschutzprogramme in menschlicher Obhut, zum Beispiel durch Zoos und Botanische Gärten. Vor allem braucht Artenschutz aber auch beharrliche politische Arbeit . Nur so kamen Fortschritte wie das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES , das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt CBD oder das Abkommen zum Schutz der Hohen See zustande. Mit Politikarbeit müssen wir aber auch weitere Rückschritte im Natur- und Artenschutz verhindern. Essentiell für den Artenschutz ist es, im Blick zu behalten wie es den Arten auf der Welt geht. International führt die Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN mehr als 170.000 verschiedene Arten und bewertet den Grad ihrer Gefährdung. Hierzulande übernehmen diese Aufgabe die nationalen Roten Listen zu Tieren, Pflanzen und Pilzen Deutschlands. Grundvoraussetzung dafür ist umfangreiche Forschung zu den einzelnen Arten, um beispielsweise im Rahmen des Biomonitorings Bestandsabschätzungen und Verbreitungen der Tiere, Pflanzen und Pilze zu erfahren. WWF-Arbeit zum Artenschutz Schildkröte gefangen im Netz © naturepl.com / Jordi Chias / WWF Der WWF engagiert sich seit mehr als 60 Jahren für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Der WWF bereitet die Ausweisung neuer Schutzgebiete vor, hilft bei der Verwaltung von Schutzgebieten , trägt durch Wanderkorridore oder den Abbau von Zäunen zur Wiedervernetzung zerstückelter Lebensräume bei, unterstützt bei der Ausbildung und Ausrüstung von Ranger:innen , erforscht und überwacht Arten und Lebensräume mit Hilfe von Biomonitoring, schafft nachhaltige Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung, verbessert in vielen Regionen die Lebensbedingungen der Menschen und hilft, Maßnahmen für eine friedliche Koexistenz von Menschen und Wildtieren umzusetzen. Essentiell für den Artenschutz ist auch der Kampf gegen Wilderei und illegalen Artenhandel, zu dem der WWF einen maßgeblichen Beitrag leistet. Unser Einsatz gegen die Verschmutzung der Meere sowie die Überfischung und die Vermeidung von Beifang trägt zum Arterhalt der marinen Vielfalt bei. Die Mission des WWF: Wir wollen die weltweite Zerstörung der Natur und Umwelt stoppen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. So können Sie den WWF beim Artenschutz unterstützen: Weitere Informationen Bedrohte Tierarten aktiv schützen Immer mehr Tierarten sind durch menschliches Handeln vom Aussterben bedroht. Der WWF arbeitet daher daran, bedrohte Arten zu schützen. Weiterlesen... Biodiversität Die Natur „funktioniert“ nur dank der großen Biodiversität. Sie ist der Antriebsmotor, der alle wesentlichen Lebensvorgänge am Laufen hält. Weiterlesen... Artensterben Bereits im letzten Artenschutzbericht des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) der UN zeichnete sich Dramatisches ab: Rund eine Million Arten könnten innerhalb der nächsten Jahrzehnte verschwinden, wenn sich der Zustand unserer Ökosysteme weiterhin verschlechtert. Weiterlesen... Gewinner & Verlierer Auch 2025 gibt es im Reich der bedrohten Tierarten wieder zahlreiche Verlierer, allerdings auch Gewinner. Das sind die Gewinner und Verlierer des Jahres 2025. Weiterlesen... Hinweise zum Datenschutz bei Newsletter-Anmeldung (Hier klicken) Nach dem Absenden der Daten senden wir Ihnen eine E-Mail, in der Sie die Anmeldung bestätigen müssen. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen. Einen formlosen Widerruf können Sie entweder über den Abmeldelink in jedem Newsletter oder durch eine E-Mail an info(at)wwf.de oder schriftlich an WWF Deutschland Reinhardstr. 18, 10117 Berlin richten. In diesem Falle wird der WWF die Sie betreffenden personenbezogenen Daten künftig nicht mehr für die Zwecke des Versands des Newsletters verarbeiten. Wir wollen Ihnen nur Interessantes und Spannendes schicken und arbeiten ständig an der Weiterentwicklung unseres Newsletter-Angebots. 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zuletzt aktualisiert: 03.03.2026

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Hilfe für verletzte Meerestiere

 
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Hilfe für verletzte Meerestiere Immer mehr in Netzen verfangene Wale, Robben und Meeresschildkröten, an den Strand gespülte verletzte oder gar tote Tiere – so kann es nicht weitergehen, beschloss der WWF Mexiko, und griff der kleinen Auffangstation eines Walmuseums tatkräftig unter die Arme: Mit einem Freiwilligenprogramm und Mitteln zum Ausbau der Station, konnte in La Paz auf der Halbinsel Baja California ein schlagkräftiges Team zur Rettung in Not geratener Meerestiere aufgebaut werden. Seit März 2019 unterstützt der WWF Deutschland die Arbeit der Kolleg:innen. In der Station landen Tiere, die sich im Golf von Kalifornien in Fischernetzen verheddert haben, bei Unfällen mit Booten verletzt oder an den Strand gespült wurden. Das Team der Station organisiert die Befreiung der verstrickten Tiere, versorgt verletzte Tiere medizinisch und macht sie fit für die Rückkehr ins Meer. Zur Arbeit des Teams gehört es aber auch, Totfunde auf ihre Todesursache hin zu untersuchen. Auch den Seelöwenkolonien statten die Mitarbeiter:innen der Auffangstation regelmäßig einen Besuch ab. Dabei halten sie nach Tieren Ausschau, die Teile von Netzen um Hals oder Flossen tragen, die sich tief ins Fleisch einschnüren. Die Tiere werden gefangen, davon befreit und medizinisch versorgt. Helfen Sie uns, die Wale zu retten! Verstärkung für die Auffangstation Helfer:innen benetzen den gestrandeten Walhai mit Wasser bis die Flut kommt © Rescue Center Weil die Expert:innen der Auffangstation immer wieder auch an weit entfernte Orte gerufen wurden, weil dort etwa ein Buckelwal aus einem Geisternetz befreit werden musste, wurden an verschiedenen Orten auf der Halbinsel Gruppen von Freiwilligen aufgebaut, die gemeldete Fälle aufnehmen und dokumentieren sowie als Ersthelfer:innen agieren können. Ist ein weitergehender Einsatz nötig, übernimmt die Hauptstation in La Paz. Ein effizientes Meldesystem und gut ausgebildete Helfer:innen konnten inzwischen vielen Seebären, Buckelwalen, Delfinen und Meeresschildkröten und sogar einem Walhai das Leben retten, nicht nur im Golf von Kalifornien, sondern auch an der Pazifikseite der Halbinsel Baja California. Großwale aus Netzen befreien Die Auffang- und Rettungsstation für Meeressäuger ist mittlerweile auch ein Stützpunkt von RABEN , dem mexikanischen Rettungsnetzwerk für in Netzen verstrickte Wale ( Red de Asistencia a Ballenas Enmalladas ). Es wurde 2012 von der nationalen Naturschutzbehörde und der mexikanischen Walschutzorganisation ECOBAC gegründet und besteht aus Teams von ausgebildeten Personen, die sich darum kümmern, verfangene Großwale zu befreien. Die Mitglieder kommen aus der Marine und von Hafen- und Fischereibehörden, aus Universitäten, von Naturschutzorganisationen und Reiseveranstaltern. Buckelwale besonders gefährdet Junger Buckelwal © Shutterstock / Craig Lambert / WWF Bei einer Schulung von RABEN, die der WWF im Bezirk Los Cabos an der Südspitze der Halbinsel Baja California unterstützt hat, lernten die Teilnehmer:innen wie man bei der Befreiung von Großwalen aus Fischernetzen vorgeht. RABEN folgt dabei den Empfehlungen der Internationalen Walfangkommission . Oberstes Gebot ist die Sicherheit: Die Teams nähern sich dem Wal stets mit dem Boot und spezieller Ausrüstung, niemals im Wasser schwimmend oder tauchend. Die Arbeit der Auffangstation und ihrer Partner:innen ist dringend nötig, denn in den vergangenen Jahren werden immer mehr verfangene Buckelwale gemeldet. Die Population der nördlichen Halbkugel wandert von ihren Fressgebieten vor der US-amerikanischen Westküste bis vor Zentralamerika und zurück und kommt dabei regelmäßig an der Südspitze von Baja California vorbei. Manche Weibchen überwintern sogar direkt im Golf von Kalifornien und bringen dort ihre Jungen zur Welt. Geisternetze: eine tödliche Gefahr Gefährlich für Wale und andere Meerestiere sind sogenannte Geisternetze . Das sind herrenlose Fischernetze , die durchs Meer treiben oder in der Wassersäule stehen dort zur Gefahr für Meeresbewohner werden, weil sie unendlich weiter fischen . Der WWF setzt sich in Mexiko dafür ein, dass verlorene Netze geborgen werden. Anlaufstelle für das Thema Geisternetze ist ebenfalls die Auffangstation in La Paz und ihre Außenstellen. Hier können Fischer:innen verloren gegangene Netze und Verstrickungen melden. Noch viel wichtiger aber ist die Prävention: Damit Netze erst gar nicht verloren gehen, sensibilisiert der WWF die Fischer:innen der Küstengemeinden in Workshops für das Thema. Außerdem richtet der WWF Stellen ein, an denen die Fischer:innen alte Netze entsorgen können. Der nächste Schritt besteht darin, in den Gemeinden einen Mechanismus zu schaffen, die Netze zu lagern und einzusammeln, damit sie nicht im Meer landen. Ihre Spende für den Schutz der Meeressäuger Der WWF und seine Partner:innen leisten wichtige Arbeit mit der Auffang- und Rettungsstation für Meeressäuger. Möglich ist das auch dank Ihrer Spende. Helfen Sie uns dabei, auf den Erfolgen aufzubauen – spenden Sie für den Schutz der Wale und Delfine . So helfen Sie den Walen Wale und Delfine Stark und sanft sollen sie sein, mitfühlend und sozial, weise und rätselhaft: Früher als Bestien gejagt, sieht heute so mancher in ihnen die „besseren Menschen“. Zur Übersicht

zuletzt aktualisiert: 17.05.2022

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Eisbären-Populationen dramatisch zurückgegangen

 
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Eisbären-Population dramatisch zurückgegangen Wie viele Eisbären gibt es eigentlich? Eine Frage, die schwer zu beantworten ist, denn der Lebensraum der Eisbären ist schwer zugänglich, Forschung ist teuer und logistisch anspruchsvoll, Eisbären aufzuspüren schwierig. Eins zeigen die Daten der letzten Jahrzehnte jedoch deutlich: Es steht schlecht um die Könige der Arktis. Verbreitungskarte Eisbären © WWF Kanada Weltweit gibt es noch etwa 22.000 bis 31.000 Eisbären. Sie verteilen sich auf 19 voneinander getrennte Teilpopulationen. Der menschenverursachte Klimawandel macht ihnen schwer zu schaffen. Das Ökosystem der Eisbären verändert sich derart schnell, dass den Tieren kaum Zeit bleibt, sich anzupassen. Eisbären verbringen die langen Winter und das Frühjahr auf dem Meereis. In dieser Zeit jagen sie vor allem Robben und fressen sich große Fettreserven an. Das Eis bildet sich aber seit Jahren immer später und schmilzt früher. Den Bären fehlt damit die Plattform zum Robbenjagen. Das macht das Überleben immer schwieriger – die Tiere werden immer dünner und schwächer, Weibchen bekommen weniger Junge und die Überlebensraten sinken. Vor allem Eisbären der südlicheren Populationen können dem raschen Rückzug des Eises oft nicht folgen und „stranden“ schließlich auf dem Festland . Dort finden sie deutlich weniger Beute – die Eisbären müssen früher fasten und zehren von ihren Fettreserven. Der Kampf um die letzten Eisbären | Dr. Sibylle Klenzendorf auf Expedition in der Arktis Dramatischer Klimawandel „Die aktuellen Ergebnisse verdeutlichen einmal mehr, dass wir das Tempo beim Klimaschutz drastisch erhöhen müssen. Nur dann haben die Arktis und die Eisbären eine Überlebenschance“, sagt Dr. Melanie Lancaster vom WWF Global Arctic Programme. Der bedrohliche Abwärts-Trend der Eisbärpopulation droht sich fortzusetzen, wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird. Dieser hat in der Arktis besonders dramatische Auswirkungen: Die durchschnittliche Lufttemperatur in der Arktis ist in den vergangenen 100 Jahren um fünf Grad Celsius gestiegen. Die Ausdehnung des Meereises ging zuletzt pro Jahrzehnt zehn Prozent zurück. Damit schmilzt auch der Lebensraum des Eisbären immer weiter zusammen. Doch damit nicht genug: Auch Meeresverschmutzung , die zunehmende Schifffahrt , mehr Touristen sowie Öl- und Gasförderung in der Arktis bedrohen den Eisbär und seinen Lebensraum zusätzlich. Seit dem Jahr 2006 wird der Eisbär in der Kategorie „gefährdet“ auf der Roten Liste der IUCN geführt. Das macht der WWF zum Schutz der Eisbären Das Global Arctic Programme des WWF arbeitet mit Polarbiologen, die mit Hi-Tech-Forschung wie DNA-Analysen und Satelliten-Halsbändern Daten sammeln, die für das Überleben der Bären essentiell sein können. Wir versuchen, die Folgen des wachsenden Arktistourismus zu dämpfen und kämpfen an allen Fronten gegen den Klimawandel – auch um den Eisbären und seinen Lebensraum zu schützen. So helfen Sie den Eisbären Arktis Die Arktis gehört zu den am wenigsten vom Menschen erschlossenen Gebieten auf der Erde - geprägt von einem hochempfindlichen Ökosystem. Weiterlesen ... Weitere Informationen und Downloads IUCN Status Table for the World's Polar Bear Subpopulations Die WWF-Eisbärenexpertin Sybille Klenzendorf auf Reiseexpedition in der Arktis Infografik: Eisbär ohne Eis

zuletzt aktualisiert: 16.09.2025

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