Aufnahmen von Kamerafallen sind essenziell für die Naturschutz-Arbeit. In Projekten auf der ganzen Welt nutzt der WWF die versteckten Kameras für das Biomonitoring. Die Bilder helfen, mehr über bedrohte Tierarten, deren Verbreitung und Bestandsentwicklung zu lernen. Der Aufwand ist jedoch enorm: Zehn- oder gar Hunderttausende Bilder müssen gesichtet und analysiert werden. Was ist darauf zu sehen? Wie viele Tiere sind es?

Im WWF-Projekt „Online Ranger“ werden Sie selbst zum Naturschützer: Helfen Sie uns beim Biomonitoring in einer unserer Wildnis-Projektregionen in Deutschland und werten Sie Kamerafallen-Fotos online aus.

UPDATE: Das Projekt ist „leider“ bereits abgeschlossen. Alle Fotos sind klassifiziert. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre tolle Unterstützung und arbeiten an der finalen Auswertung der Ergebnisse, zu denen wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten werden. An dieser Stelle erfahren Sie auch, wenn wir neue Bilder zur Auswertung zur Verfügung stellen

WWF Deutschland

Kamerafallen-Aufnahmen helfen Naturschützern nicht nur bei der Bestandsaufnahme bedrohter Tierarten oder beispielsweise auch ihrer Beutetiere, sie liefern nebenbei oft faszinierende Bilder. Auf der englischsprachigen Citizen Science Online-Plattform Zooniverse können Sie virtuell in die Natur abtauchen und Kamerafallen-Bilder aus einer WWF-Projektregion in Deutschland auswerten, die zu einer künftigen Wildnisregion entwickelt wird und in der Natur Natur sein darf.

Unsere Pilotregion, in die wir Sie gerne mitnehmen möchten, befindet sich in der Uckermark in Brandenburg. Neben Reh-, Dam- und Rotwild tummeln sich hier Wildschweine, Rotfüchse und Feldhasen. Aber auch Kraniche, Dachse, Marderhunde und andere spannende Tiere können Sie hier entdecken. Vielleicht läuft Ihnen sogar ein Wolf vor die Linse?

Schauen Sie doch einmal, welche Tierarten Sie entdecken können: Jetzt Online-Ranger werden

Tragen Sie aktiv zu wissenschaftlicher Forschung bei

Durch Ihre Mithilfe bei der Auswertung der Kamerafallen-Daten tragen Sie aktiv zu wissenschaftlicher Forschung, unserem Wildtier-Monitoring und unserer Naturschutz-Arbeit bei und unterstützen uns dabei, Informationen über die Tierarten zu sammeln, die auf unseren Projektflächen vorkommen.

Je mehr Bilder Sie auswerten, desto mehr helfen Sie uns bei der schnellen Erfassung der Kamerafallen-Aufnahmen. Denn jedes einzelne Foto muss von 15 verschiedenen Nutzer:innen klassifiziert werden, bevor es für die Auswertung zählt. Schauen Sie gerne regelmäßig wieder vorbei. 

Wie funktioniert das Online-Ranger-Projekt?

Kamerafallen-Bild, Screenshot der Zooniverse Online-Ranger-Plattform © Zooniverse / WWF Deutschland
Kamerafallen-Bild, Screenshot der Zooniverse Online-Ranger-Plattform © Zooniverse / WWF Deutschland

Über den oben genannten Link gelangen Sie zur englischsprachigen Online-Plattform. Über den Button „Learn more“ können Sie sich über die Projektregion und die WWF-Arbeit dort informieren. Oder Sie starten direkt mit dem Button „Get Started“, über den Ihnen die Bilder der Kamerafallen gezeigt werden.

Beim ersten Aufruf erscheint ein Tutorial, welches Ihnen Schritt für Schritt den Ablauf erklärt. Dieses Tutorial können Sie jederzeit mit Klick auf den entsprechenden Reiter erneut aufrufen.

Neben den Bildern wird Ihnen eine Reihe verschiedener Arten angezeigt, die Sie auswählen können, wenn Sie sicher sind, das entsprechende Tier erkannt zu haben. Die ausführlichen Artenbeschreibungen und Unterschiede zu häufig verwechselnden Arten versetzen praktisch jeden biologisch interessierten Online-Ranger in die Lage, am Biomonitoring teilzunehmen. Wenn Sie nicht ganz sicher sind, wählen Sie einfach das wahrscheinlichste. Keine Sorge, jedes Bild wird von 15 verschiedenen Nutzer:innen klassifiziert, um Fehler zu vermeiden. Wenn die meisten die selbe Art „raten“, ist es vermutlich genau diese.

Sind Sie sich sehr unsicher oder erscheint das erkannte Tier nicht in der Vorauswahl, können Sie „Other Bird“ (anderer Vogel) oder „Other Mammal“ (anderes Säugetier) auswählen. Auch Fotos, auf denen nichts zu sehen ist, können Sie über die Auswahl „Nothing here“ klassifizieren, denn Kamerafallen können auch durch Bewegungen aufgrund von Wind auslösen.

Haben Sie ein Tier erkannt und ausgewählt, haben Sie die Möglichkeit, es genauer zu bestimmen: Wie viele Tiere sehen Sie? Sind Jungtiere dabei? Wenn ja, wie viele? Ist das Foto, das Sie angezeigt bekommen, besonders schön oder lustig? Kamerafallen-Bilder liefern oft erstaunliche Aufnahmen, die wir gern für die Berichterstattung über die WWF-Naturschutzarbeit verwenden. 

Ihre Unterstützung hilft der WWF-Arbeit

Die Ergebnisse, zu denen Sie direkt und partizipativ beitragen können, liefern den WWF-Naturschützern Infos zu in der Projektregion vorkommenden Arten und Häufigkeit und ermöglichen dem WWF, Naturschutzmaßnahmen vor Ort zu evaluieren und möglicherweise nötige Anpassungen vorzunehmen. 

Werden Sie Online-Ranger und tauchen Sie virtuell ab in die Natur: Jetzt Bilder auswerten

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