WWF Kolleg:innen teilen ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse aus Projekten in aller Welt. Expert:innen erläutern ihren Blick auf die Dinge und sprechen über Herausforderungen und Chancen in Natur- und Umweltschutz.

„ÜberLeben“ ist ein Podcast des WWF Deutschland zu Natur- und Umweltschutz im 21. Jahrhundert.

Kommentare gerne an: podcast(at)wwf.de

Folge 80: Wintersport – Freizeitspaß oder weißer Wahnsinn?

Schweizer Alpen © Folke Wulf / WWF
Schweizer Alpen © Folke Wulf / WWF

Der Winter naht. Wenn es die Pandemie zulässt, geht mit dem Start der kalten Jahreszeit auch der Skizirkus in eine neue Runde. Für Liftbetreiber, viele Hoteliers und Gastronomen ist das eine wichtige Einnahmequelle. Doch die Natur der Berge ächzt unter dem Ansturm der Touristen. Immer neue Lifte, mehr als 25.000 Ski-Kanonen, 1.000 Speicherbecken, Zufahrtstrassen und Infrastruktur hinterlassen in der einst unberührten Bergwelt der Alpen ihre Spuren.

Hat Skifahren in Zeiten der Erderhitzung überhaupt noch eine Zukunft? Und wie lässt sich der weiße Sport möglichst sanft betreiben?

Über Fragen wie diese sprechen wir mit Anita Wyss. Sie ist Geschäftsführerin des WWF Glarus, einem kleinen Kanton im Osten der Schweiz, und hat unter anderem die Skiverbindung Andermatt-Sedrun eng begleitet. Wir sprechen über Schneefabriken, Snow Farming und dem Sinn und Unsinn von Abfahrten unterm Hallendach.

Folge 79: Mit Brief und Siegel – Über Sinn und Unsinn von Umweltzeichen

Vielfalt der Siegel auf Produkten im Handel © Imago / photothek
Vielfalt der Siegel auf Produkten im Handel © Imago / photothek

Blaue Engel, grüne Frosche, stilisierte Bäume, Blumen oder Fische: Zumindest auf den Ökosiegeln nimmt die Artenvielfalt noch immer zu. 455 verschiedene Umweltzeichen aus 199 Ländern listet der so genannte ECO Label Index auf.

In diesem Dschungel der grünen Zertifikate ist es nicht so leicht, den Überblick zu behalten und so mancher sieht den Sinn vor lauter Siegeln nicht mehr. Entlasten solche Gütesiegel wie FSC, Grüner Knopf oder Fair Trade tatsächlich die Umwelt oder ist das Ganze doch oft ein Etikettenschwindel?

Die Antwort ist wie immer kompliziert. Wir versuchen es in dieser Episode von ÜberLeben trotzdem und sprechen mit Alfred Schumm, der lange im Aufsichtsrat des Marine Stewardship Council (MSC), dem wohl bekanntesten Umweltlabel für Fisch, gesessen hat. Er berichtet über die Möglichkeiten solcher Standards und zeigt zugleich ihre Grenzen auf.

Folge 78: Klimaschutz auf der Chefetage – Unternehmensstrategien gegen die Erderhitzung

Ohne die Wirtschaft wird das nichts mit dem Klimaschutz. Aber warum sollten sich Unternehmen klimafit machen, welche Vorteile haben sie dadurch? Und wie geht das richtig, unternehmerischer Klimaschutz, der nicht bloß mit Slogans à la Klimaneutralität wirbt?

Dazu sprechen wir mit den WWF-Expert:innen Juliette de Grandpré und Sebastian Öttl. Sie haben einen Leitfaden für Unternehmen entwickelt.

Schritt 1: ein wissenschaftsbasiertes Ziel setzen. Schritt 2: anfallende Emissionen in der gesamten Lieferkette erfassen und mit einem Preisschild versehen – dann schnellstmöglich und umfassend reduzieren. Was nicht sofort reduziert werden kann, für Investitionen für den Klimaschutz nutzen. Und Schritt 3: Transparent und offen kommunizieren.

Folge 77: Überlebenskunst – Wie sich mit Kryptokunst Natur schützen lässt

Krypto-Kunst zum Vaquita von Lea Fricke © Lea Fricke
Krypto-Kunst zum Vaquita von Lea Fricke © Lea Fricke

Kunst und Natur sind eigentlich ein klassisches Gegensatzpaar. Aber beides hat auch einiges gemeinsam. Man braucht dafür zum Beispiel Geld.

Einer, der sich beim WWF Gedanken über innovative Finanzquellen macht, ist Karl Nowak. Er geht mit einem neuen Projekt an den Start: Kryptokunst für die Natur, Überlebenskunst, wenn man so will.

Was sich dahinter verbirgt, erklärt er in unserer neuen Episode des WWF-Podcasts „ÜberLeben“.

Folge 76: Klimaneutralität – Auf dem Weg zur grünen Null

Teilnehmer der Klimademo in Berlin © Alexander Paul Brandes / WWF
Teilnehmer der Klimademo in Berlin © Alexander Paul Brandes / WWF

Klimaneutralität bis 2045 – das hat Deutschland sich als Ziel gesetzt. Ambitioniert. Aber machbar, wie auch Bernhard Pötter sagt. Der Journalist hat ein Buch zum Thema geschrieben, „Die Grüne Null“: „Wir wissen, wie es geht, wir haben die Techniken und wir haben das Geld“, sagt er. Es sei vor allem eine Management-Aufgabe, jetzt schnell an allen Schrauben gleichzeitig zu drehen.

Was das konkret bedeutet, wie die Chancen unter einer „Ampel“-Regierung dafür stehen und was wir von der Klimakonferenz in Glasgow erwarten können, darüber sprechen wir in dieser Folge des WWF Podcasts „ÜberLeben“.

Folge 75: Auf Leben und Tod – Konflikte zwischen Mensch und Tier

Eisbären suchen Futter gefährlich nah an der Siedlung Chukotka © Maxim Dyominov / WWF Russia
Eisbären suchen Futter gefährlich nah an der Siedlung Chukotka © Maxim Dyominov / WWF Russia

Wir sind nicht allein auf diesem Planeten. Gott sei Dank. Die Menschheit teilt sich mindestens die Hälfte ihres Lebensraums mit wilden Tieren. Und damit sind nicht nur Motten, Fliegen und Kakerlaken gemeint. Aber wie das so ist mit Nachbarn, nicht immer klappt das Zusammenleben ohne Streit. Problembären, die Mülltonnen plündern, Elefanten oder Wildschweine, die Äcker umpflügen oder Wölfe, die es auf Schafe abgesehen haben, sind Beispiele für manchmal sogar tödliche Konflikte.

Mensch-Tier-Konflikte sind das Thema dieser Episode von #Überleben. Zu Gast Sybille Klenzendorf, die sich unter anderem in der Arktis darum kümmert, dass es möglichst nicht zu Zusammenstößen zwischen Eisbären und den menschlichen Bewohnern der eiskalten Region kommt. Sie erläutert, was passieren muss, um generell Konflikte zu vermeiden oder mindestens zu entschärfen. Wichtig ist dabei , dass wir wieder lernen müssen, mit wilden Tieren zu leben.

Folge 74: Die Konferenz der Tiere – CBD-Verhandlungspoker zur Rettung der Natur

Die Konferenz der Tiere – CBD-Konferenz © adogslifephoto/ iStock / Getty Images
Die Konferenz der Tiere – CBD-Konferenz © adogslifephoto/ iStock / Getty Images

Es ist ein Klassiker der Kinderliteratur: Erich Kästners „Konferenz der Tiere“. Weil die Menschen es nicht hinbekommen, Kriege, Umweltzerstörung und Generationengerechtigkeit in den Griff zu bekommen, beschließen die Tiere, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mit Erfolg.

Was in dem Kinderbuch von 1949 funktioniert, lässt sich leider wohl nicht auf die reale Welt übertragen. Deshalb versuchen die Staaten mit dem Übereinkommen zum Erhalt der biologischen Vielfalt, kurz CBD, Artensterben und Umweltzerstörung zu stoppen. Bisher vergeblich. Jetzt steht eine neue Runde im Verhandlungspoker zur Rettung der Natur an.

Einer, der für den WWF dabei ist, ist Florian Titze. Der Politologe hat für die Vereinten Nationen in New York internationale Verhandlungen zu unterschiedlichen Themen begleitet, bevor er zum WWF nach Berlin gewechselt ist und sich hier den Verhandlungen zur Biodiversitätskonvention widmet. Er gibt Einblicke in den „Plan zur Weltrettung“, erläutert, worauf es jetzt ankommt, und wir erfahren, wie er die Erfolgsaussichten dieses internationalen Pakts für die Natur einschätzt.

Folge 73: Süße Sünde – Kakao und seine Nebenwirkungen

Schokolade © Katrin Havia / WWF-Finland
Schokolade © Katrin Havia / WWF-Finland

Schokolade steht hierzulande ganz oben auf der Liste der Lieblingsleckereien. Ungefähr 100 Tafeln von der „zartesten Versuchung“ verputzt jeder Deutsche, vom Baby bis zum Greis, pro Jahr. Angeblich führt der Konsum bei den Schokoliebhaber:innen zur Ausschüttung von Glückshormonen. Weniger glücklich dürften allerdings die Kakaobauern in Westafrika sein, denn viele von ihnen leben unter der Armutsgrenze, Kinderarbeit ist keine Ausnahme, und der Anbau der „braunen Bohnen“ verursacht einen tiefen ökologischen Fußabdruck.

Wir schauen in dieser Episode von #ÜberLeben mit Kerstin Weber vom WWF hinter die Schokoladenseite der beliebten Süßigkeit. Die Agrarökologin leitet ein Kakao-Projekt in Ecuador und sie beschreibt, was von Zertifizierungen zu halten ist, wo die Probleme liegen und vor allem was man besser machen kann. Wir erfahren, warum Schokoriegel nichts für Hunde sind und ob die „Speise der Götter“ tatsächlich als Aphrodisiakum zu empfehlen ist.

Von Schokolade und darüber, wen sie glücklich macht. 

Folge 72: Auf dem falschen Dampfer – Zur Umweltbilanz von Kreuzfahrtschiffen

Kreuzfahrtschiff im Hafen von Barcelona © Isaac VEGA / WWF
Kreuzfahrtschiff im Hafen von Barcelona © Isaac VEGA / WWF

Kreuzfahrten: Für die einen ein Traum, für die anderen eher ein Alptraum. Mehr als 400 dieser schwimmenden Hotelburgen schippern inzwischen über die Ozeane. Lange verzeichnete die Branche traumhafte Wachstumsraten. Was die Reeder freut, treibt Meeresschützern Sorgenfalten auf die Stirn. Denn die Umweltbilanz der weißen Flotte hat dunkle Flecken. Hoher Schadstoffausstoß, mäßige Energiebilanz und nicht von allen geliebte Horden von Tagestouristen, die Venedig, Dubrovik und andere Hafenstädten unsicher machen.

Durch Corona fand der Boom der Traumschiffe ein jähes Ende. Zeit für eine Zwischenbilanz. Steht die Branche vor dem Untergang oder geht es jetzt wieder richtig los? Fällt die Ökobilanz der dicken Pötte wirklich so finster aus? Über die Zukunft der Kreuzfahrtindustrie und was sie besser machen kann, rede ich heute mit Sönke Diesener vom Naturschutzbund Deutschland. Er beschäftigt sich seit Jahren mit den Schattenseiten der Branche.

Folge 71: Waldelefanten, die „unsanften Riesen“ – Vom Überlebenskampf der Dickhäuter

Waldelefanten auf der Dzanga-Bai © Carlos Drews / WWF
Waldelefanten auf der Dzanga-Bai © Carlos Drews / WWF

Man kann ihnen nicht entgehen. Sie sind die Helden unserer Kinderbücher, rauben den Eltern als „Benjamin Blümchen“ oder „Dumbo“ mit den Riesenohren den letzten Nerv und so mancher hat schon in Rüsseltier-gebrandeten Schuhen laufen gelernt. Die Rede ist natürlich von: Elefanten.

Die Inder haben mit Ganesha sogar einen Gott mit Elefantenkopf und nicht nur sie faszinieren die sanften Riesen, auch wenn die Tiere außerhalb des Tempels oft nicht ganz so sanft sind.

Einer, der davon erzählen kann, ist Thomas Breuer. Der Biologe hat fast 20 Jahre in Zentralafrika gelebt, geforscht und u.a. den Nouabalé-Ndoki Nationalpark in der Republik Kongo gemanagt, einem der letzten Rückzugsgebiete von Waldelefanten. Über den Überlebenskampf der Dickhäuter berichtet er in unserer heutigen Ausgabe von #ÜberLeben.

Folge 70: Geld von Vater Staat – Über Sinn und Unsinn von Subventionen

Der Finanzmarkt braucht einen nachhaltigen Fahrplan © Shutterstock / Denis Vrublevski / WWF
Der Finanzmarkt braucht einen nachhaltigen Fahrplan © Shutterstock / Denis Vrublevski / WWF

Es geht um Geld. Genauer gesagt um sehr viel Geld. Flugbenzin und Dieselprivileg, reduzierte Mehrwertsteuer auf Fleisch und Baukindergeld. Die Liste staatlicher Gelder, mit denen nicht nur die Bürgerinnen und Bürger beglückt werden, sondern durch die leider auch die Belastung der Umwelt befeuert wird, ist lang. Umweltschädliche Subventionen sind das Thema unserer heutigen Episode von #ÜberLeben.

Eine neue Studie aus Großbritannien rechnet vor, dass solche staatlichen Zuschüsse weltweit jedes Jahr Schäden in Höhen von sechs Billionen Dollar anrichten. Auch in Deutschland ist das nicht anders.

Über die Situation hierzulande reden wir heute gleich mit zwei WWF-Kolleg:innen: Viviane Raddatz. Sie leitet den Klimabereich und Matthias Kopp der zuständige Mann, wenn es um nachhaltige Finanzmärkte geht.

Sie versuchen, ein wenig Licht in den Subventionsdschungel zu bringen und haben den einen oder anderen finanzpolitischen Vorschlag für die künftige Bundesregierung, um staatliche Gelder nachhaltiger einzusetzen.

Folge 69: Was, wenn wir einfach die Welt retten – Im Gespräch mit Bestsellerautor Frank Schätzing

Was, wenn wir einfach die Welt retten? © Kiepenheuer & Witsch
Was, wenn wir einfach die Welt retten? © Kiepenheuer & Witsch

Untergangs-Szenarien mag Frank Schätzing, das hat allein schon sein wohl erfolgreichster Roman „Der Schwarm“ bewiesen. Nun widmet er sich einem anderen drohenden Untergangs-Szenario – nämlich dem der Klimakrise. Anders als sein Meeres-Thriller ist sein neues Buch keine Fiktion. Leider. Aber er beschreibt, dass die Krise zum Happy End führen könnte, wenn wir jetzt und heute ausreichend gegensteuern. Wir sprechen in dieser Folge von #ÜberLeben mit Frank Schätzing über sein neues Buch „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“

Folge 68: Klimakrise vor der Haustür - Mit Naturgewalten leben lernen

Verheerende Waldbrände wüten 2021 in der Türkei © DHA
Verheerende Waldbrände wüten 2021 in der Türkei © DHA

Gewaltige Brände am Mittelmeer. Sturzfluten in Deutschland. Die Klimakrise kommt nicht nur näher, sie ist bei uns vor der Haustür angekommen. Das zeigt nicht nur, wie wichtig es ist, die Erderhitzung zu begrenzen. Sondern auch, uns anzupassen – an die Folgen, die nicht mehr vermeidbar sind. „Die Natur ist keine Kulisse, sie ist unser Lebensraum“, sagt Beate Ratter, aktueller Gast in der aktuellen Episode von #ÜberLeben. Beate Ratter ist Professorin für Geografie an der Uni Hamburg und dem Helmholtz Zentrum Hereon in Geesthacht – und Expertin für das Thema Klimaanpassung.

Folge 67: Unter dem Pflaster liegt der Sand – Über einen unterschätzten Bodenschatz

Sand wird knapp © Getty Images
Sand wird knapp © Getty Images

"Wie Sand am Meer" ist eine Redensart, die eigentlich beschreibt, wenn etwas im Überfluss vorhanden ist. Doch das alte Bibelzitat verliert seine Bedeutung, denn der begehrte Rohstoff wird immer knapper. Die Jagd auf die Sandvorräte der Welt hat längst begonnen und wie das so ist mit der intensiven Nutzung von Rohstoffen: Natur und Umwelt ziehen dabei mal wieder den Kürzeren.

In der heutigen Episode von #ÜberLeben berichtet Marianne Henkel über die Hintergründe und Zusammenhänge des internationalen „Sand-Deals“. Sie leitet für den WWF ein Projekt am Mekong. Das größten Fluss-Delta Asiens bekommt durch den massiven Sandabbau große Probleme.

Folge 66: Nach der Flut ist vor der Flut – Vom harten Kampf gegen das Hochwasser

Hochwasser in Deutschland © imago / C. Hardt / futureimage
Hochwasser in Deutschland © imago / C. Hardt / futureimage

Mehr als 170 Tote und Sachschäden in Höhe von fast 30 Milliarden Euro. Das ist die vorläufige Schreckensbilanz des Hochwassers in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor wenigen Wochen. Jetzt ist erst einmal Aufräumen angesagt. Doch wir müssen in unserer heutigen Folge von #ÜberLbeen auch darüber reden, wie man solche Katstrophen in Zukunft verhindern kann. Einer, der als direkt Betroffener dazu einiges beitragen kann, ist der langjährige WWF-Kollege Günter Mitlacher.

Das Hochwasser setzte den Keller und das komplette Erdgeschoß seines Wohnhauses unter Wasser und spülte die halbe Einrichtung davon. Außerdem zu Wort kommt heute Astrid Eichhorn. Auch sie hat im Osten der Republik bittere Erfahrungen mit „Jahrhunderthochwassern“ sammeln müssen. In der Folge hat sie in den vergangenen Jahren an der Elbe ein Projekt geleitet, bei dem es darum ging, einen Deich zu verlegen und natürliche Überflutungsflächen für den Fluss zurückzuerobern.

Folge 65: Billigfleisch auf glühenden Kohlen - Vom Grillen und der Umwelt

Gartengrill © Getty Images
Gartengrill © Getty Images

Sommer, Sonne, Grillvergnügen. In unsere heutigen Ausgabe von #ÜberLeben widmen wir uns einer der sommerlichen Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen: Rund ein Dutzend Mal pro Jahr wird in jedem Haushalt hierzulande der Rost befeuert. Dass Einweggrills und Alufolie nicht nur aus Umweltsicht Müll sind, haben wir mittlerweile schon gelernt, aber damit unser Ökogewissen beim Bruzeln im Freien nicht in Flammen aufgeht, sollte man auch auf ein paar andere Dinge achten.

Denn Grillen ist eine ernste Angelegenheit. Zu Gast in der heutigen Episode sind Silke Oppermann, die für den WWF die Preise für Grillfleisch unter die Lupe genommen hat. Außerdem informiert "Holzdetektiv" Johannes Zahnen über Etikettenschwindel auf Grillkohlesäcken.

Folge 64: Streit ums Klima - Zwischen Hysterie und Gleichgültigkeit

Teilnehmer der Klimastreikdemo in Berlin © Andi Weiland
Teilnehmer der Klimastreikdemo in Berlin © Andi Weiland

Verharmlosen wir, wenn wir vom "KlimaWANDEL" sprechen? Oder übertreiben wir, wenn wir von der "KlimaKRISE" schreiben? Die Wahl der Wörter hat großen Einfluss darauf, wie wir wahrgenommen werden. Egal ob Wandel oder Krise – neutral zu kommunizieren geht quasi nicht, überall schwingen die eigenen Sichtweisen mit. Und im Netz? Dominieren oftmals die extremen Meinungen, moderate Stimmen schweigen. Darum geht es auch in der Forschung zur Klimakommunikation.

Wir sprechen mit Michael Brüggemann über das Thema. Er ist Professor für Kommunikationswissenschaft, insbes. Klima- und Wissenschaftskommunikation und Projektleiter im Exzellenzcluster Climate, Climate Change and Society (CLICCS) der Uni Hamburg.

Folge 63: Hai-Alarm im Sommerloch - Von Schokoladenhaien und Kuhnasenrochen

Hammerhai © Shutterstock / Wildestanimal / WWF
Hammerhai © Shutterstock / Wildestanimal / WWF

Es ist Ferienzeit und bei steigenden Temperaturen lassen die Nachrichten über Hai-Sichtungen an Badestränden normalerweise nicht lange auf sich warten. Aber sind die Räuber der Meere wirklich so gefährlich wie ihr Ruf? Und wie leben sie eigentlich, was wissen wir über sie? In dieser Folge des #ÜberLeben-Podcast sprechen wir mit Heike Zidowitz, Expertin für den Schutz von Haien und Rochen beim WWF Deutschland. Sie erzählt uns, warum Haie zu den am meisten gefährdeten Wirbeltieren unseres Planeten gehören, klärt über die Namensgebung von Zitronen- und Schokoladenhaien auf und verrät uns, was ein Revolvergebiss ist.

Folge 62: Heiß! Kalt! Nass!

Dürre © Global Warming Images / WWF
Dürre © Global Warming Images / WWF

In Kanada und Südeuropa klettern die Temperaturen aktuell auf fast 50 Grad, selbst Finnland meldet einen neuen Hitzerekord. In Deutschland folgte auf die erste Hitzewelle direkt die Abkühlung mit Starkregen und Hagel. Wetterextreme, wohin man auch blickt. Sie kommen nicht von ungefähr: Die Klimakrise sorgt dafür, dass solche Extreme häufiger werden. Warum das so ist und welche Rolle ein „eiernder“ Jetstream dabei spielt, darüber sprechen wir heute mit Özden Terli. Er ist Meteorologe und Wetter-Moderator. Er sagt: Wir driften auf eine Zerstörung hin, die es in sich hat. Aber auch: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – denn noch können wir etwas tun, um die Erderhitzung zu begrenzen.

Folge 61: Car(e)free durch die Stadt?

Teilnehmer der Klimastreikdemo in Berlin © Andi Weiland
Teilnehmer der Klimastreikdemo in Berlin © Andi Weiland

Städte und Klimaschutz – derzeit ist das noch ein zwiespältiges Verhältnis. Denn Städte sind weltweit für rund 70 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Heißt aber auch: Sie sind ein wichtiger Hebel, um die Klimakrise einzudämmen und damit gleichzeitig lebenswerter zu werden. Aber wie geht das? Wie wird eine Stadt klimafit – etwa Berlin? Darüber sprechen wir im #ÜberLeben Podcast mit Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin. Sie sagt: Die radikalste Forderung ist nicht immer der radikalste Klimaschutz.

Folge 60: Fernweh & Urlaub 2021 - Last Minute für den Umweltschutz

Weststrand Fischland-Darß © Ralph Frank / WWF
Weststrand Fischland-Darß © Ralph Frank / WWF

Nachdem Corona die Urlaubswelle im vergangenen Jahr arg ausgebremst hat, ist endlich wieder Koffer packen angesagt. Neustart für den Tourismus. Was Reisebüros und Hoteliers freut, macht Umweltschützern Sorgen, denn zum Massentourismus gehören leider oft auch Berge von Müll, Wasserknappheit und Verkehrsprobleme.

Andererseits kann gerade der Tourismus helfen, Einkommen zu sichern, einmalige Paradiese zu bewahren und einen wesentlichen Beitrag zu Natur- und Artenschutz leisten. Vielen Gemeinden in Afrika, Asien oder Lateinamerika bieten gerade die Einnahmen aus einem sanften Tourismus eine Chance auf nachhaltige Entwicklung.

Wie sieht der Urlaub der Zukunft aus? Wo sind die großen Herausforderungen und was können, Reiselustige tun, um ihren ökologischen Fußabdruck im Urlaubsparadies möglichst klein zu halten? Über Fragen wie diese reden wir in #ÜberLeben mit Martina von Münchhausen. Sie kümmert sich beim WWF um das Thema Tourismus und entwickelt Perspektiven für die Zukunft des Reisens.

Folge 59: Soja - Superfood mit Beigeschmack: eine Bohne für Trog, Tank und Teller

Sojafeld in Paraguay © Sonja Ritter / WWF
Sojafeld in Paraguay © Sonja Ritter / WWF

Sojamilch und Sushi-Tunke, Tofuschnitzel oder Sprossen – Soja ist in unserer Küche inzwischen allgegenwärtig. Gerade Gesundheitsbewusste und Vegetarier setzen auf die Superbohne aus Übersee.

Doch die  Nachfrage nach dem Allzweckgemüse hat einen bitteren Beigeschmack, denn für den Anbau werden immer größere Flächen benötigt und das geht auf Kosten der Natur.

Im #Überleben Podcast reden wir diesmal über den Regenwald auf unseren Tellern. Zu Gast Maja-Catrin Riecher und Jana Berschneider. Die beiden sind sozusagen die „Soja-Baroninnen“ beim WWF Deutschland. Maja-Catrin kümmert sich um die ökologischen Nebenwirkungen des Soja-Booms und Jana setzt sich intensiv mit Tierfutter auseinander und berät in diesem Zusammenhang auch die Supermarktkette EDEKA.

Folge 58: Fieber - Wie uns die Klimakrise krank macht

Sonne © iStock / Getty Images
Sonne © iStock / Getty Images

Die Klimakrise ist nicht nur der Eisbär, dem das Eis unter den Pfoten schmilzt. Sie ist der Hitzetag, der in Europa die Krankenhäuser füllt. Sie ist der Blütenstaub, der schon im Januar Allergien auslöst. Sie ist das West-Nil-Virus, das sich ausbreitet – auch zu uns. Die Erderhitzung wirkt sich unmittelbar auf unsere Gesundheit aus.

Wir sprechen mit der Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann und der Wissenschaftsjournalistin Katja Trippel, die ein Buch zum Thema geschrieben haben: „Überhitzt – die Folgen des Klimawandels für unsere Gesundheit“.

Folge 57: Unter Strom - Bodenschätze unter der Motorhaube

Mine in Brasilien © Marizilda Cruppe / WWF-UK
Mine in Brasilien © Marizilda Cruppe / WWF-UK

Früher kam der Strom aus der Steckdose. Das ist heute immer noch so, doch immer öfter kommt er auch aus Batterien oder Akus. Wenn die Elektromobilität weiter Fahrt aufnimmt, wird sich dieser Trend rasant verstärken. Werden die Speicher mit erneuerbaren Energien geladen, ist das gut für Luftqualität und CO2-Bilanz - hierzulande. Doch der Batterie-Boom hat seine Schattenseiten. In den Speichern schlummern Rohstoffe, die in anderen Teilen der Welt oft alles andere als umwelt- oder sozialverträglich gefördert wurden. Zum Beispiel: Lithium, Kobalt, Nickel und seltene Erden.  

Verlagern wir also unsere Ökosünden einmal mehr nur in andere, ärmere Länder? Und was muss passieren, damit der Wandel zur Elektromobilität nicht zum Bumerang wird? Über diese Fragen reden wir im #ÜberLeben Podcast mit Tobias Kind-Rieper, dem Rohstoffexperten des WWF Deutschland. In dieser Funktion berät er unter anderem die Weltbank und die EU-Kommission zu den ökologischen Folgen des Kleinbergbaus.

Folge 56: Patient Wald – Chronik eines angekündigten Todes?

Schwarzwald © Claudi Nir / WWF
Schwarzwald © Claudi Nir / WWF

Der Wald in Deutschland ist krank: Vier von fünf Bäumen haben lichte Kronen, und selten wurden so viele tote Stämme registriert wie im Jahr 2020. Trockenheit, Klimawandel und Borkenkäfer setzen dem Lieblingsrückzugsort vieler gestresster Großstädter heftig zu. Der Patient Wald kämpft ums Überleben.

Doch was heißt das eigentlich, für die Arten, die im Wald leben, für das Klima und für uns alle? Ist das schon das Waldsterben 2.0?

Diesen Fragen gehen wir in dieser Episode von #ÜberLeben im Gespräch mit Susanne Winter nach, die beim WWF für die Waldthemen zuständig ist und eigentlich gelernte Försterin ist. Sie erläutert, was schief läuft in den deutschen Forsten und was passieren muss, damit aus alten Bäumen uralte werden können.

Redaktion: Rebecca Gerigk

Folge 55: Brennpunkt Kolumbien – Kann der Schutz der Natur den Weg zum Frieden ebnen?

Demonstration in Kolumbien © IMAGO ZUMA Wire
Demonstration in Kolumbien © IMAGO ZUMA Wire

Kolumbien kommt nicht zur Ruhe. Auch fünf Jahre nach der Unterzeichnung des Friedenvertrags zwischen der Regierung des damaligen Präsidenten Santos und den Rebellen der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) ist das südamerikanische Land zerrissen. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen in den vergangenen Wochen haben das einmal mehr deutlich vor Augen geführt.

In dieser explosiven Lage ist der Schutz der einmaligen Natur noch einmal eine besonders schwere Aufgabe. Vielerorts herrscht Goldgräberstimmung. Die Abholzungsraten in Kolumbiens Amazonasgebiet sind zuletzt wieder stark gestiegen.

Menschen, die sich dagegen wehren, leben gefährlich. Das Land gilt gerade für Naturschützer inzwischen als eine der gefährlichsten Regionen der Welt. Über die Herausforderung, eine Entwicklung im Einklang mit der Natur voranzubringen, reden wir mit Julia Gorricho, die von Deutschland aus für den WWF eine Reihe von Projekten in ihrem Heimatland koordiniert.

Folge 54: Von Spannern, Spinnern und Monarchen - Harte Zeiten für Schmetterlinge

Senfweißling an einer Blüte © Ola Jennersten / WWF-Sweden
Senfweißling an einer Blüte © Ola Jennersten / WWF-Sweden

Sie heißen "Brauner Bär" oder "Echter Sackträger". Manche gehören zur Familie der der "Eulen" und wieder andere gelten als "Monarchen". Die Rede ist nicht von Raubtieren, Greifvögeln oder Weihnachtsmännern. Nein. Wir reden über Schmetterlinge.

Um die müssen wir uns Sorgen machen. Der Bestand an Insekten ging seit den 90er Jahren um etwa 75 Prozent zurück. Das traf auch die bunten Flattermänner aus unseren Vorgärten. Wo sind sie geblieben, die Pfauenaugen, Kohlweißlinge und Zitronenfalter?

Dieser Frage gehen wir in der heutigen Episode von #ÜberLeben gemeinsam mit Josephine Kuczyk nach. Die Biologin ist eine, die es wissen muss. Sie managt für den WWF das Projekt „Brommi“ am Schaalsee in Schleswig-Holstein. Dabei geht es darum, fünf deutsche Biosphärenreservate zu Modelllandschaften für den Insektenschutz weiter zu entwickeln. Sie selbst beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit Schmetterlingen und hat einiges über die Falter zu erzählen.

Folge 53: Nach Trump die Sintflut? Wie Biden Klimaschutz in den USA wieder auf Kurs bringt

Aufbau einer Solaranlage © Appfind / iStock / Getty Images
Aufbau einer Solaranlage © Appfind / iStock / Getty Images

Vier Jahre lang saß mit Donald Trump ein Mann im Weißen Haus, der die Klimakrise verharmlost bis geleugnet hat. Entsprechend sah seine Politik aus: Es gab wenig Geld für Umweltschutz, stattdessen Förderung für die Fossilen. Doch mit dem neuen Präsident Joe Biden hat auch der Klimaschutz in den USA wieder Fahrt aufgenommen. Schon im ersten Monat seiner Amtszeit hat er Amerika zurück ins Pariser Klimaabkommen und ein umfangreiches Klimapaket auf den Weg gebracht.

Wir sprechen mit Miranda Schreurs über den Wandel in der US-Klimapolitik. Sie ist Professorin für Umwelt- und Klimapolitik an der TU München und war u.a. Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen. Als US-Amerikanerin, die nun schon lange in Deutschland lebt, kennt sie sowohl die amerikanische als auch die europäische Sicht auf Fragen zum Klimaschutz.

Folge 52: Füttern verboten!

Wildschwein © Fred F. Hazelhoff / WWF
Wildschwein © Fred F. Hazelhoff / WWF

Die Zeiten, in denen unsere Vorfahren mit Speer und Keule loszogen, um Frischfleisch fürs Lagerfeuer zu besorgen sind lange vorbei. Heute regelt das Bundesjagdgesetz, wer, was, wann und wie erlegen darf. Aber auch dieses Gesetz hat schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Höchste Zeit, es zu überarbeiten und die Waidmänner und Frauen zu mehr Naturschutz zu verpflichten. Eine Novelle ist in Arbeit, doch ob es damit in dieser Legislaturperiode noch etwas wird, scheint zweifelhaft. Die Widerstände sind groß.

Das Gesetz und das Spannungsfeld von Jagd und Naturschutz sind emotionale Themen, denen wir uns in unserer heutigen Ausgabe von #ÜberLeben unaufgeregt nähern wollen. Die Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes, Elisabeth Emmert, und Moritz Klose vom WWF versuchen, Licht in die Debatte zu bringen und erläutern den Konflikt um Wald und Wild.

Folge 51: Abschied von der Currywurst - was macht uns morgen satt?

Bio-Gemüse-Markt © Global Warming Images / WWF
Bio-Gemüse-Markt © Global Warming Images / WWF

Die Fastenzeit liegt hinter uns, Ramadan ist bald vorbei und jetzt kommt der WWF - pünktlich zum Start der Grillsaison - und sagt, wir sollen weniger Fleisch essen. Denn unser Ernährungsstil ist nicht nur schlecht für die Gesundheit sondern, wir haben es schon geahnt: Er überfordert auch unseren Planeten. Hat das große Fressen bald ein Ende? Wie sieht das Menü der Zukunft aus und müssen wir uns von der Currywurst verabschieden? 

Über den Speisezettel von morgen reden wir mit Tanja Dräger de Teran, Referentin für Ernährung und Landwirtschaft beim WWF. Sie hat ganz frisch einen neuen Report vorgelegt, in dem sich alles um die Frage einer nachhaltigen Ernährung dreht.

Folge 50: Von Wellen, Wind und Wattenmeer - eine Reise mit den Augen einer Meeresschützerin

Blauwal © Robert Günther / WWF
Blauwal © Robert Günther / WWF

Das Rauschen der Wellen, die Seeluft, der unendliche Horizont – das Meer ist für viele ein Sehnsuchtsort, der für Ruhe, Entspannung und Ferienspaß sorgt. Es gibt uns in jeder Hinsicht Luft zum Atmen und reguliert sogar unser Wetter. Doch wenn wir die Wasseroberfläche wie eine Decke anheben könnten, könnten wir das Ausmaß der Zerstörung sehen.

"Wäre das Meer ein Mensch, müsste es dringend ins Krankenhaus, und zwar auf die Intensivstation", sagt Heike Vesper, Leiterin des WWF-Meeresschutzzentrums in Hamburg und Gast in dieser Episode von #ÜberLeben mit Freya Duncker.

Schon als Kind träumte Heike Vesper davon, unter Wasser atmen zu können und seit 20 Jahren kämpft sie beim WWF für den Schutz der Ozeane. Gerade hat sie Ihre persönlichen Erfahrungen in dem Buch „Wenn wir die Meere retten, retten wir die Welt“ veröffentlicht. Wir sprechen mit ihr über Begegnungen mit Blauwalen und Oktopussen, die Ursachen der Probleme und die Möglichkeiten, Teil einer Lösung zu sein.

Folge 49: Nashörner im Visier der Wildtiermafia

Grasendes Breitmaulnashorn © Martin Harvey / WWF
Grasendes Breitmaulnashorn © Martin Harvey / WWF

Vor 12.000 Jahren verschwand das Wollnashorn von diesem Planeten. Hauptgrund war die übermäßige Jagd. Ihre „Urenkel“, Breit- und Spitzmaulnashorn, könnte schon bald ein ähnliches Schicksal ereilen. Doch während die haarigen Dickhäuter einst vor allem wegen ihres Fleisches getötet wurden, haben es die Wilderer heute auf das Horn abgesehen. Die Schwarzmarktpreise in Asien steigen in immer unsinnigere Höhen und mit den Preisen wächst das Risiko für die Tiere in Afrika. Aus Angst vor Kriminellen sind einige Zoos sind dazu übergegangen, ihre Tiere nachts wegzuschließen, und selbst von Einbrüchen in Museen wird berichtet.

In unserer heutigen Episode reden wir mit der Biologin Katharina Trump aus dem Artenschutzteam des WWF darüber, was passieren muss, um die Nashörner zu retten. Sie erzählt vom Kampf gegen Wilderei, illegalen Wildtierhandel und Aberglauben und sie berichtet, wie es schon einmal gelungen ist, eine fast verlorene Nashornart vom Aussterben zu bewahren.

Folge 48: Mythos Mikroplastik

Am Strand gefundenes Mikro- und Makroplastik © Fraunhofer UMSICHT
Am Strand gefundenes Mikro- und Makroplastik © Fraunhofer UMSICHT

Mikroplastik ist überall: im Meer, im Boden, in der Luft – und in unserem Alltag. Forschende fanden die kleinen Kunststoffteilchen kürzlich erst in einer menschlichen Plazenta und in häufig konsumierten Muscheln. Aber wie kommt Mikroplastik eigentlich in die Natur und können wir die kleinen Teilchen wieder herausbekommen?

In dieser Folge von #ÜberLeben dreht sich alles um die kleinen Plastikteile. Rebecca Gerigk spricht mit WWF-Mikroplastikexpertin Caroline Kraas darüber, was die Top 10 Quellen für Mikroplastik in Deutschland sind und warum man seine Waschmaschine immer vollladen soll.

Folge 47: Vom Geist der Berge - Schneeleoparden in der Mongolei

Schneeleopard © Klein & Hubert / WWF
Schneeleopard © Klein & Hubert / WWF

Der Schneeleopard ist ein mythisches Tier. So gut wie nie bekommen Menschen ihn zu Gesicht. Seine Heimat liegt in den unwirtlichsten Hochgebirgsregionen Asiens, in einer Landschaft aus Fels und Eis. In der Mongolei nennt man ihn auch den Geist der Berge.

Aber so abgeschieden und versteckt diese Großkatze auch lebt, sie ist bedroht: Wilderei, Rachetötungen und Klimawandel machen ihr und ihren Beutetieren zu schaffen. Markus Radday, Programmleiter beim WWF Deutschland für die Mongolei, berichtet von seinen Erlegnissen vor Ort und den Bemühungen des WWF zum Schutz der Großkatze. Eine besondere Rolle spielt auch die erste landesweite Zählung der Tiere, die nun abgeschlossen werden konnte - mit einem vielversprechenden Ergebnis.

Folge 46: Fukushima - zehn Jahre nach der nuklearen Katastrophe

Atomkraftwerk © Global Warming Images / WWF
Atomkraftwerk © Global Warming Images / WWF

Fukushima: Ein Ortsname, der sich eingebrannt hat. Ähnlich wie bei 9/11, dem Wahlsieg Donald Trumps oder dem Tod von Lady Di erinnert sich so ziemlich jeder, wo er zum Zeitpunkt des Ereignisses gewesen ist. Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass ein Erdbeben, ein Tsunami und die dadurch verursachte Atomkatastrophe die Welt nicht nur in Japan nachhaltig veränderte. Einer, der sich auch noch sehr genau daran erinnern kann, wo er im März 2011 war, ist beim ÜberLeben Podcast zu Gast: Felix Matthes. Er ist Wirtschaftswissenschaftler am Öko-Institut und Spezialist in energiepolitischen Fragen. In dieser Funktion berät er nicht nur die Bundesregierung – wie zuletzt als Mitglied der sogenannten Kohlekommission, sondern er zeichnet auch verantwortlich für diverse WWF-Studien und Positionspapiere zu klima- und energiepolitischen Fragestellungen. Felix Matthes war 2011 in Tokio als 250 Kilometer weiter südlich die Reaktoren in Fukushima außer Kontrolle gerieten. Wir reden mit ihm über Energiepolitik in Japan, die Zukunft der Kernenergie und den Stand der Energiewende in Deutschland.

Folge 45: Wir müssen über Geld reden! Von Öko-Aktien, Green Bonds und nachhaltigen Banken

Ohne Moos nix los © Angelika Warmuth / WWF
Ohne Moos nix los © Angelika Warmuth / WWF

Während bei Friseuren, Gastwirten und Kulturschaffenden in Zeiten von Corona Ebbe in der Kasse herrscht, wissen andere nicht wohin mit der Marie. Reisen, Shoppen, Kino oder Konzert. Alles ausgefallen. Durch Mehrausgaben für Nudeln und Toilettenpapier war das schwerlich auszugleichen. Die Folge: Die Deutschen sparten im vorigen Jahr 330 Milliarden Euro und legten damit noch einmal gut 100 Milliarden Euro mehr auf die hohe Kante als ein Jahr zuvor.

Wohin mit dem Geld, wenn man sicherstellen möchte, dass sein Geld nicht in Raubbau, Umweltzerstörung und ausbeuterische Firmen fließt? Was kann man mit Ersparnissen machen, um sie möglichst „grün“ anzulegen? Darüber reden wir heute mit Vanessa Bolmer, einer ehemaligen Bankerin, die es vor einigen Monaten nicht an die Wallstreet, sondern in die Reinhardtstraße zum WWF verschlagen hat, wo sie sich um nachhaltige Finanzen kümmert. Unser zweiter Gast, Hermann-Josef Tenhagen, hat das Reden über Geld als Chefredakteur von Finanztip zu seinem Beruf gemacht. Zusammen mit ihnen versuchen wir etwas Licht in den Dschungel nachhaltiger Finanzprodukte zu bringen.

Folge 44: Abgetaucht - EINGMA, das Rätsel auf dem Meeresgrund

Die ENIGMA am Grund der Ostsee © Florian Huber / Submaris
Die ENIGMA am Grund der Ostsee © Florian Huber / Submaris

In dieser Folge von #ÜberLeben tauchen wir ein in die Tiefen der gar nicht so tiefen Ostsee. Auf dem Meeresgrund liegen nicht nur versunkene Schiffswracks, tonnenweise Waffen und Munition aus dem zweiten Weltkrieg, sondern auch unzählige verlorene Fischernetze. Eine gefährliche Mischung.

Bei der Bergung dieser Geisternetze machte Florian Huber, einer unserer Taucher, eine ungewöhnliche Entdeckung. Ihm ging eine ENIGMA, eine Chiffriermaschine der Nazis ins Netz. Wir fragen den Berufstaucher und Unterwasserarchäologen wie es dazu kam und was es sonst noch so auf dem Boden der Ostsee zu entdecken gibt. Wir erfahren, wie der Schrott geborgen wird, was Sporttaucher tun können und dass die alten Dechiffriermaschinen angeblich selbst das Interesse der Rollung Stones geweckt haben.    

Folge 43: Rot, röter, Rote Liste

Feldhamster © imageBROKER/MichaelaxWalch
Feldhamster © imageBROKER/MichaelaxWalch

Die Zahl der wilden Tiere und Pflanzen geht rasant in den Keller. Die Zahl an Fischen, Vögeln, Säugetieren und Insekten hat sich in weniger als zwei Generationen mehr als halbiert! Der Mensch wird offenbar einsam auf dem Raumschiff Erde. Begleitet wird er allenfalls noch von Kühen, Schafen, Ziegen und Hühnern. Deren Zahl nimmt immer noch zu und übersteigt die ihrer wilden Verwandten inzwischen etwa um das Fünfzehnfache.

Ablesen kann man das auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Was es mit dieser „Todesliste“ auf sich hat und wer drauf steht, darüber reden wir heute mit der Biologin Anne Hanschke. Sie beobachtet die „Inventur im Tierreich“ seit Jahren und kann erläutern, wer aktuell die Gewinner und Verlierer auf der Arche Noah der bedrohten Arten sind.

Folge 42: Auf den Stoßzahn gefühlt - Versuch einer Spurensuche nach illegalem Elfenbein

Beschlagnahmtes Elfenbein © Mike Goldwater / WWF
Beschlagnahmtes Elfenbein © Mike Goldwater / WWF

Diesmal geht es bei #ÜberLeben um Elfenbein, und wie man Schmugglern auf die Spur kommt. Gastmoderatorin Madlen Ziege fühlt Stephan Ziegler auf den Zahn, der eine Datenbank für Elfenbein aufgebaut hat. Er berichtet von seiner Arbeit und erläutert, wie sich z.B. das Alter von beschlagnahmten Schnitzereien bestimmen lässt. Wir erfahren, warum das wichtig ist und wieso Elfenbein-Schmuggler in einem Prozess in Deutschland relativ glimpflich davon gekommen sind. 

Folge 41: Mehr Wildnis wagen

Waldwildnis: Der Thüringer Urwaldpfad © Thomas Stephan / WWF
Waldwildnis: Der Thüringer Urwaldpfad © Thomas Stephan / WWF

So richtig wild geht es in Deutschland eigentlich nur im Straßenverkehr oder auf Anti-Corona-Demos zu. Wer echte Wildnis will, muss lange suchen. Gerade mal mickrige 0,6 Prozent der Landesfläche sind derzeit geschützte Wildnisgebiete.

Doch was ist eigentlich Wildnis? Dieser Frage gehen wir in unserer neuen Episode von #ÜberLeben mit Albert Wotke nach. Er kümmert sich beim WWF um die Wälder und Felder, also die Flächen, die der Stiftung gehören. Albert ist angetreten, um Deutschland ein Stück wilder zumachen. Er erzählt, was es braucht, um wilden Wesen, vom Knochenglanzkäfer bis zum Elch, wieder eine Heimat zu bieten.

Folge 40: Die Fisch-Sprechstunde - was ihr schon immer über Tiere mit Gräten wissen wolltet

Philippinischer Fischer mit Thunfischfang © Jürgen Freund / WWF
Philippinischer Fischer mit Thunfischfang © Jürgen Freund / WWF

Fisch war früher ein Arme-Leute-Essen. Arme Leute gibt es immer noch, doch Fisch ist mittlerweile knapp und vor allem teuer geworden. Japanische Restaurantbesitzer bieten auf Versteigerungen in Tokio manchmal Millionenbeträge für einen einzelnen Thun...

Natürlich ist das die Ausnahme, aber Meeresfrüchte werden zunehmend zum kulinarischen Luxus, denn immer häufiger bleiben die Netze leer. Ein Drittel der Bestände gilt inzwischen als überfischt.

Mit der Meeresschützerin Catherine Zucco reden wir in dieser Folge von #ÜberLeben darüber, welchen Fisch wir noch mit gutem Gewissen essen können. Wir  unternehmen einen Streifzug durch die Kühltheken der Supermärkte und reden über Fangmethoden, Aquakultur und vegetarische Fischstäbchen. 

Folge 39: Das Comeback der Wölfe – Ein Raubtier kehrt zurück

Wolf © Ralph Frank / WWF
Wolf © Ralph Frank / WWF

Er ist wieder da: der Wolf. Vor 20 Jahren kam der erste zurück nach Deutschland. Mittlerweile leben hier wieder etwa 1.100 Exemplare! 

Mit dem Raubtier kehrt auch die Debatte zurück, wieviel Wildnis wir hierzulande zulassen wollen. Der "„wilde“ Streit polarisiert und erhitzt die Gemüter. Die einen hassen den Wolf, die anderen lieben ihn. Kaum ein Tier sorgt für so viele Mythen, „Fake News“ und Aufreger-Schlagzeilen. Wölfe beherrschen den Wald und manchmal sogar die Regionalpolitik.

Was aber ist dran an all dem Wirbel um den Wolf? Ist er wirklich so gefährlich oder in Wirklichkeit vielmehr ein Opportunist, der sehr überlebensfähig und schlau ist?

Im aktuellen Podcast gibt WWF-Wolfsexperte Moritz Klose Einblicke und Informationen über den Wolf.

Folge 38: Jedes Zehntel-Grad zählt - das Paris-Abkommen und der lange Weg zum internationalen Klimaschutz

Offshore Windpark © Global Warming Images / WWF
Offshore Windpark © Global Warming Images / WWF

Der Klimaschutz ist eine Schnecke. Seit 1992 steht jedes Jahr ein internationaler Klimagipfel an, doch geholfen hat das nur wenig: Der Kohlenstoffgehalt in der Atmosphäre steigt Jahr für Jahr auf ein neues Rekordhoch. Zuletzt waren es  410 ppm, ein Niveau so hoch wie zuletzt vor drei Millionen Jahren.

Vor fünf Jahren einigten sich die Staaten immerhin auf das so genannte Paris Abkommen. Dessen Ziel ist es, die Erderhitzung auf  „deutlich unter zwei Grad“ zu begrenzen und Anstrengungen zu unternehmen, den Anstieg möglichst bei maximal 1,5 Grad zu stoppen. Ob es sich hierbei um einen frommen Wunsch handelt oder ob das Ziel wirklich noch erreichbar ist, darüber reden wir heute im ÜberLeben-Podcast mit Kristin Reissig und Juliette de Grandpre. Sie waren schon bei diversen COPs, - den Konferenzen der Vertragsstaaten wie es im Jargon der Klimadiplomaten heißt -  dabei und widmen sich beim WWF der internationalen Klimapolitik.

Folge 37: Der Winter naht… oder auch nicht

Weiße Weihnachten 2020? © Ola Jennersten / WWF-Sweden
Weiße Weihnachten 2020? © Ola Jennersten / WWF-Sweden

Anne Thoma spricht in dieser ÜberLeben-Ausgabe übers Wetter und zwar mit einem, der sich mit dem Thema auskennt. Özden Terli, Wettermoderator beim ZDF. Er verspricht erstmal keine weiße Weihnacht und beklagt, dass Wetterprognosen immer häufiger auch Vorhersagen von Katastrophen sind. Er erläutert, wie das Klima das Wetter beeinflusst und warnt vor dem „eiernden“ Jetstream, der für noch mehr Extremwetter sorgen könnte.

Der Meteorologe kritisiert eine schlafmützigen Klimaschutz, der zu einer immer höheren Konzentration der Treihausgase in der Atmosphäre geführt habe. Özden Terli liefert keinen wirklich optimistischen Ausblick, doch er setzt auf einen „erweiterten Selbsterhaltungstrieb“, der vielleicht doch noch den Weg aus der Klimakrise weisen könnte.

Folge 36: Zoonosen - von Vogelgrippe und Zombie-Nerzen

Weißwangengänse © MikeLane45 / Getty Images / iStockphoto / WWF
Weißwangengänse © MikeLane45 / Getty Images / iStockphoto / WWF

Vogelgrippe, Schweinepest und Corona auf Pelztierfarmen! Die Horrormeldungen über Tierseuchen reißen nicht ab. In Zeiten von Corona wächst die Aufmerksamkeit für solche Themen genauso wie die Angst vor Zoonosen, also dem Überspringen einer Krankheit vom Tier zum Menschen.

Nicht nur auf Bauernhöfen oder  Nerzfarmen schlagen die Seuchen zu. Auch wilde Tiere, seien es Wildschweine oder Zugvögel, spielen bei der Verbreitung der Krankheitserreger eine Rolle. Aktuell finden an Nord- und Ostseeküste Tausende Seevögel den Tod. Die Ursache: H5 N8 - die Vogelgrippe ist zurück.

Hans Ulrich Rösner vom WWF-Wattenmeerbüro in Husum an der Nordsee berichtet, wie die Situation an der Küste momentan aussieht. Außerdem heute im #ÜberLeben Podcast die Tierärztin May Hokan, von der wir mehr über die Gefährlichkeit von Viren und Bakterien erfahren und was wir gegen Zoonosen tun können.

Folge 35: Der Wald, die Säge und die Politik

Delara Burkhardt © Marc Fricke
Delara Burkhardt © Marc Fricke

Die Wälder der Welt sind auf dem Rückzug und wir haben Schuld oder zumindest Mitschuld. Denn der Regenwald wird für Anbauflächen und Weiden geopfert, auf denen Fleisch, Soja, Kautschuk und Palmöl produziert wird. All dieses Produkte landen auch auf dem europäischen Markt, auf unseren Tellern, in den Tanks unserer Autos oder in den Möbeln unserer Wohnzimmer.

Was man hierzulande gegen den Ausverkauf der Natur in anderen Teilen der Welt tun kann, darüber spricht Rebecca Gerigk mit der EU-Parlamentarierin Delara Burghardt. Die SPD-Politikerin setzt sie sich für Waldschutz und entwaldungsfreie Lieferketten ein. Sie berichtet in dieser Episode von #ÜberLeben über ihre Arbeit im Ausschuss für Umweltfragen des Europaparlaments und den langen Weg zu entwaldungsfreien Lieferketten.

Folge 34: Zwei Grad sind zwei Grad zu viel

Zwei-Grad-Campus-Experiment © Arnold Morascher / WWF
Zwei-Grad-Campus-Experiment © Arnold Morascher / WWF

Im 21. Jahrhundert aufzuwachsen bedeutet jeden Tag mit neuen Klimakatastrophen konfrontiert zu sein. Eine zerrüttete Welt ist es, die Konsumgier vor Umwelt- und Naturschutz setzt. Kein Wunder, dass mehr und mehr junge Leute auf die Straße gehen und protestieren: "Das was ihr mit unserer Welt von morgen macht, ist nicht mehr akzeptabel!" Heute beim ÜberLeben Podcast sprechen wir mit Lilith Diringer und Simon Lange über den 2°Campus und Klimaschutz für Einsteiger. Beide fanden ihren persönlichen Weg in den Klima- und Umweltschutz schon früh in der Jugend. Ein wichtiger Connector dafür war unter anderem der WWF 2°Campus. Was genau das ist und wie ihr da draußen daran teilnehmen könnt, erfahrt ihr im Podcast: Wie ist der Weg als jugendliche Person rein in die Welt des Klimaschutzes? Mit welchen Gefühlen blickt die Generation, die seit Monaten zu tausenden auf die Straße ziehen auf die aktuellen Entwicklungen der Weltpolitik?

Folge 33: Eine Schlange namens Dirk

Nach Dirk Embert benannte Schlange „Oxyrhopus emberti“ © Daniel Alarcón Arias und Carmen Mateu Moreno
Nach Dirk Embert benannte Schlange „Oxyrhopus emberti“ © Daniel Alarcón Arias und Carmen Mateu Moreno

In der 33. Folge des Podcasts erfahren Sie Wissenswertes über Kriechtiere und wie ein Reptil zu ihrem Namen kam. Vipern, Nattern, Kobras und Phytons: Wikipedia listet 3.828 verschiedene Schlangenarten auf. Jetzt gibt es noch eine mehr und die heißt Dirk. Wie es dazu kam und um was für ein Exemplar es sich handelt, besprechen mit Dirk Embert, dem „Taufpaten“ des neu entdeckten Reptils. Der Herpetologe erklärt, dass die private Haltung von Riesenschlangen zu einer besonderen Form von Social Distancing führen kann. Wir erfahren, warum es keine gute Idee ist, sich von Anacondas fressen zu lassen und warum man vielleicht mal eine Fledermaus nach Joe Biden benennen könnte.

Folge 32: Ab in die Tonne - Containern mit Pia Kraftfutter

Viele Lebensmittel werden unnötigerweise entsorgt © nerudol / iStock / GettyImages Plus
Viele Lebensmittel werden unnötigerweise entsorgt © nerudol / iStock / GettyImages Plus

In Deutschland landet wahnsinnig viel Essen in der Tonne. Oft werden noch genießbare Lebensmittel, die aber das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben von Supermärkten weggeworfen. Doch wer in Container und Abfalleimer von steigt und das abgelaufene und manchmal noch genießbare Essen bergt macht sich strafbar. Denn in Hausfriedensbruch und des Diebstahl lautet die Anklage. Heute sprechen wir mit Pia Kraftfutter, die Klimaaktivistin hat eine große Followerschaft auf Social Media, über 50.000 Fans folgen ihr auf Instagram. Dort zeigt sie auch häufig mal ihre Ausbeute vom wöchentlichen Sprung in die Tonne, denn Pia geht Containern. Was man dabei alles Überraschendes finden kann, wie gefährlich es ist in den Abfällen von Supermärkten nach Essbarem zu suchen und wie Pia mit ihrem Aktivismus auf Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam machen möchte, darüber reden wir heute.

Folge 31: Leidenschaft Wattenmeer - was Techno und Umweltschutz gemeinsam haben

Wattenmeer bei Langeoog © Hans-Ulrich Rösner / WWF
Wattenmeer bei Langeoog © Hans-Ulrich Rösner / WWF

Das Wattenmeer ist einer der letzten natürlichen Lebensräume, die wir in Westeuropa noch haben. Doch was ist eigentlich das Watt? Wie entsteht sowas? Wo findet das Leben im Wattenmeer statt und wie kann man es vor der anstürmenden Klimakatastrophe schützen? Dafür sind heute Dr. Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF Wattenmeerbüros und Dominik Eulberg, DJ, Musikproduzent und Umweltschützer zu Gast im WWF ÜberLeben Podcast. Wir entdecken, wie die Leidenschaft und Liebe zur Natur unserer Gäste zum Handeln bewegt, was Techno und Umweltschutz gemeinsam haben und wie man mit der Waddenseeexplorer-App selbst auf eigene Faust am Wattenmeer entlangwandern kann.

Folge 30: Generation Loser - sind junge Menschen die großen Verlierer der Corona-Krise?

Diana Kinnert und Nick Heubeck © Petko Beier / WWF
Diana Kinnert und Nick Heubeck © Petko Beier / WWF

Keine Partys, keine Reisen, keine Perspektive? COVID-19 hat das Leben für alle eingeschränkt. Aber sind junge Menschen davon besonders betroffen? Verlieren sie durch die Pandemie mehr als andere? Benachteiligt ein Leben auf Distanz junge Menschen stärker als die Eltern und Großeltern-Generation? Was sind die Folgen der COVID-19-Pandemie für Lehrstelle und Studium? Und wie sieht es aus mit der Generationengerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft bei Fragen des Klimaschutzes oder der Altersvorsorge? Bieten Parteien, Unternehmen, Verbände und Organisationen zeitgemäße Antworten auf Interessen und Themen der jungen Generation wie nachhaltiger Konsum, Mobilität oder Schutz der Artenvielfalt?

Rebecca Gerigk spricht heute im ÜberLeben Podcast mit CDU-Politikerin Diana Kinnert (29) und Fridays For Future-Aktivist Nick Heubeck (22).

Folge 29: Invasion aus dem Erdall – animalische Globalisierung

Nandu © Ralph Frank / WWF
Nandu © Ralph Frank / WWF

Die Globalisierung macht vor Tieren und Pflanzen nicht halt: Papageien fühlen sich in deutschen Großstädten inzwischen pudelwohl. In nordamerikanischen Sümpfen machen asiatische Würgeschlangen Jagd auf Alligatoren, und die europäischen Eichhörnchen bekommen Konkurrenz aus Übersee. Wenn etwa Nandus - straussenartige Laufvögel - durch die norddeutsche Agrarsteppe flattern oder Flusspferde aus dem Privatzoo eines Drogenbosses den kolumbianischen Urwald unsicher machen, scheint das eher kurios. Immer öfter verursachen solche tierischen Einwanderer aber auch Probleme. Man spricht dann von so genannten Invasiven Arten. Der Weltbiodiversitätsrat sieht nicht nur Lebensraumzerstörung, Übernutzung, Umweltverschmutzung und Klimawandel als Gefahren für die Biodiversität, sondern die Experten zählen auch eingeschleppte Tiere und Pflanzen dazu.  

Über die „Invasion aus dem Erdall“ sprechen wir heute im #ÜberLeben Podcast mit Arnulf Köhncke. Der Zoologe leitet den Fachbereich Artenschutz beim WWF Deutschland und hat bereits seine Diplomarbeit zum Thema verfasst. Er berichtet, warum im New Yorker Central Park Vögel aus Werken von Shakespeare zwitschern. Wir diskutieren, ob man die Einwanderer nicht einfach verspeisen könnte und er erzählt, dass sich sogar schon Zeichentrickserien mit dem Thema beschäftigt haben.

Folge 28: Greta, Bob und Bruno: Öko-Helden auf der Leinwand

Filmplakat "I am Greta" © Reel Films
Filmplakat "I am Greta" © Reel Films

Im Mittelpunkt der neuen Episode von #ÜberLeben stehen Filme, genauer gesagt Umweltfilme, die in den kommenden Wochen in die Kinos kommen. Aktuell laufen gleich drei neue Filme an, in denen reale Umweltaktivisten eine Hauptrolle spielen. Greta Thunberg, Robert Billot und Bruno Manser sind die Protagonisten von „I am Greta“, „Vergiftete Wahrheit“ und „Die Stimme des Regenwaldes“. Es geht um Chemieskandale, Klimaschutz und Waldzerstörung.

Über die Filme und die Hintergründe reden wir mit der Chemikalienexpertin Ninja Reineke, mit Johanna Fenzl von der WWF Jugend und mit Claude Martin, langjähriger CEO des WWF International, der für den Club of Rome eine Bestandsaufnahme über den Zustand der Wälder vorgelegt hat.

Folge 27: Das große Wegschmeißen

Lebensmittel im Abfall © peder77 / iStock / Getty Images Plus
Lebensmittel im Abfall © peder77 / iStock / Getty Images Plus

Es ist etwas faul mit unserem Umgang mit der Nahrung. Rund ein Drittel unserer Lebensmittel werfen wir einfach weg. Jeder dritte Liter Milch landet im Klo und jedes dritte Brötchen auf der Deponie. Vor dem Hintergrund, dass weltweit mehr als 800 Millionen Menschen hungern ist das ein untragbarer Zustand.

Die Produktion von Nahrung kostet Geld, Energie und Ressourcen. Wälder werden gerodet, um Platz für Äcker und Weiden zu gewinnen. Wasser wird verschwendet, um Gemüse zu erzeugen, das niemand isst, und nicht zuletzt gehört die Belastung von Grundwasser, Luft und Böden zu den Nebenwirkungen einer industrialisierten Landwirtschaft.

Über die Verschwendung von Lebensmitteln reden wir in dieser Episode von ÜberLeben mit Kerstin Weber, die sich im Landwirtschaftsbereich des WWF Deutschland mit der Problematik auseinandersetzt. Wir erfahren, was besonders häufig in der Tonne landet, wer dafür die Verantwortung trägt und wo sich Ansatzpunkte bieten, die Vergeudung zu verringern.

Folge 26: Nord Stream - Die Ostseepipeline und die Umwelt

Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 © imago images / ITAR-TASS / Alexander Demianchuk
Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 © imago images / ITAR-TASS / Alexander Demianchuk

Nord Stream 2, kaum ein Projekt wirbelt derzeit so viel Staub auf wie die geplante Gaspipeline durch die Ostsee. Zwei zusätzliche 1.200 Kilometer lange Röhren von Russland nach Mecklenburg-Vorpommern sollen dafür sorgen, dass noch mehr russisches Erdgas in der EU verfeuert werden kann. Doch das Projekt steht auf der Kippe. Ohnehin hochumstritten erhält die Debatte über Sinn und Unsinn der Leitung durch den Giftanschlag auf den Putin-Kritiker Alexander Nawalny eine neue Dynamik. Ein Stopp des Projekts als Reaktion auf den Mordversuch und als Sanktion gegen die vermuteten Strippenzieher in Moskau ist zumindest nicht ausgeschlossen.

Ein komplexes energiepolitisches Spiel um Macht, Geld und Einfluss, und man darf gespannt sein, wie der Poker ums russische Gas letztlich ausgeht. Umweltargumente spielen dabei allenfalls am Rande eine Rolle. Wir wollen das ändern und reden über den Pipelinebau und die Natur. Zu Gast ist in dieser Folge von #ÜberLeben Jochen Lamp. Er leitet das Ostseebüro des WWF und hat bereits vor rund zehn Jahren Gazprom und die anderen Betreiber wegen des Baus von Nord Stream 1 verklagt. Er berichtet über seine Erfahrungen von damals und erläutert, warum das Milliardenprojekt nicht nur schädlich für die Umwelt sondern auch klimapolitisch mehr als umstritten ist.

Folge 25: Eisbären - Kronzeugen der Klimakrise

Eisbär © Evgeny555 / iStock / Getty Images
Eisbär © Evgeny555 / iStock / Getty Images

Sie sollen den Verkauf von Hustenbonbons ankurbeln, müssen als Maskottchen für Sportvereine herhalten, sind Zuschauermagneten in Zoologischen Gärten und gelten nicht zuletzt als DAS Symboltier für den Klimawandel. In der neuen Episode von #ÜberLeben dreht sich alles um Eisbären.

Zu Gast ist diesmal die Biologin Sybille Klenzendorf vom Arktis-Programm des WWF. Sie kümmert sich u.a. darum, dass Menschen und Bären rund um den Polarkreis einigermaßen miteinander klar kommen. Im Gespräch mit ihr gehen wir der Frage nach, wie schwarz die Zukunft des weißen Bären wirklich aussieht, wenn wir die Erderhitzung nicht in den Griff bekommen. Sie erzählt, was es mit  „Cappucchino-Bären“ auf sich hat und warum die neugierige Exemplare in Kanada gelegentlich ins Gefängnis müssen.

Wir schauen auch auf die dunkle Seite des größten Raubtiers des Nordens und versuchen zu klären, ob der eine oder andere von ihnen vielleicht doch schon mal einen Pinguin gefressen haben könnte, obwohl die tendenziell am anderen Ende der Welt zuhause sind.

Folge 24: Living Planet Index - Tierwelt in freien Fall

Frau mit Chamaeleon © Jonathan Caramanus / Green Renaissance / WWF UK
Frau mit Chamaeleon © Jonathan Caramanus / Green Renaissance / WWF UK

Es leert sich auf der Arche Noah. Das zumindest legt die neueste Ausgabe des Living Planet Reports nahe. Demnach ging der Bestand an Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien im Vergleich zu 1970 weltweit um fast 70 Prozent zurück. Der Report dokumentiert eine dramatische Entwicklung, über die wir in der heutigen Folge von #ÜberLeben  sprechen. Zu Gast ist diesmal Günter Mitlacher, der die regelmäßige Bestandsaufnahme des Zustandes unseres Planeten für den WWF seit Jahren betreut.

Er erläutert wie die Daten zustande kommen, wie sie zu bewerten sind und vor allem was zu tun ist, um das Artensterben auszubremsen und die bedrohliche Entwicklung umzukehren. Wir erfahren, welche Kontinente es besonders hart trifft und welche Ursachen des großen Sterbens als erstes angegangen werden sollten.

Es wird zugleich deutlich, dass nicht alle Tierarten auf der Verliererstraße sind. Wachsende Bestände beim Biber und regional bei einigen Populationen des Waldelefanten zeigen, dass der Negativtrend auch gestoppt werden kann. Mit mehr Schutzgebieten, einer Umstellung der Landbewirtschaftung und nachhaltigerem Konsum ließe sich der Verlust terrestrischer Biodiversität noch aufhalten.

Folge 23: Corona - Ureinwohner Brasiliens in Gefahr!

Indigener mit Maske © Ricardo Oliviera / AFP
Indigener mit Maske © Ricardo Oliviera / AFP

Brasilien ist von der Corona-Krise hart getroffen. Doppelt hart trifft es die Indigenen des Landes. Goldgräber und Holzfäller nutzen die Gunst der Stunde und dringen vermehrt in Schutzgebiete ein, und viele von ihnen haben das Virus quasi im Gepäck. Die Bewohner des Waldes, vor allem die isoliert lebenden Völker, sind dadurch besonders in Gefahr. Durch eine fehlende Gesundheitsversorgung und virologische Anfälligkeit sind sie dem Corona-Virus häufig schutzlos ausgeliefert. Drohen die indigenen Völker Brasiliens nun ganz zu verschwinden? Darüber sprechen wir heute, mit Roberto Maldonado, Südamerika-Experte beim WWF.

Folge 22: Die Rückkehr des Europäischen Wisent in den Kaukasus

Aurel Heidelberg unterwegs für das Wisentprojekt © Rustam Maharramow / WWF
Aurel Heidelberg unterwegs für das Wisentprojekt © Rustam Maharramow / WWF

Vor fast 100 Jahren wurde der letzte freilebende Wisent im Kaukasus erlegt. Hätten nicht einige der Tiere durch das Engagement von Wisent-Schützern in Zoologischen Gärten überbelebt und wären nicht frühzeitig aufwendige Nachzuchtprogramme und später Wiederansiedlungsprogramme gestartet worden, wäre das größte Landsäugetier Europas fast ausgestorben. Heute streifen wieder Wisent-Herden durch einige Schutzgebiete Polens, Weißrusslands, Russlands, Rumäniens und andern meist Osteuropäischen Ländern durch die Wälder (z. B. im Bialowieza NP/Polen).

Seit 2019 kehrt der Wisent nun auch wieder nach Aserbaidschan zurück. In einem nationalen Wiederansiedlungsprogramm mit internationaler Beteiligung wurden im Frühjahr 2020 12 Wisente aus dem Europäischen Erhaltungszucht Programm in den Shahdag Nationalpark im östlichen großen Kaukasus transportiert. In kurzer Zeit haben sich die Wildrinder an ihren neuen Lebensraum gewöhnt und es wurden bereits drei Kälber geboren. Im November 2020 sollen fünf weitere Tiere von Berlin die 4.000 km weite Reise antreten.

Aurel Heidelberg, WWF-Experte für die Ökoregion Kaukasus, berichtet über seine Erfahrungen zum Schutz dieses beeindruckenden Großpflanzenfressers mit vielen Details und großen Herausforderungen bei der Rückkehr des Wisents in den Kaukasus.

Folge 21: Dürre, Durst und Donnerwetter – Deutschland auf dem Trockenen

Von Dürre betroffenes Sonnenblumenfeld © EKH-Pictures / GettyImages / iStock
Von Dürre betroffenes Sonnenblumenfeld © EKH-Pictures / GettyImages / iStock

Sommer-Sonne-Hitzefrei. Es könnte so schön sein, doch etwas fehlt: Regen. Der Sommer 2020 ist erneut eher eine trockene Angelegenheit. Die Bauern fürchten magere Ernten, und auf die Borkenkäfer wartet angesichts der knochentrockenen Wälder ein regelrechtes Festmahl. Nun sind längere sommerliche Trockenperioden nicht ungewöhnlich, aber Deutschland erlebt nun schon den dritten Sommer in Folge mit sehr wenig Niederschlägen. Das Grundwasser sinkt und mancherorts wird selbst Trinkwasser knapp.

Was das mittelfristig für den Umgang mit dem kostbaren Nass bedeutet, darüber reden wir in unserer heutigen Folge von ÜberLeben mit Philipp Wagnitz, der für den WWF eine ganze Reihe von Wasserprojekten in aller Welt koordiniert. Er liefert nicht nur eine Einschätzung zur aktuellen Lage hierzulande, sondern kann uns auch etwas erzählen über durstige Avocados, virtuelles Wasser und warum in einer Tasse Kaffee mehr als hundert Liter Wasser stecken.

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  • Tiger im Tierpark Berlin © GettyImages WWF-Podcast: Folge 1 bis 10

    Von Social Distancing im Regenwald über Tiger King bis hin zu etwas anderer Katzenmusik. Zu den Folgen 1 bis 10

  • Taucher findet Geisternetz © Christian Howe / WWF WWF-Podcast: Folge 11 bis 20

    Von gutem und bösem Palmöl über Geisternetze und nachhaltigen Tourismus bis hin zu Klimawandel und Dürre in Deutschland. Zu den Folgen 11 bis 20