bekannte Futterpflanzenspektrum. Allein im Nouabalé-Ndoki-Nationalpark in der Republik Kongo ernähren sich die Waldelefanten von mindestens 500 verschiedenen Pflanzenarten. Bei der Nahrungsbeschaffung
zuletzt aktualisiert: 29.04.2021
Das WWF Magazin 03/22 - Wild im Wald Wenn Sie mehr lesen möchten, können Sie Ihr Probeexemplar beim Infoservice anfordern. Oder Sie werden gleich Fördermitglied , dann haben Sie automatisch das nächste WWF Magazin druckfrisch im Briefkasten. Schützen Sie die Bonobos in Salonga Weitere Themen im Heft Geparde: immer der Nase nach Geparde sind die seltensten großen Katzen Afrikas und ihre Population nimmt weiter ab. Meist werden sie von Farmern getötet, weil sie in ihnen eine Gefahr für ihre Nutztiere sehen. Eine neu Methode könnte helfen, den Konflikt zu entschärfen. Zum Artikel... St. Peter-Ording: Das Projekt „Sandküste“ Küstennatur schützen und zugleich dem ansteigenden Meeresspiegel vorbeugen: In St. Peter-Ording wollen fünf Projektpartner, darunter der WWF, die naturnahe Wattenmeerküste für die Zukunft sicher. Mehr Informationen... Living Planet Talk für WWF-Unterstützer:innen Über das Thema Salonga in diesem WWF Magazin können Sie von unseren Expert:innen mehr erfahren und live diskutieren: bei unserer kostenlosen Online-Veranstaltung „Living Planet Talk“. Mehr dazu ... Leserumfrage In der Ausgabe 2/2022 hatten wir Sie um Ihre Meinung zum WWF Magazin gebeten. Hier finden Sie die Ergebnisse... Mit Ihrer Spende schützen Sie unsere nächsten Verwandten - die Bonobos! Loading …
zuletzt aktualisiert: 10.07.2026
Kontaktieren Sie das WWF-Philanthropie-Team Ihre Ansprechpartner:innen für Ihr philanthropisches Engagement Ob Sie sich für das Programm Global Protector, den Living Planet Club, Großspenden oder die Themen Testamente und Stiftungen interessieren – hier finden Sie Ihre persönlichen Ansprechpartner:innen Engagieren Sie sich als „Global Protector“ oder im Living Planet Club Claudia Bierhoff © Heidi Scherm Claudia Bierhoff Schwerpunkte: Global Protector , Living Planet Club Telefon: +49 30 311777-578 E-Mail: claudia.bierhoff@wwf.de „Allein können wir so wenig tun; zusammen können wir so viel machen.“ (Helen Keller) Guilleaume Mormon © Sonja Ritter / WWF Guilleaume Mormon Schwerpunkte: Global Protector Telefon: +49 30 311 777 - 754 E-Mail: guilleaume.mormon@wwf.de „I’ve failed over and over again, and that is why I succeed.” (Michael Jordan) Ihre Großspende für eine lebenswerte Zukunft Annette Kuhn © Heidi Scherm Annette Kuhn Schwerpunkt: Private Großspender:innen Telefon: 030 311 777 - 738 Mobil: 0151 18 85 48 73 E-Mail: annette.kuhn@wwf.de „Wir selbst müssen die Veränderung werden, die wir geschehen sehen wollen.“ (Mahatma Gandhi) Bianca Romanowsky © Heidi Scherm Bianca Romanowsky Schwerpunkt: Private Großspender:innen Telefon: 030 311 777 - 726 Mobil: 0151 18851503 E-Mail: bianca.romanowsky@wwf.de „Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden.“ (Thich Nhat Hanh) Mit Ihrem Testament die Zukunft gestalten Ninon Demuth © Heidi Scherm Ninon Demuth Schwerpunkt: Testament Telefon: +49 30 311777-729 E-Mail: ninon.demuth@wwf.de „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“ (Peter Drucker) Sabine Mirkovic © Heidi Scherm Sabine Mirkovic Schwerpunkt: Testament Telefon: +49 40 530200-540 E-Mail: sabine.mirkovic@wwf.de „Wer die Schönheit der Erde betrachtet, findet Kraftreserven, die so lange Bestand haben, wie das Leben währt.“ (Rachel Carson) Erzielen Sie als Förderstiftung langfristig Wirkung Manuela Schulz © Kathrin Tschirner / WWF Manuela Schulz Schwerpunkt: Förderstiftungen Telefon: +49 30 311 777-422 E-Mail: manuela.schulz@wwf.de „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen“. (Chinesisches Sprichwort) Sie haben Fragen zu unseren Philanthropie-Events? Nora Goebbel © Heidi Scherm / WWF Nora Goebbel Schwerpunkt: Eventmanagement Philanthropie Telefon: +49 30 311 777-491 E-Mail: nora.goebbel@wwf.de „Folge deinem Herzen“ (Jane Goodall) Philanthropie Wir laden Sie ein, dem Kreis an engagierten Partner:innen beizutreten und seine vielen Vorteile zu erleben. Weiterlesen ...
zuletzt aktualisiert: 23.05.2023
Dschungel-Labor: Hilfe für Menschenaffen und Menschen Auch Menschenaffen werden mal krank. Besonders gefährlich sind für sie menschliche Erreger. Mit medizinischer Versorgung mitten im Dschungel und einem Feldlabor hilft der WWF im Kongobecken kranken Tieren – und kann uns Menschen frühzeitig vor Krankheiten wie Ebola oder Anthrax warnen. Im April 2015 machen Mitarbeiter des WWF im Urwald von Malebo im Kongo eine traurige Entdeckung: Eine Gruppe von Bonobos ist an einer Atemwegsinfektion schwer erkrankt. Man sieht den Tieren an, dass es ihnen nicht gut geht. Jeden Tag suchen die WWF-Mitarbeiter im Wald nach kranken Bonobos – und müssen mit ansehen, wie ein Weibchen verendet. Das Schlimmste daran: Sie hinterlässt ein Baby und dessen großen Bruder. „Der Bruder hat sich rührend um das Baby gekümmert und es zum Beispiel auch gegroomt, das bedeutet gelaust“, erzählt Dr. Ilka Herbinger, Afrikareferentin beim WWF Deutschland. „Aber wir wussten: Ohne die Mutter wird das Jungtier verhungern und verdursten.“ Schwere Entscheidung im Dschungel Verendetes Bonobo Baby neben toter Mutter © Sonja Metzger Zu gerne würden die Umweltschützer:innen ihrem ersten Impuls folgen und das Bonobo-Baby mit in ihr Camp nehmen, um es dort hochzupäppeln. Aber sie müssen an die Folgen denken. Noch weiß niemand, an welcher Krankheit die Mutter gestorben ist. Es besteht große Gefahr, alle im Camp mit dieser noch unbekannten Erkrankung zu infizieren. Das gleiche gilt für eine Auffangstation für Bonobo-Waisen in der Hauptstadt Kinshasa: Handelt es sich um eine hochinfektiöse Krankheit, könnte sie alle anderen Bonobos töten. Außerdem würde das geschwächte Jungtier wohl nicht einmal den Flug dorthin überleben. „Auch das gehört zu unserer Arbeit: Zum Schutz aller anderen Tiere und von uns Menschen müssen wir manchmal der Natur ihren Lauf lassen und das auch schweren Herzens aushalten können“, sagt Ilka Herbinger. Die Helfer müssen warten, bis eine Tierärztin eingeflogen ist und herausfindet, woran die Tiere leiden. Für das Bonobo-Baby wird es dann zu spät sein. DNA-Analyse im Feldlabor: Erfreuliche Nachrichten aus Dzanga-Sangha Rund 600 Kilometer weiter nördlich, in Dzanga-Sangha in der Zentralafrikanischen Republik, ist im Notfall bereits schnellere Hilfe möglich: Eine Tierärztin arbeitet monatsweise direkt vor Ort und es gibt ein professionell eingerichtetes Feldlabor. „Leider fehlt uns immer noch das Geld für eine Vollzeit-Tierärztin“, bedauert Herbinger. „Aber hier unten wird schon jetzt großartige Arbeit geleistet und wir können sogar mitten im Feld eine Probe bis zur DNA herunter analysieren.“ Die Mitarbeiter nehmen regelmäßig Kot- und Urinproben der hier beheimateten Flachlandgorillas. Finden sie gefährliche Erreger, können sie sofort Gegenmaßnahmen ergreifen und so zum Beispiel auch dem Ausbruch von Epidemien wie Ebola beim Menschen vorbeugen. Frühwarnsystem vor Ebola Gesundheitsmonitoring bei den Projektmitarbeitern © Kim Grützmacher Ebola ist eine natürliche Infektion, die im Lebensraum von Menschenaffen vorkommt, aber auch eine tödliche Gefahr für die Tiere und Menschen. Je schneller man den Erreger bei Gorillas und Schimpansen identifiziert, desto besser lässt sich der Ausbruch einer Ebola-Epidemie beim Menschen im Keim ersticken. „Wenn es zu lange dauert, bis Quarantänemechanismen greifen, kann man das Virus nicht mehr kontrollieren. Mit unserer Arbeit könnte alles schneller anlaufen“, betont Dr. Ilka Herbinger vom WWF. Das Feldlabor in Dzanga-Sangha ermöglicht ein regelmäßiges Gesundheitsmonitoring der Menschenaffen. Beim Ausbruch von Krankheiten wie Ebola oder Anthrax kann die lokale Bevölkerung sofort gewarnt werden, um sich nicht anzustecken. Großflächiges Gesundheitsmonitoring im Kongobecken Insgesamt überwacht der WWF zusammen mit dem Robert-Koch-Institut Berlin die Gesundheit von Menschenaffen in drei wichtigen Regionen im Kongobecken im Herzen Afrikas, zwei weitere sollen folgen. Alle Gebiete gehören zu langfristigen Ökotourismus-Projekten mit Menschenaffen: Gerade hier ist eine regelmäßige medizinische Kontrolle von enormer Bedeutung, zum Schutz der Tiere und zur Sicherheit von Menschen. "Da viele Krankheiten beide betreffen - Mensch und Tier - und diese sich gegenseitig anstecken können, ist unser Projekt von großem öffentlichen Interesse", sagt Fabian Leendertz vom Robert Koch Institut. Chance mit Risiken: Habituierung von Menschenaffen Junger Bonobo © Karine Aigner / WWF-US Für den Ökotourismus werden Bonobos, Schimpansen und Gorillas an den Menschen gewöhnt, damit die Touristen sie – wenn auch mit gebührendem Abstand – besser beobachten können. Habituierung nennt sich das und hört sich zunächst unnatürlich an, hilft den Tieren aber enorm. Denn durch den Tourismus und die damit verbundenen Einnahmen bekommen sie einen Wert für die einheimische Bevölkerung und werden geschützt. „ Berggorillas sind die einzigen Menschenaffen, die zurzeit in ihrem Bestand wachsen . Das ist mit Sicherheit damit verbunden, dass viele Gruppen für den Tourismus habituiert sind“, sagt Ilka Herbinger. „Hier sind sie geschützt und täglich überwacht. Ohne ihren Wert für den Tourismus hätten die Berggorillas die mehrfachen Bürgerkriegsausbrüche sicherlich nicht überlebt.“ Ein großes Problem der Nähe zwischen Menschenaffe und Mensch ist aber die Ansteckungsgefahr – für die Tiere . Denn eine einfache menschliche Erkältung kann für einen Bonobo oder Gorilla schon tödlich enden. Überlebenswichtig für die Menschenaffen sind deshalb die richtigen Vorkehrungen, zum Beispiel das Tragen eines Mundschutzes für alle, die ihnen nahe kommen, regelmäßige Untersuchungen und Impfungen der Mitarbeiter und eben auch die Kontrolle von Kot und Urin der Menschenaffen auf mögliche Krankheitserreger. Es gibt noch viel zu tun Das Feldlabor in Dzanga-Sangha lässt sich problemlos in zwei Kisten packen, um es im Dschungel zu transportieren, und trotzt immer wieder den schwierigen Bedingungen des Regenwaldes wie zum Beispiel ständigen Stromausfällen und der hohen Luftfeuchtigkeit, die Proben und Medikamente dickflüssig werden lässt. Auch zum Schutz der Menschenaffen in Campo Ma’an in Kamerun soll ein derartiges Labor eingerichtet werden. Genau wie für die Bonobos in Malebo in der Demokratischen Republik Kongo. „Die Laborgeräte konnten wir teilweise schon anschaffen“, erzählt Ilka Herbinger vom WWF Deutschland. „Aber wir benötigen dringend mehr Mittel, um Tierärzte ganzjährig vor Ort einzustellen.“ So können Sie helfen Kongo-Becken Die Artenvielfalt der Region ist einzigartig: Die Kongo-Regenwälder beheimaten über 400 Säugetierarten, mehr als 1.000 Vogelspezies und wahrscheinlich über 10.000 Pflanzenarten. Weiterlesen ...
zuletzt aktualisiert: 03.08.2015
Perus Unternehmerinnen des Waldes Mit mehr als 73 Millionen Hektar Wald steht Peru an weltweit neunter Stelle der Länder mit den größten Waldflächen. Doch hohe Abholzungsraten zugunsten etwa der Ausweitung der Landwirtschaft und der Gewinnung von Holz stehen an der Tagesordnung. Auf der anderen Seite, in den indigenen Territorien und Naturschutzgebieten, sieht die Realität völlig anders aus. Frauen aus indigenen Gemeinden schaffen es nicht nur, ihre Gebiete wirtschaftlich erfolgreich zu nutzen, sondern gleichzeitig auch zu erhalten – und somit direkt zum Klimaschutz beizutragen. Seit vielen Jahren unterstützt sie der WWF dabei. Peru ist ein Land von unschätzbarem Wert – nicht nur wegen seiner Kultur und Geschichte, sondern weil es eine wahre Quelle des Lebens ist. Seine Wälder beherbergen neben zahlreichen Tier- und Pflanzenarten auch 2.250 indigene Gemeinden . 15 Millionen Hektar der landesweiten Waldfläche sind im Besitz von Indigenen oder werden von diesen verwaltet. Zwei Organisationen – eine Idee Schöne Handarbeiten der Unternehmerinnen in Peru © WWF Peru Vor neun Jahren haben sich die beiden größten indigenen Organisationen in Peru zusammengetan. Ihr gemeinsames Ziel: Eine Initiative zu entwickeln, die indigene Völker zur ganzheitlichen, selbstbestimmten Verwaltung ihrer Territorien befähigt. MDE Saweto (El Mecanismo Dedicado Específico Saweto) sollte Projekte, die von Frauen geleitet werden , stärken, sichtbar machen und ihnen zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit verhelfen. Mit Erfolg! In den letzten fünf Jahren hat MDE-Saweto 25 indigene Gemeinden mit von Frauen geführten Projekten begleitet . Die Unternehmungen werden allesamt von Müttern, Ehefrauen und Töchtern geleitet, die durch ihre Arbeit nicht nur überleben wollen, sondern damit auch ihre Gebiete schützen und selbst daran wachsen. Frauen bekommen eine Stimme Die unterstützten Projekte befassen sich beispielsweise mit der Produktion und dem Handel von Kakao , andere mit Handwerk , Tourismus oder Fischzucht . Bei jedem einzelnen wurde sichergestellt, dass die Frauen Mitspracherecht haben und direkten Profit daraus ziehen. Für viele der Initiativen wurden Geschäftspläne entwickelt, um deren Nachhaltigkeit zu gewährleisten, Autonomie zu schaffen und die Verletzlichkeit der Frauen zu verringern. Einige schafften den Sprung zu einem richtigen Unternehmen. „Wir erkennen ihr Recht auf Territorium an und fördern es, weil wir wissen, welche Auswirkungen sie auf die Ökosysteme des Amazonas haben. Die indigenen Gemeinschaften leben dort, wo die natürlichen Ressourcen vorhanden sind – und es ist offensichtlich, dass sie sich traditionell um die Wälder gekümmert haben. Diese harmonische Beziehung sollte gefördert und unterstützt werden.“ Alfredo Luna Briceño, Vizeminister für Interkulturalität des MINCU (Ministerio de Cultura del Perú) Erfolge in Ucayali und Amazonas Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen machte die Maroti Shobo Association in Ucayali, dem zweitgrößten Departement Perus . Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeiten Frauen aus sechs verschiedenen indigenen Gemeinden zusammen an der Herstellung von Textilien und traditioneller Mode . Durch die Unterstützung konnten die Teilhaberinnen ihre Verkaufsräume verbessern, modernere Geräte für die Entwicklung und Herstellung ihrer Produkte anschaffen sowie ihre finanziellen Verwaltungskapazitäten optimieren. Eine andere Erfolgsgeschichte ereignete sich in der indigenen Gemeinde Nazareth im Amazonas-Gebiet . Zunächst begannen einige Frauen – damals noch unter der Leitung von Männern – eine Fischzucht aufzubauen, um für genügend Nahrung in ihrer Gemeinschaft zu sorgen. Mit der Zeit bekamen die Frauen immer mehr Einfluss, leiten die Initiative seit nunmehr vier Jahren und planen aktuell sogar, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Nachhaltigkeit der Unternehmungen Bei der Arbeit mit Indigenen setzt der WWF nicht auf kurzfristige Erfolge. Damit die Unternehmungen auch langfristig eine Chance haben, verbleiben die verbesserten technischen Kapazitäten in den Gemeinden. Außerdem wird die Überwachung der Prozesse von den indigenen Organisationen selbst übernommen. So können wir in Zukunft hoffentlich noch viele Geschichten von selbstbestimmten und erfolgreichen Unternehmerinnen des Waldes erzählen. Der Amazonasregenwald: Der größte Regenwald der Erde Das Amazonas-Becken bedeckt mit seinem Regenwald eine Fläche mit einer Ausdehnung, die der Entfernung von Berlin nach Bagdad entspricht. Weiterlesen... Der Amazonas vor dem Kollaps Die Regenwälder des Amazonas brennen wie lange nicht mehr. Dahinter stecken Kalkül und das ganz große Geld. Weiterlesen...
zuletzt aktualisiert: 01.10.2024
Ein Staudamm im Paradies? Mitten im Weltnaturerbe Selous in Tansania, in der Stiegler’s Gorge am Rufiji River, soll ein Staudamm errichtet werden. Die Folgen: Verheerend für Mensch und Tier. Bereits seit einigen Jahren werden Pläne entwickelt, mitten im Selous ein Wasserkraftwerk zu bauen. Mitten in der Wildnis würde eine 126 Meter hohe und 700 Meter breite Staumauer entstehen. 4.000.000 Kubikmeter Beton müssen in die Wildnis gekarrt und dort verbaut werden. Der Staudamm in der Schlucht „Stiegler’s Gorge“ würde ein 1.100 Quadratkilometer großes Gebiet fluten . Das ist größer als die Fläche Berlins und entspricht in etwa der Hälfte des Saarlands. Der Stausee würde nicht nur den Lebensraum für die Wildtiere zerstören, sondern auch wichtige Wanderrouten überschwemmen und zusammenhängende Tierpopulationen trennen. Frei fließende Flüsse können den vielen Pflanzen und Bäumen optimale Bedingungen bieten – ein Staudamm brächte zubetonierte Flussbette und große überflutete Gebiete mit sich. Für den Bau würden inmitten des Schutzgebietes Straßen, Industrieanlagen und Siedlungen für etwa 1.200 Bauarbeiter entstehen. Das bedeutet Verkehr, Lärm, Verschmutzung und Abfall – alles zu Lasten des Weltnaturerbes. Und durch die neu gebauten Straßen gelangen nicht nur Bauarbeiter schneller und einfacher in die Mitte des Schutzgebietes, sondern auch Wilderer. Auch für die Menschen hätte der Staudamm enorme Konsequenzen. Das Einkommen vieler Bewohner der Region ist abhängig vom Fototourismus im Weltnaturerbe. Wenn wichtiger Lebensraum zerstört wird und sich Menschen immer weiter ausbreiten, werden die Wildtierpopulationen kleiner – und die Touristen bleiben aus. Zusätzlich bedroht ist das Gebiet flussabwärts der Stiegler’s Gorge. Wichtige Nährstoffe und Sedimente, die der Fluss im Sand transportiert, würden im Staudamm festsitzen und z. B. nicht mehr in das Rufiji Delta und die Mangrovenwälder an der Ostküste Tansanias gelangen. Als Folge drohen Erosion, eine Zerstörung der Mangrovenwälder und ein Rückgang der Fischbestände. Für den Selous fordert der WWF daher, dass die Pläne für einen Staudamm innerhalb des Weltnaturerbes gestoppt werden . So können Sie helfen Faszination Selous Das Schutzgebiet Selous im Süden Tansanias. Ein Gebiet, größer als die Schweiz und mit einem enormen Artenreichtum. Doch der Park ist bedroht – von Wilderern und Wirtschaftsprojekten. Weiterlesen ... Uran-Abbau am Mkuju-River Im Selous Game Reserve soll Uran in riesigem Ausmaß abgebaut werden. Radioaktiv verseuchtes Wasser droht in den Selous einzudringen. Weiterlesen ...
zuletzt aktualisiert: 20.02.2018
Uran-Abbau am Mkuju River Im Selous Game Reserve soll Uran in riesigem Ausmaß abgebaut werden. Radioaktiv verseuchtes Wasser droht in den Selous einzudringen. Ein Schwarm Webervögel im Selous Wildreservat © Michael Poliza / WWF Am südlichen Rand des Selous soll in naher Zukunft Uran abgebaut werden. Für die Tier- und Pflanzenwelt im Schutzgebiet und die im Umfeld der Mine lebenden Menschen stellen diese Pläne eine massive Bedrohung dar. Auf einer 22.000 Hektar großen Fläche die zum Schutzgebiet Selous , aber auf dem Papier nicht mehr zum Weltnaturerbe gehört, soll nun Uran abgebaut werden . Die Wasserversorgung betrifft aber sehr wohl das Weltnaturerbe: Um Uran abzubauen werden große Mengen an Wasser benötigt. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass radioaktiv kontaminiertes Wasser durch den Fluss in den Selous gelangt. Auch das Grundwasser wäre dann betroffen. Schon jetzt wurden hier Basislager errichtet, Straßen gebaut und Testbohrungen durchgeführt. Die errichtete Infrastruktur in dem bisher schwer zugänglichen Gebiet erleichtert Wilderern den Zugang in das Schutzgebiet und stellt somit eine Gefahr insbesondere für die Elefantenpopulation des Selous dar. Derzeit gibt es Pläne, das Uran durch In Situ Leaching (ISL) Technologie abzubauen. Diese Methode ist vergleichbar mit dem umstrittenen Fracking: Dabei werden hochgiftige Stoffe wie Arsen und Schwefelsäure in die Erde gepumpt, um das Uran herauszulösen. Zudem werden radioaktive Begleitelemente freigesetzt . Auch diese Stoffe würden durch die Flüsse über weite Strecken durch das Schutzgebiet getragen werden. Der WWF setzt sich dafür ein, dass notwendige Sicherheitsvorkehrungen getroffen und Umweltschutz-Auflagen eingehalten werden . So können Sie helfen Faszination Selous Das Schutzgebiet Selous im Süden Tansanias. Ein Gebiet, größer als die Schweiz und mit einem enormen Artenreichtum. Doch der Park ist bedroht – von Wilderern und Wirtschaftsprojekten. Weiterlesen ... Ein Staudamm im Paradies? Mitten im Weltnaturerbe Selous, in der Stiegler’s Gorge am Rufiji River, soll ein Staudamm errichtet werden. Die Folgen: Verheerend für Mensch und Tier. Weiterlesen ...
zuletzt aktualisiert: 03.04.2017
Kommen Sie mit uns auf eine virtuelle Reise Zur Karte Seit Urzeiten ziehen Herden von Wildtieren durch die Savannen Ostafrikas. Damit das so bleibt, realisiert der WWF gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und zahlreichen Partner:innen ein ambitioniertes Naturschutzprogramm, um eine der wertvollsten und bedeutendsten Naturlandschaften Afrikas zu erhalten. Entdecken Sie die atemberaubenden Landschaften und einzigartigen Tierarten, die in Unganisha leben: Über die Karte können Sie virtuell nach Unganisha reisen und erfahren, was diese Region so besonders macht. Kommen Sie mit nach Unganisha Die Flamingos am Magadi-See Wenn der Magadisee in der Trockenzeit unter der Kraft der Sonne nach und nach verdunstet, bleibt eine riesige Fläche aus weißem Salz zurück. Zur Regenzeit füllt sich die weitläufige Salzpfanne bis zu einem Meter tief mit Wasser. Wie der Natron-See wird der Magadi-See dann zum Anziehungspunkt für riesige Schwärme von Flamingos. Die Flamingos vom Magadi-See Mehr zu den Flamingos Entdecken Sie die Themen aus Ungansiha Verschaffen Sie sich einen Überblick über die gesamte Naturlandschaft Unganisha und erfahren Sie, was alles zur Naturlandschaft Unganisha gehört. Verschiedene Symbole auf der Karte sind den Themengebieten Landschaften, Wasser, Wälder, Gnus, Wildhunde, Elefanten und Beispielprojekte zugeordnet. Hinter jedem Thema warten umfassende Informationen und tiefe Einblicke in die Naturschutzarbeit in Unganisha sowie in die Landschaft und ihre Tiere. In der Video-Zusammenfassung erfahren Sie mehr. Zu den Themen So können Sie helfen Viele Menschen setzen sich bereits gemeinsam mit dem WWF dafür ein, dass die Vision von Unganisha Wirklichkeit wird. Mit jedem, der sich mit uns engagiert, wird diese Gemeinschaft stärker. Machen Sie mit!
zuletzt aktualisiert: 25.04.2025