Ohne die Natur ist alles nichts. Die Natur ist Vorbild für uns Yogis. Viele Arten sind Namensgeber für unsere Yoga-Positionen. Doch viele dieser Arten sind bedroht. Lass uns der Natur etwas zurückgeben und die Arten noch einmal mehr in den Vordergrund unserer Yoga-Praxis stellen.

Hier im WWF-Yoga-Lexikon findest du interessantes Wissen zu jeder Tierart, die wir regelmäßig als Yoga-Position üben. Lass dieses Wissen in deine eigene Yoga-Praxis oder deine persönlich gestaltete "Yoga für Artenvielfalt"-Klasse einfließen und verbinde dich mit diesen Arten.

Adler – Garudasana

Adler sind wahre Luftakrobaten © Fritz Pölking / WWF
Adler sind wahre Luftakrobaten © Fritz Pölking / WWF

Adler sind wahre Luftakrobaten. Viele Adlerarten drehen sich im Flug auf den Rücken und vollführen in Sekundenschnelle eine Rolle, um Beute von unten zu greifen, Angreifern die Krallen entgegenzustrecken oder einfach um zu beeindrucken. Unser größter heimischer Adler ist der Seeadler mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,5 Metern.

Dank intensiver Naturschutzbemühungen sind Seeadler in Deutschland heute nicht mehr vom Aussterben bedroht. Doch sind die Könige der Lüfte durch den Mangel an geeigneten Lebensräumen und alten Nistbäumen gefährdet sowie teils noch durch Blei­vergiftungen von Kugeln in ihren Beutetieren.

Affe - Hanumanasana (Die Haltung des Affengotts)

Für Bonobos, Schimpansen und Orang-Utans wäre Hanumanasana eine leichte Übung © Neil Ever Osborne / WWF-US

Unsere engsten Verwandten im Tierreich sind Schimpansen und Bonobos. Sie können laut lachen und leise kichern, spüren Wut, Trauer und Verzweiflung, können lügen und sich erstellen, aber sich auch auf besondere Weise in ihre Artgenossen einfühlen und sich uneigennützig füreinander einsetzen. 

Affen leben zumeist in den Wäldern Südamerikas, Afrikas und Asiens. Doch ihre Lebensräume werden zunehmend zerstört. Und nach wie vor fallen sie wegen ihres Fleisches der Wilderei zum Opfer.

Baum – Vrikshasana

Blick auf den Regenwald in den Sumatra Thirty Hills © Neil Ever Osborne / WWF-US
Blick auf den Regenwald in den Sumatra Thirty Hills © Neil Ever Osborne / WWF-US

Mit ihren Wurzeln halten sich Bäume im Boden fest, wobei sich das Wurzelgeflecht bis zu zwei- oder dreimal so weit wie die Baumkronen ausbreitet. Wälder sind die Lunge der Erde: Sie nehmen CO2 auf, produzieren Sauerstoff und kühlen durch Verdunstung unseren ganzen Planeten. Ein einziger großer Baum kann bis zu 1000 Liter Feuchtigkeit am Tag verdunsten.

Aber Wälder weltweit werden abgeholzt, brandgerodet und zu Plantagen und Viehweiden umgewandelt. Dabei sind sie unverzichtbar für alles Leben!

Delfin – Shishumarasana

Amazonas-Flussdelfin © Shutterstock / COULANGES / WWF-Sweden
Amazonas-Flussdelfin © Shutterstock / COULANGES / WWF-Sweden

Gleichzeitig stark und sanft sind Delfine, ebenso wie mitfühlend, sozial und intelligent – und perfekt angepasst an das Leben in unseren Meeren und Flüssen. Als Säugetiere müssen sie im Schlaf an die Wasseroberfläche auftauchen, um zu atmen. Deshalb bleibt eine Hirnhälfte immer aktiv.

Der Mensch fängt ihre Nahrung, verschmutzt ihren Lebensraum, bedroht sie durch Schiffsverkehr, Unterwasserlärm und Netze, in denen sie qualvoll als Beifang verenden. Delfine sind faszinierende Lebewesen, die wir nicht verlieren dürfen.

Eidechse - Utthan Pristhasana

Westliche Smaragdeidechse © Wild Wonders of Europe / Florian Moellers / WWF
Westliche Smaragdeidechse © Wild Wonders of Europe / Florian Moellers / WWF

Auf Lichtungen und Sonneninseln tanken Eidechsen Wärme. Sie besitzen ein drittes Auge, das Scheitelauge: eine Öffnung mit einer lichtdurchlässigen Schuppe auf dem Schädel zur Wahrnehmung von Hell und Dunkel. Vor Fressfeinden können sich Eidechsen häufig durch das Abwerfen ihres Schwanzes, der innerhalb von wenigen Monaten nachwächst, vor Fressfeinden retten. Vor dem Menschen nicht. 

Denn in unseren aufgeräumten Land-schaften finden sie immer weniger Platz zum Leben. Die Natur Natur sein zu lassen, bedeutet zum Beispiel, totes Holz liegen zu lassen – auch im eigenen Garten.

Elefant - Eka Hasta Bhujasana (Elefantenrüssel)

Elefant am Fluss in Kerala / Indien © Gilithuka / iStock / Getty Images
Elefant am Fluss in Kerala / Indien © Gilithuka / iStock / Getty Images

Elefanten sind die größten heute lebenden Landsäugetiere. Durch ihr Nahrungsverhalten gestalten sie Wälder auf positive Weise und werden auch Gärtner des Regenwaldes oder Architekten der Savanne genannt. Sie haben ein gutes Gedächtnis, das ihnen zum Beispiel hilft, zu Trockenzeiten eine Wasserquelle wiederzufinden.

Doch wegen ihres Elfenbeins werden sie nach wie vor gewildert. Und auf ihren Wanderungen geraten die majestätischen Tiere immer häufiger in Konflikt mit uns Menschen, die wir ihnen kaum noch Platz zum Leben lassen.

Fisch – Matsyasana

Blauflossen-Thunfisch © naturepl.com / Visuals Unlimited / WWF
Blauflossen-Thunfisch © naturepl.com / Visuals Unlimited / WWF

Auch Fische müssen trinken! Süßwasserfische nehmen Flüssigkeit über ihren Körper auf, Salzwasserfische trinken und filtern das Meerwasser. Mit Gleichgewichtsorganen ähnlich denen von uns Menschen können Fische bei starkem Wellengang auch seekrank werden.

Für Millionen Menschen sind Fische ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Ernährung. Doch wir müssen die Überfischung und die Verschmutzung unserer Meere in den Griff bekommen, wollen wir die älteste und artenreichste Wirbeltiergruppe dieses Planeten erhalten.

Frosch - Bhekasana / Mandukasana

Pfeilgiftfrosch (Dendrobatidae)
Pfeilgiftfrosch (Dendrobatidae) © Dirk Ercken / Getty Images

Frösche können in den unglaublichsten Farben leuchten oder perfekt getarnt sein. Sie „trinken“ über ihre Haut. Mit ihrem Fast-Rundumblick sehen sie meist nur, was sich bewegt. Ihre enorme Sprungkraft verdanken Frösche ihren elastischen Sehnen, die sie vor dem Sprung wie ein Katapult spannen.

Frösche sind ein Indikator für den Gesundheitszustand unserer Natur. Als Amphibien gehören sie zur am stärksten bedrohten Wirbeltiergruppe weltweit. Zubetonierte Landschaften, trocken-gelegte Feuchtgebiete, Umweltgifte, Autoverkehr, Landwirtschaft und der Klimawandel machen ihnen das Überleben schwer.

Glühwürmchen – Tittibhasana

Glühwürmchen © iStock / GettyImages
Glühwürmchen © iStock / GettyImages

Mit Glück sehen wir Glühwürmchen in Juni- und Julinächten am Waldrand, in Gebüschen und auf Wiesen leuchten. Das tun sie, um ihre Partner anzulocken. Es gibt sie überall auf der Welt, außer in der Antarktis. Eigentlich sind sie keine Würmer, sondern Leuchtkäfer. Das Leuchten entsteht bei die Zersetzung des chemischen Stoffs Luciferin (lat. „lux“: Licht und „ferre“: tragen, bringen).

Ein Feind der Glühwürmchen sind unsere lichtverschmutzten Städte, die ihre Partnersuche er-schweren. Glühwürmchen brauchen die Dunkelheit – und giftfreie, feuchte Wiesen, Bachufer und Waldränder.

Hase - Shashankasana

Europäischer Hase © iStock / GettyImages
Europäischer Hase © iStock / GettyImages

Um Verfolger abzuschütteln, können Hasen bis zu 80 Stundenkilometer schnell rennen, bis zu drei Meter weit und zwei Meter hoch springen. Mit ihren beweglichen langen Ohren, den Löffeln, fangen sie den Schall wie mit einem Trichter ein.

Büsche und Sträucher, in denen sich insbesondere der Nachwuchs verstecken kann, gibt es immer weniger. Auch ihre Nahrungsgrundlage schwindet. Mit Blühstreifen, Hecken und einer naturverträglicheren Landwirtschaft können wir sie schützen. 

Heuschrecke - Shalabhasana

Junger Grashüpfer © Wild Wonders of Europe / Dietmar Nill / WWF
Junge Heuschrecke © Wild Wonders of Europe / Dietmar Nill / WWF

Die zirpenden Laute der Heuschrecken, erzeugt durch das Reiben der Flügel oder Beine, sind gleichzeitig Liebes- und Kampfgesang und grenzen das Revier ab. Fast jede Art hat ihren eigenen Rhythmus und Klang, sodass man sie hervorragend identifizieren kann.

Die Vorfahren der Heuschrecken lebten schon lange vor den Dinosauriern. Doch etwa ein Drittel der Heuschreckenarten bei uns ist bedroht. Sie vertragen keine Veränderungen, wie etwa die Zer-stückelungen ihres Lebensraumes, und leiden unter intensiver Landwirtschaft sowie der Versiegelung von Flächen. 

Hund - Adho / Urdhva Mukha Shvanasana

Afrikanischer Wildhund im Hwange-Nationalpark in Simbabwe © Chris Müller
Afrikanischer Wildhund im Hwange-Nationalpark in Simbabwe © Chris Müller

Hunde riechen 10 000-mal besser als wir: Sie können Krankheiten erschnüffeln, helfen beim Artenschutz, indem sie an Flughäfen geschmuggelte Tier- und Pflanzenarten aufspüren, und folgen den Spuren neuer Wolfsrudel in unseren Wäldern. Wölfe zählen, wie auch Kojoten und Schakale, zu den Wildhunden.

Der Afrikanische und der Asiatische Wildhund sind stark gefährdet. Schrumpfende Lebensräume und Beutebestände sowie Bejagung machen den wilden Verwandten unserer Haushunde zu schaffen. 

Kamel – Ushtrasana

Kamele in der Mongolei © Oliver Samson / WWF
Kamele in der Mongolei © Oliver Samson / WWF

Das arabische Wort für Kamel „jamal“ bedeutet so viel wie „Schönheit“. Die Tiere gelten im arabischen Raum als anmutig und geduldig. Ihre Höcker speichern Fett als Energiereserve und dienen sowohl als Hitze- als auch als Kälteschutz.

Die einhöckrigen Dromedare sind alle domestiziert, ihr wilden Vorfahren lange ausgestorben. Die letzten wilden Großkamele, Trampeltiere mit zwei Höckern, sind stark gefährdet. Die geringen Restbestände in Wüstengebieten Chinas und der Mongolei sollen durch Schutzgebiete bewahrt werden. 

Katze – Cakravakasana

Bengal-Tigerin mit Jungem in Rajhasthan / Indien © naturepl.com / Andy Rouse / WWF
Bengal-Tigerin mit Jungem in Rajhasthan / Indien © naturepl.com / Andy Rouse / WWF

Als größte Katze der Erde kann der Tiger über 300 Kilogramm schwer werden. Da die meisten seiner Beutetiere rot-grün-blind sind, können sie den perfekt getarnten Jäger im Wald oder im hohen Gras nicht wahrnehmen. Europas größte Raubkatze, der Luchs, kehrt langsam in unsere Wälder zurück, lebt jedoch weiter in Gefahr.

Weltweit wird der Lebensraum von Katzen vernichtet und ihre Beutetiere werden gejagt. Immer wieder werden Großkatzen in Mensch-Wildtier-Konflikten getötet und immer noch gelten in Asien Körperteile von Tigern als Heilmittel. Mehr Schutz und Aufklärung sind dringend nötig! 

  • Yoga für Artenvielfalt: Annika Isterling macht den Baum für den Wald © WWF Yoga für Artenvielfalt

    Zusammen mit möglichst vielen Yogis möchten wir ein Zeichen für die Artenvielfalt setzen. Sei dabei und schütze die Arten, die wir in den Asanas üben! Jetzt mitmachen

Kobra - Bhujangasana

Kobra © Peter Chadwick / WWF
Kobra © Peter Chadwick / WWF

In der indischen Mythologie wird die Schlange intensiv verehrt. Die Kobra, die sich aufrichtet und ihr Nackenschild spreizt, findet sich hier als Schutzsymbol. Im alten Ägypten gilt sie als Zeichen von Abwehr und Herrschaft. Diese Abwehrhaltung zeigt sie auch bei der Schlangenbeschwörungen: Sie folgt dabei nicht den Tönen, sondern der Bewegung der Flöte.

Kobras sind hochgiftig. Für ihre Haut und als Heilmittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin werden sie gejagt. In einigen Regionen landet die Kobra auch auf dem Teller.

Krähe – Kakasana

Banggai-Krähe © Filip Verbelen
Banggai-Krähe © Filip Verbelen

Krähen und Raben spielen weltweit eine wichtige Rolle in Mythen und Märchen. Aufgrund ihres Aussehens und ihrer Intelligenz gelten sie als Schicksalsboten oder Überbringer der Weisheit, als Helfertier oder Unglückssymbol. Rabenvögel zählen zu den klügsten Vögeln der Welt und sind außerdem einfühlsam und sozial.

Bei uns sind Krähen noch weit verbreitet, aber das ist längst nicht mehr überall so. Manche Arten sind akut bedroht oder in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet bereits ausgestorben. Wir dürfen die faszinierenden Vögel nicht bejagen und müssen ihnen Raum zum Leben lassen.

Kranich – Bakasana

Kraniche in der Morgensonne © iStock / GettyImages
Kraniche in der Morgensonne © iStock / GettyImages

Kraniche finden sich in Märchen, Mythen und Gedichten, gelten als Glücksbringer und symbolisieren Klugheit und Wachsamkeit. Bei uns kündigt die Wiederkehr der großen Graukraniche in jedem Jahr den Frühling an. Weit über 1000 Kilometer können die Vögel am Tag zurücklegen. Doch nicht alle Kraniche ziehen. In wärmeren Regionen mit ausreichend Nahrung ist das nicht nötig.

15 Kranicharten gibt es weltweit, 10 davon sind bedroht. Die beeindruckenden Vögel brauchen ausreichend Feuchtgebiete zum Brüten und zum Aufziehen ihrer Jungen. An vielen Orten der Erde müssen sie vor Wilderei geschützt werden.

Krokodil – Makarasana

Nilkrokodil © Michael Poliza / WWF
Nilkrokodil © Michael Poliza / WWF

Krokodile bevölkern schon seit über 200 Millionen Jahren die Erde. Sie haben die Dinosaurier überlebt, zählen zu den Großsauriern und werden als „lebende Fossilien“ bezeichnet. Sie weinen tatsächlich manchmal Krokodilstränen: Wenn sie beim Verschlingen ihrer Beute nach Luft schnappen, drückt das auf ihre Tränendrüsen.

Viele Krokodilarten sind akut bedroht durch Lebensraumverlust, Bejagung oder Umweltverschmutzung. Der Bestand des Nilkrokodils hat sich jedoch durch Schutzmaßnahmen erfolgreich erholt.

 

Kuh – Gomukhasana (Kuhkopf)

Banteng in Kambodscha © Franko Petri WWF
Banteng in Kambodscha © Franko Petri WWF

Das Urrind – der Auerochse – war mit seiner imposanten Gestalt eines der größten Landsäugetiere im nacheiszeitlichen Europa. Ein männlicher Ur konnte bis zu drei Meter lang und eine Tonne schwer werden. Der vor 400 Jahren endgültig ausgestorbene Auerochse ist der Urahn unsere Hausrinder.

Auch heute sind viele Wildrinder akut bedroht – durch Lebensraumverlust und Bejagung. Dazu gehören wilde Yaks, der Gaur und der sehr versteckt lebende Banteng in Südostasien.

 

Löwe – Simhasana

Löwenrudel © naturepl.com / Anup Shah / WWF
Löwenrudel © naturepl.com / Anup Shah / WWF

Der Löwe steht für Stärke und gilt als König der Tiere. Gleichzeitig ist er die sozialste unter den Raubkatzen: Als einzige Katzenart leben Löwen in Rudeln. Ihre Mimik und Körpersprache sind hoch entwickelt. So muskelbepackt Löwen sind, so anmutig sind sie auch. Beim Laufen berühren ihre Fersen nicht den Boden – sie sind Zehengänger.

Der Lebensraum der majestätischen Raubkatzen schrumpft rapide. Immer öfter auch ersetzen in der Traditionellen Chinesischen Medizin Löwenknochen die knapp werdenden Tigerkörperteile

Pfau – Mayurasana

Grüner Pfau © Christoph Keller
Grüner Pfau © Christoph Keller

Die Schleppe aus bunt schillernden Schmuckfedern, die das männliche Tier zu einem prächtigen Rad aufstellen kann, ist das Markenzeichen der Pfauen. In Indien sind die Vögel heilig. Im Buddhismus verkörpern sie den geistigen Sieg über giftige Einflüsse. Denn Pfauen können Kobras fressen und sterben nicht an ihrem Gift.

Im Gegensatz zum Blauen Pfau ist der Grüne Pfau in seiner Heimat in Südostasien stark gefährdet. Wir Menschen müssen den Pfauen endlich ihre Federn lassen, ihre Eier, ihr Fleisch und ihren Lebensraum. 

Robbe (Yin)

Kegelrobbe an Land © Hans-Ulrich Rösner / WWF
Kegelrobbe an Land © Hans-Ulrich Rösner / WWF

Die Kegelrobbe ist Deutschlands größtes Raubtier. Mit ihrem torpedoförmigen Körper kann sie bis zu 30 Stundenkilometer schnell schwimmen und 300 Meter tief tauchen. An Land wirken die Robben durch ihre dicke Unterhautspeckschicht, Blubber genannt, eher plump. In der Paarungs- und Wurfzeit zehren Kegelrobben ausschließlich von diesen Fettreserven.

Weltweit sind viele Robbenarten bedroht. Heutzutage weniger durch Bejagung als vielmehr durch Fischernetze, Verschmutzung und zu wenig Beutetiere. Dank Schutzmaßnahmen kehren die Kegelrobben an unsere Küsten zurück, gelten aber immer noch als bedroht. 

Schildkröte – Kurmasana

Bastardschildkröte im Pazifik © naturepl.com / Solvin Zankle / WWF
Bastardschildkröte im Pazifik © naturepl.com / Solvin Zankle / WWF

Schildkröten gehören mit zu den ältesten Reptilien der Welt. Sie überlebten die Dinosaurier und besiedeln seit Millionen von Jahren Berge und Täler, Wüsten und Wälder, Seen, Flüsse und Meere. Meeresschildkröten legen Tausende Kilometer zurück, kehren aber zur Eiablage immer an den Ort zurück, an dem sie selbst geschlüpft sind.

Rund die Hälfte der weit über 300 Schildkrötenarten ist bedroht – auch weil sie als Delikatesse, Heilmittel und exotisches Haustier gelten. Schildkröten brauchen ungestörte und gesunde Lebensräume ohne Müll und Chemikalien. 

Schmetterling – Bhadrasana

Alexis-Bläuling © Ola Jennersten / WWF-Sweden
Alexis-Bläuling © Ola Jennersten / WWF-Sweden

Schmetterlinge besiedeln seit etwa 135 Millionen Jahren die unterschiedlichsten Lebensräume – von der Arktis bis in die Tropen. Die oft wunderschöne Färbung der Flügel von Tagfaltern entsteht durch winzige Schuppen, die innen hohl sind und auch dem Auftrieb dienen. 

Bei uns ist die Hälfte aller Tagfalterarten bedroht oder schon ausgestorben. Sie leiden unter dem Klimawandel, dem Verlust von Lebensräumen und dem Einsatz von Pestiziden. Nachtaktive Falter werden zudem von den vielen künstlichen Lichtquellen angezogen und sterben dort oft an Erschöpfung. 

Skorpion - Vrishchikasana

Skorpion © naturepl.com / Edwin Giesbers / WWF
Skorpion © naturepl.com / Edwin Giesbers / WWF

Trotz ihres auffälligen Giftstachels sind die meisten Skorpione für den Menschen ungefährlich. Nur wenige Arten produzieren ein für uns tödliches Gift. Sie können ihren Stoffwechsel so verlangsamen, dass sie bis zu zwei Jahre ohne Nahrung auskommen.

Skorpione kommen vor allem in den Tropen und Subtropen vor. Wie bedroht sie sind, ist bisher kaum erforscht. Doch ihr Lebensraum schwindet und sie werden gerne als Haustiere gefangen. Deshalb stehen einige Arten heute unter Schutz. 

Taube - Eka Pada Kapotasana

Turteltaube © Wild Wonders of Europe / Markus Varesvuo / WWF
Turteltaube © Wild Wonders of Europe / Markus Varesvuo / WWF

Tauben haben ein erstaunliches visuelles Gedächtnis und können sich gut Gesichter merken. Die größte Taube war der Dodo, der durch das Buch „Alice im Wunderland“ Bekanntheit erlangte. Der etwa einen Meter große, flugunfähige Vogel mit dem auffälligen Schnabel starb kurz nach seiner Entdeckung auf der Insel Mauritius aus.

Auch wenn Tauben unsere Städte prägen, sind viele Arten weltweit bedroht. In Deutschland etwa ist die Turteltaube stark gefährdet. Die Liebessymbole können ohne Ackerwildkräuter, Brachen, Kleingewässer und Feldgehölze zum Brüten bei uns nicht überleben.