Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war der Luchs aus weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verschwunden. Heute gibt es in Deutschland einige Waldgebiete, in denen der Luchs wieder angesiedelt wurde: Der Bayerische Wald, der Harz und der Pfälzerwald, im Schwarzwald und Thüringen heute noch mit Beteiligung des WWF. Der Luchs gilt in Deutschland jedoch weiterhin als „vom Aussterben bedroht“ und Aktivitäten zu seinem Schutz sind dringend nötig, damit die Pinselohren hierzulande dauerhaft eine Heimat finden.
Luchse: die Pinselohren in Gefahr
Europas größte Katze
Der Luchs lebt bevorzugt in großen Waldgebieten. Mit seinen hervorragenden Augen und seinem ausgezeichneten Gehör pirscht er sich in der Dämmerung und nachts an seine Beutetiere heran. Sein wunderschönes, rötlich geflecktes Fell macht ihn nahezu unsichtbar.
Menschliche Begegnungen weiß er dank seines ausgezeichneten Gehörs zu vermeiden. Seine Anwesenheit verrät er durch seine Pfotenspuren oder wenn durch großen Zufall ein Riss entdeckt wird. In der Größe seiner Beutetiere ist er nicht wählerisch: Von der Maus bis zur Gämse reicht sein Beutespektrum; in Deutschland zählen jedoch Rehe zu seiner Lieblingsbeute.
Viele Faktoren bedrohen den Luchs
Neben Lebensraumverlust, Landschaftszerschneidung, Straßen- und Schienen-Verkehr ist leider auch heute noch die illegale Tötung von Luchsen eine der größten Gefahren für den Luchs.
Hinzu kommt die hohe Jugendsterblichkeit von Luchsen (50 Prozent) sowie seine ihm eigene geringe Fähigkeit neue Regionen besiedeln zu wollen. In Deutschland wird der Luchs nur mit Hilfe des Menschen wieder heimisch werden können und nur durch eine gesamteuropäische Zusammenarbeit wird in Mitteleuropa diese Tierart eine Überlebenschance haben.
Weitere Informationen und Downloads
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WWF-Erlebnistour: Die Rückkehr des Luchses in den Pfälzerwald -
Den Luchs in Augmented Reality erleben -
WWF Akademie: Kurs zu „Wildtiere in Deutschland“
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