Schimpansen bewohnen verschiedene Lebensräume des Tropenwaldgürtel Afrikas. Bei den Schimpansen werden vier Unterarten unterschieden: Westafrikanischer Schimpanse, Zentralafrikanischer Schimpanse, Ostafrikanischer Schimpanse und Nigeria-Kamerun-Schimpanse.

Obwohl sie noch recht weit verbreitet sind – vom Ostafrikanischen Schimpansen gibt es Schätzungen zufolge noch zwischen 172.700-299.700 Tiere, einschließlich anderer Unterarten – haben die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch abgenommen. Die Ursachen dafür sind Krankheiten, Abholzung der Wälder, Wilderei sowie der illegale Handel mit ihrem Fleisch.

Die Arbeit des WWF konzentriert sich beim Schutz der Schimpansen auf die Entwicklung, den Aufbau sowie das Management von Schutzgebieten, Monitoring sowie nachhaltigen Tourismus.

In dieser Region arbeitet der WWF zum Schutz der Schimpansen

Fürsorgliche Großfamilien

Schimpansen sind hochintelligent und dem Menschen sehr ähnlich. 98 Prozent ihrer Gene stimmen mit den unseren überein. Die Tiere leben in Gruppen mit bis zu 150 Tieren, die hierarchisch organisiert sind. Schimpansen gelten als äußerst hilfsbereit und fürsorglich innerhalb ihrer eigenen Gruppe. So werden beispielsweise Waisenkinder häufig adoptiert und von anderen Tieren der Gruppe großgezogen.

Schimpansen sind sehr gute Kletterer und verbringen etwa den halben Tag mit der Nahrungssuche. Früchte machen den größten Teil ihrer Nahrung aus, doch eigentlich sind sie Allesfresser, denn auch Fleisch steht auf dem Speiseplan der Schimpansen – sogar deutlich mehr als auf dem anderer Menschenaffen.

Die Tiere spielen eine wichtige Rolle in ihrem Ökosystem: durch ihre Ernährungsweise verbreiten sie Samen und helfen so bei der Regeneration des Regenwaldes.

Das macht der WWF zum Schutz der Schimpansen

Wie sehen Schimpansen aus?

Schimpansen gehören zu den kleineren Menschenaffenarten. Männchen wiegen bis zu 70 kg, Weibchen bis zu 50 kg. Schimpansen haben schwarzes Fell, sie sind sehr muskulös, haben lange Gliedmaßen und einen rundlichen Kopf mit einem meist helleren und unbehaarten Gesicht. Mit den Jahren wird ihre Gesichtsfarbe dunkler. Schimpansen haben eine ausgeprägte Mimik, die der unseren sehr ähnlich ist. Mehr zu Schimpansen im WWF-Artenlexikon.

Der Mensch macht Jagd auf seine nächsten Verwandten

Die Bestände der Schimpansen haben in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch abgenommen. Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gelten Schimpansen inzwischen insgesamt als gefährdet und die Westafrikanische Unterart sogar als stark gefährdet.

Die größten Bedrohungen für die Schimpansen sind heutzutage Wilderei, Lebensraumverlust und Krankheiten sowie die Klimakrise und Mensch-Wildtier-Konflikte. In vielen Regionen dient das Fleisch der Tiere als eine wichtige Nahrungsquelle für die Bevölkerung vor Ort. Doch es dient längst nicht mehr nur der Selbstversorgung, sondern wird auch illegal in die Städte transportiert und dort verkauft. Die Jagd ist längst nicht mehr nachhaltig.

Aufgrund ihrer niedrigen Reproduktionsrate, die späte Geschlechtsreife und die lange Phase der Abhängigkeit der Jungtiere von ihren Müttern können Schimpansen Bestandsverluste nur langsam ausgleichen.

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