Adler, die Könige der Lüfte brauchen weite und abwechslungsreiche Lebensräume. Lange Zeit betrachteten die Menschen die Raubvögel als Nahrungskonkurrenten, so war der Seeadler um 1900 fast vollständig ausgerottet. Dank der Bemühungen des WWF und anderer Naturschutzorganisationen leben heute wieder viele Adler-Arten in Deutschland. Auch der imposante Seeadler, das Wappentier der Bundesrepublik Deutschland, ist zurück.

Adler im Fokus des WWF

Das macht der WWF zum Schutz der Adler

Der WWF rief bereits bereits 1968 das „Projekt Seeadlerschutz“ in Schleswig-Holstein ins Leben, das als internationales Projektmodell auch auf nordeuropäische Länder wie Schweden, Finnland und Norwegen übertragen wurde. In Deutschland kaufte der WWF in ausgewählten Gebieten Schleswig-Holsteins, Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs Wald- und Wasserflächen zum Schutz der Seeadler an.

Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich der WWF in einem besonders geeigneten Brutgebiet der Schreiadler im Nordwesten von Brandenburg. Hier gibt es ausgedehnte, strukturreiche Laubwälder mit Sümpfen und Mooren und offene Wiesen mit kleineren und größeren Tümpeln und Teichen. Seit einer dieser Wälder in Naturschutzeigentum ist, zieht dort ein Schreiadlerpaar nahezu in jedem Jahr seinen Jungvogel ungestört groß. Auf den extensiv genutzten Wiesen vor dem Wald finden die Elternvögel immer ausreichend Insekten, Frösche oder Mäuse für ihren Jungvogel. Im Jahr 2018 konnte der WWF mit Förderung der Deutschen Postcode Lotterie fünf weitere, kleine Feuchtwaldstücke erwerben.

In der Vergangenheit wurde der Fischadler so stark verfolgt, dass er bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Schleswig-Holstein ausgestorben war. Nachdem man ihn lange Zeit nur als Zugvogel im Frühjahr und Herbst beobachten konnte, siedelte sich 2014 endlich das erste Fischadler-Brutpaar wieder dort an. Der Brutplatz befindet sich im WWF-Projektgebiet Naturpark Lauenburgische Seen am Rande eines Moorsees auf einer alten Kiefer, die Mitarbeiter des WWF bereits vor über zehn Jahren als Horstunterlage ausbauten. Dank konsequenter Schutzmaßnahmen entwickelt sich der Fischadler-Bestand unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen seit einigen Jahren positiv.

So helfen Sie den Adlern

  • Seeadler Feldberger Seenlandschaft © Ralph Frank / WWF Feldberger Seenlandschaft

    Die Feldberger Seenlandschaft ist eine abwechslungsreiche, hügelige Landschaft, die von der letzten Eiszeit geformt wurde. Weiterlesen ...

  • Zerweliner Heide (brandenburgische Uckermark) © Albert Wotke / WWF Zerweliner Heide

    Die „Zerweliner Heide“ in der brandenburgischen Uckermark bietet dem WWF die Gelegenheit mitten in Deutschland Wildnis neu entstehen zu lassen: Urwälder von morgen, unberührte Seen und wertvolle Moore. Weiterlesen ...