Adler gehören zu den größten Greifvögeln der Welt. Der größte in Europa heimische Adler ist der Seeadler – Deutschlands Wappentier. Er erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 2,50 Metern. Wenn Adler ihre gewaltigen Flügel ausbreiten und durch die Luft gleiten, kann man kaum fassen, dass die majestätischen Vögel jahrhundertelang als Nahrungskonkurrent verfolgt oder als Jagdtrophäe erbeutet wurden. Heute leben zum Glück wieder vier Adler-Arten in Deutschland – auch, weil sich der WWF schon früh für den Schutz der Vögel eingesetzt hat. Doch noch immer ist der Adler in Deutschland und auch in anderen Regionen Europas bedroht: Wilderei, Lebensraumverlust, Umweltgifte und die menschliche Infrastruktur machen den Tieren die Rückkehr schwer.

WWF-Projektregionen zum Schutz der Adler

Ausgezeichnete Flieger mit scharfem Blick

Adler sind sehr gute Flieger und ausgezeichnete Jäger und einige von ihnen gehören sogar zu den schnellsten Vögeln der Welt: Der Steinadler kann im Sturzflug bis zu 320 Stundenkilometer schnell werden. Adler sind nicht nur hervorragende Flieger, sie haben einen außergewöhnlich scharfen Sehsinn: ihre Beute entdecken sie noch aus mehreren Kilometern Entfernung. Aus dem Sturzflug heraus jagen Adler dann ihre Beute. Sie umfasst – je nach Adler-Art – Fische, Vögel, kleinere und größere Säugetiere und manchmal Aas.

Damit übernehmen die Tiere eine wichtige Aufgabe im Ökosystem. Sie stehen als große, kräftige Greifvögel an der Spitze der natürlichen Nahrungspyramide. Heute sind Adler bedeutende Symbolvögel für großflächige, intakte Naturlandschaften. Ihre imposante Erscheinung und die Erfolgsgeschichte ihres Schutzes begeisterten die Menschen.

Adler im Fokus des WWF

Noch immer sind Adler gefährdet

In der Vergangenheit haben Verfolgung mit Falle, Flinte und Gift sowie die Zerstörung ihres Lebensraums die Adler in Deutschland an den Rand der Ausrottung gebracht. Und auch heute sind die Tiere noch gefährdet.

Viele Adler sind auf alte Baumbestände angewiesen, doch die fallen der Holzwirtschaft zum Opfer, den Adlern fehlen damit Nistgelegenheiten. Dazu kommen Kollisionen mit Windrädern und Freilandleitungen. Sogar Schienenfahrzeuge sind gefährlich, wenn junge Adler versuchen, auf den Trassen angefahrenes Wild aufzugreifen.

Adler sterben außerdem immer noch an Bleivergiftungen, die sie durch den Verzehr von mit Blei geschossenen Wildtieren aufnehmen. Und selbst illegale Giftköder werden noch ausgelegt. Der WWF setzt sich seit langem für ein umfassendes Verbot von Bleimunition ein und unterstützt die Behörden bei der Untersuchung von Vergiftungsfällen.

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