Waldbrände gibt es, seit es Wälder auf der Erde gibt. In einigen Regionen gehören sie zum natürlichen Kreislauf der Erneuerung. Doch gefährlich wird es, wenn Feuer zu intensiv, zu lange, zu großflächig, zu häufig oder zur falschen Zeit Jahreszeiten toben, etwa in eigentlich feuchten und kühlen Monaten.

Heute sind über ein Drittel aller Wald- und Vegetationsbrände direkt vom Menschen verursacht. Hinzukommt die menschengemachte Erderwärmung, die Hitzeperioden und Trockenheit verschärft und so als Brandbeschleuniger wirkt.–  
Zeit zu handeln - mehr denn je.

Mit dem Feuerkompass stellt der WWF erstmals umfassend zusammen, was wir über Waldbrände in Deutschland und weltweit wissen – und was wir tun müssen, um Risiken zu mindern und resilientere Waldlandschaften zu schaffen. 

Der Feuerkompass ist modular aufgebaut: Kontinuierlich ergänzen wir neue Kapitel und Themenfelder– von Ursachen, Brandentwicklung über die Jahrzehnte, deren Folgen, über Prävention und Anpassung bis hin zu internationalen Beispielen aus unseren prioritären Landschaften. So wächst das Wissen kontinuierlich weiter und bildet eine Grundlage für Politik, Waldwirtschaft und Naturschutz und Bürger:innen.

Erfassung der Waldbranddaten

Waldbranddaten werden sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene erfasst. Das European Forest Fire Information System (EFFIS) der EU stellt seit dem Jahr 2000 satellitengestützte Daten zu Vegetationsbränden bereits, seit 2006 auch tagesaktuell.

Diese Satellitendaten ermöglichen eine europaweite zeitliche und räumliche Vergleichbarkeit; aufgrund ihrer räumlichen Auflösung erfassen sie jedoch nur Brände ab einer Größe von etwa 30 Hektar. Parallel dazu veröffentlicht das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) seit 1992 eine jährliche Waldbrandstatistik, die auch deutlich kleinere Brände erfasst. Ältere Datensätze reichen bis 1977 zurück, erfassen jedoch nicht die ehemalige DDR.

Außer Kontrolle

D U M M Y - hier steht die BU
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Ob menschengemachter Klimawandel oder mutwillige oder fahrlässige Brandstiftung – Waldbrände sind so gut wie immer Folge menschlichen Handelns. Wenn wir heute Feuer in extremen Dimensionen beklagen müssen, dann ist das auch dem Umstand geschuldet, dass die menschliche Übernutzung von Land eine neue Größenordnung erreicht hat.

Im Brennpunkt: Die Mittelmeerregion Europas

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Der Sommer 2024 brachte beunruhigende Schlagzeilen: Sogar Regionen, die bislang wenig gefährdet schienen, mussten mit schweren Waldbränden kämpfen. Spanien meldete die verheerendsten Brände seit über zwanzig Jahren. In einer groß angelegten Studie analysiert der WWF die Waldbrände im Mittelmeerraum der vergangenen Jahrzehnte. Untersucht werden Ursachen, ökologische Folgen, Risikogebiete und mögliche Erkenntnisse für die Zukunft.

Deutschland

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Die gute Nachricht zuerst: Deutschland ist zu etwa einem Drittel mit Wald bedeckt (11,5 Millionen Hektar), und der Großteil unserer Wälder ist (bisher) nur in geringem Maße durch Brände gefährdet. Allerdings nimmt im Zuge der Klimaerwärmung die Zahl der Tage mit hohem Brandrisiko deutschlandweit stark zu. In einem umfangreichen Report betrachtet der WWF die Waldbrandentwicklung in Deutschland seit 1991: Worin liegen die Ursachen und welche ökologischen Folgen haben die Brände? Wo liegen Brennpunkte? Und was ist daraus für die Zukunft zu lernen?

Podcast „Living Planet": Waldbrandgefahr steigt – Ist der deutsche Wald noch zu retten?

Helfen Sie dem WWF beim Kampf gegen Waldbrände

  • Aktive Feuer im August 2019 © NASA Verbrannte Erde – Unsere Wälder in Flammen

    Waldbrände gibt es, seit es Wälder auf der Erde gibt. Gefährlich wird es, wenn Waldbrände zu heftig, zu lange, zu großflächig an den falschen Orten oder zu ungewöhnlichen Jahreszeiten toben. Weiterlesen ...

  • Feuer in Bolivien © Suri Rolando Cabrera Barea / WWF Brasilien Der WWF im Einsatz gegen Waldbrände

    Wenn unkontrollierte Brände die Natur in einer der WWF-Projektregionen bedrohen, helfen WWF-Expert:innen vor Ort mit, das Schlimmste zu verhindern. Mehr dazu