Mit einem jährlichen Wert von bis zu 20 Milliarden Euro ist der illegale Handel mit Wildtieren Teil des viertgrößten Verbrechens weltweit – nach Drogenhandel, Produktpiraterie und Menschenhandel. Allein 2015 töteten Wilderer im Durchschnitt drei bis vier Nashörner pro Tag und rund 20.000 Elefanten. Wilderei und Wildartenkriminalität sind nicht nur eine Gefahr für den Erhalt der Artenvielfalt, sondern bedrohen auch die Entwicklung der Herkunfts- und Abnehmerländer, sowie die Sicherheit und Gesundheit der Menschen in diesen.

Von Wilderei betroffene Regionen

In vielen Regionen der Welt haben Wilderer es auf Wildtiere abgesehen, denn das illegale Geschäft mit den Tieren ist lukrativ. Die Wege illegaler Schmuggelfuhren von Afrika nach Asien sind vielfältig und entsprechend dem Charakter des organisierten Verbrechens gut vernetzt, weit verzweigt und schwer zu verfolgen. Gejagt wird oft mit Schlingfallen, sowohl in Asien als auch in Afrika. Aber auch der illegale Handel mit lebenden Wildtieren ist ein Problem – auch in Deutschland. Doch hierzulande wird nicht nur mit lebenden Wildtieren aus dem Ausland gehandelt, immer wieder fallen auch heimische Arten wie Luchs, Wolf und Wisent Wilderern zum Opfer. Über den Wilderei-Notruf können Sie verdächtige Funde melden und dabei helfen, heimische und von Wilderei bedrohte Arten zu schützen. 

Wahlloser Tod: Immer mehr Schlingfallen in…
Erbarmungslos ziehen sich diese Schlingen aus Metalldraht beim Kampf ums Überleben immer…
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WWF Wilderei Notruf © WWF
Wilderei-Notruf
Wilderei ist auch in Deutschland ein wichtiges Thema. Melden Sie Vorfälle, die Sie…
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Illegale Wildtierprodukte: Pangolin-Schuppen und Elefantenhaut © WWF Myanmar
Myanmars illegaler Wildtierhandel geht viral
Es ist eine große Gefahr – nicht nur für bedrohte Arten, sondern auch für uns Menschen:…
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Malaien-Bär gefangen in einer Schlingfalle im Belum-Temengor-Wald in Malaysia © WWF-Malaysia / Lau Ching Fong
Schlingfallen in Südostasien: Leere Wälder…
Die Schlingfallen-Krise kostet nicht nur Millionen Tieren das Leben, sie fegt auch die…
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Nicht artgerecht-gehaltenes Tiger-Baby in thailändischem Zoo © Anton Vorauer / WWF
Tigerhandel vor unserer Haustür
Wer davon ausgeht, dass Tigerhandel nur in asiatischen Ländern stattfindet, liegt falsch.…
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Von Wilderei betroffene Arten

Jährlich fallen dem Handel unzählige Tiere und Pflanzen zum Opfer: 2016 wurden rund 20.000 afrikanische Elefanten und allein in Südafrika mehr als 1.000 Nashörner für ihre Körperteile getötet. Vom meistgehandelten Säugetier weltweit, dem Schuppentier, wurden Schätzungen zufolge zwischen 2000 und 2016 durchschnittlich unglaubliche 70.000 Individuen im Jahr für den illegalen Markt gewildert. Auch für den massiven Rückgang der Tiger, deren Bestände in den vergangenen 100 Jahren um 97 Prozent (Stand 2017) zurückgegangen sind, tragen Wilderei und der illegale Handel eine Mitverantwortung. Und auch vor seinen nächsten Verwandten, den Menschenaffen, macht die Profitgier des Menschen keinen Halt mehr: Mehr als 1.800 Menschenaffen wurden zwischen 2005 und 2011 nachweislich für den illegalen Handel gefangen.

Beschlagnahmte Pangolin-Schuppen © Andy Isaacson / WWF-US
Schmuggel von Schuppentierschuppen in…
Schuppentiere oder Pangoline gehören zu den meistgeschmuggelten Säugetieren der Welt. Auch…
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Malayisches Pangolin © naturepl.com / Roland Seitre / WWF
Pangoline: Noch immer heiße Ware für…
895.000 Pangoline wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten aus Asien und Afrika…
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Spitzmaulnashorn in Kenia © Richard Edwards / WWF-UK
Nashorn-Wilderei
WWF-Studie: Die Wilderei in Afrika ist außer Kontrolle geraten. Im Fokus stehen zwei…
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Tokeh Gecko © Ola Jennersten / WWF-Schweden
Illegale Jagd auf Tokeh-Gecko
Der Tokeh (Gekko gecko) ist die zweitgrößte Geckoart der Welt. Er wird bis zu 40…
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Gründe für Wilderei

Eine Jagdtrophäe fürs Fotoalbum? Eine Schnitzerei aus Elfenbein? Arznei aus Tigerknochen? Oder eine Prise Nashornpulver, um den Brummschädel nach der langen Partynacht zu bekämpfen? Vor allem in Asien boomt die Nachfrage nach solchen Produkten. Tierprodukte sind Statussymbol oder werden in der Traditionellen Asiatischen Medizin genutzt. Die astronomischen Preise, die dafür auf dem Schwarzmarkt gezahlt werden, machen den illegalen Handel mit bedrohten Arten enorm lukrativ. Vor allem in subtropischen und tropischen Regionen ist die Bedeutung von Buschfleisch für die Ernährung der lokalen Bevölkerung enorm. Doch längst werden die Tiere nicht nur zur Eigenversorgung gejagt und gegessen, sondern in zunehmenden Maße in Ballungszentren transportiert und verkauft – der Druck auf die Arten nimmt zu.

Seepferdchen auf einem chinesischen Markt. © John E. Newby / WWF
Traditionelle (Chinesische) Medizin
In der so genannten Traditionellen Asiatischen Medizin finden etwa 750 verschiedene…
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Beschlagnahmtes Elfenbein in Paris © WWF-France
Elfenbein – das weiße Gold
Bis zu 20.000 Afrikanische Elefanten werden jedes Jahr illegal getötet. Grund dafür: vor…
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Typische Bushmeat-Ladung © WWF / James Morgan
Buschfleisch
Buschfleisch ist in vielen Teilen der Welt eine billige und häufig einzige Quelle…
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Nashorn-Horn zum Verkauf in Vietnam © Robert Patterson / WWF
Die Droge Nashorn
Die Zahl der getöteten Nashörner in Südafrika ist seit 2007 dramatisch gestiegen. Der…
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Gewilderter Waldelefant in Dzanga Sangha © Martin Harvey / WWF
Ausbeuter Mensch
Seit es Menschen auf der Erde gibt, nutzen sie die Güter der Natur und beuten diese aus.…
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Elfenbein Souvenirs © Bas Huijbregts / WWF Canon
Tödliche Andenken
Wer verreist, bringt immer etwas mit nach Hause. Doch manchmal stammen die „Andenken“ von…
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Trophäenjagd © Roger Leguen / WWF
Trophäenjagd
Kaum ein anderes Thema wird in Naturschutzkreisen so kontrovers diskutiert wie die…
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Kampf gegen Wilderei

Der Kampf gegen die Wilderei ist einer der prioritären Arbeitsbereiche des WWF Deutschland. Im Rahmen der Wildlife Crime Initiative (WCI), die der WWF zusammen mit seinem Partner TRAFFIC ins Leben gerufen hat, setzt sich der WWF gegen den illegalen Handel mit Wildtierprodukten ein. Die WCI konzentriert sich dabei auf alle Punkte entlang der illegalen Handelskette (Wilderei, Handel und Konsum) und tritt zudem für die Annahme und Umsetzung von wirkungsvoller nationaler und internationaler Politik ein. Durch die Zusammenarbeit mit Regierungen, Strafverfolgungsbehörden und der Privatwirtschaft will die Wildlife Crime Initiative die Handelsketten durchbrechen und den Fluss der illegalen Wildtierprodukte unterbinden. Der WWF arbeitet im Kampf gegen Wilderei außerdem unmittelbar in Schutzgebieten und investiert in die Ausbildung von Wildhüter:innen. Aber Forschung zur Herkunft von Elfenbein und Nashorn-Horn sowie die Wissenvermittlung und die Aufklärung von (potentiellen) Konsument:innen sind Schlüsselfaktoren, um die Wilderei zu bekämpfen.

Nashorn-Horn zum Verkauf in Vietnam © Robert Patterson / WWF
Nashorn: Die Spur führt nach Vietnam
Vietnam ist mit Abstand der größte Importeur von Nashornprodukten. Die Zahl getöteter…
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Stoßzähne von Afrikanischen Waldelefanten © WWF / Mike Goldwater
Wissen gegen die Wilderei
Einer Informationskampagne in Vietnam gelang es, das Denken über den Konsum von Nashorn zu…
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Elfenbein Souvenirs © Bas Huijbregts / WWF Canon
Elfenbeinhandel in der EU
Die EU-Kommission hat die Richtlinien für den kommerziellen Handel mit Elfenbein in, durch…
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Beschlagnahmtes Elfenbein © Mike Goldwater / WWF
Der Elfenbein-Detektiv: woher stammen die…
Dr. Stefan Ziegler vom WWF kann die Herkunft von Elfenbein bestimmen und ist vor Gericht…
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Nachfrage eindämmen

Die Eindämmung der Versorgung mit illegalen Wildtierprodukten ist wichtig, wird aber nur eine vorübergehende Lösung darstellen, wenn sich die Nachfrage nicht deutlich und dauerhaft reduziert. Die Wildlife Crime Initiative hat das Ziel das Konsumverhalten auf den Märkten zu ändern durch die Transformation der aktuellen Einstellung der Menschen gegenüber dem Konsum von illegalen Wildtierprodukten, vor allem in China, Vietnam und Thailand. Eine Verhaltensänderung geschieht nicht über Nacht. Langsam aber sicher wird sich die Nachfrage reduzieren und so wird auch der Anreiz für Kriminelle und die Bedrohung für zahlreiche Arten geringer.

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