Mit einem jährlichen Wert von bis zu 20 Milliarden Euro ist der illegale Handel mit Wildtieren Teil des viertgrößten Verbrechens weltweit – nach Drogenhandel, Produktpiraterie und Menschenhandel. Allein 2015 töteten Wilderer im Durchschnitt drei bis vier Nashörner pro Tag und rund 20.000 Elefanten. Wilderei und Wildartenkriminalität sind nicht nur eine Gefahr für den Erhalt der Artenvielfalt, sondern bedrohen auch die Entwicklung der Herkunfts- und Abnehmerländer, sowie die Sicherheit und Gesundheit der Menschen in diesen.

Wo wird gewildert?

Wahlloser Tod: Immer mehr Schlingfallen in…
Erbarmungslos ziehen sich diese Schlingen aus Metalldraht beim Kampf ums Überleben immer…
Mehr erfahren
WWF Wilderei Notruf © WWF
Wilderei-Notruf
Wilderei ist auch in Deutschland ein wichtiges Thema. Melden Sie Vorfälle, die Sie…
Mehr erfahren
Illegale Wildtierprodukte: Pangolin-Schuppen und Elefantenhaut © WWF Myanmar
Myanmars illegaler Wildtierhandel geht viral
Es ist eine große Gefahr – nicht nur für bedrohte Arten, sondern auch für uns Menschen:…
Mehr erfahren
Malaien-Bär gefangen in einer Schlingfalle im Belum-Temengor-Wald in Malaysia © WWF-Malaysia / Lau Ching Fong
Schlingfallen in Südostasien: Leere Wälder…
Die Schlingfallen-Krise kostet nicht nur Millionen Tieren das Leben, sie fegt auch die…
Mehr erfahren
Nicht artgerecht-gehaltenes Tiger-Baby in thailändischem Zoo © Anton Vorauer / WWF
Tigerhandel vor unserer Haustür
Wer davon ausgeht, dass Tigerhandel nur in asiatischen Ländern stattfindet, liegt falsch.…
Mehr erfahren

Was wird gewildert?

Beschlagnahmte Pangolin-Schuppen © Andy Isaacson / WWF-US
Schmuggel von Schuppentierschuppen in…
Schuppentiere oder Pangoline gehören zu den meistgeschmuggelten Säugetieren der Welt. Auch…
Mehr erfahren
Malayisches Pangolin © naturepl.com / Roland Seitre / WWF
Pangoline: Noch immer heiße Ware für…
895.000 Pangoline wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten aus Asien und Afrika…
Mehr erfahren
Spitzmaulnashorn in Kenia © Richard Edwards / WWF-UK
Nashorn-Wilderei
WWF-Studie: Die Wilderei in Afrika ist außer Kontrolle geraten. Im Fokus stehen zwei…
Mehr erfahren
Tokeh Gecko © Ola Jennersten / WWF-Schweden
Illegale Jagd auf Tokeh-Gecko
Der Tokeh (Gekko gecko) ist die zweitgrößte Geckoart der Welt. Er wird bis zu 40…
Mehr erfahren

Im Rahmen der internationalen Wildlife Crime Initiative (WCI) setzt sich der WWF, gegen den illegalen Handel mit Wildtierprodukten, insbesondere von Elefant, Nashorn und Tiger, ein. Die Wildlife Crime Initiative konzentriert sich dabei auf alle Punkte entlang der illegalen Handelskette (Wilderei, Handel und Konsum) und tritt zudem für die Annahme und Umsetzung von wirkungsvoller nationaler und internationaler Politik ein.

Handel stoppen

Medienberichte über bedeutende Beschlagnahmungen von illegalen Wildtierprodukten weisen auf den Umfang des illegalen Wildtierhandels hin – und auf die zunehmende Beteiligung von grenzüberschreitenden, organisierten kriminellen Banden. Ein hartes Vorgehen gegen den Schmuggel von Wildtieren und Wildtierprodukten war bisher keine Priorität. Durch die Zusammenarbeit mit Regierungen, Strafverfolgungsbehörden und der Privatwirtschaft will die Wildlife Crime Initiative die Handelsketten durchbrechen und den Fluss der illegalen Wildtierprodukte unterbinden.

Warum wird gewildert?

Seepferdchen auf einem chinesischen Markt. © John E. Newby / WWF
Traditionelle (Chinesische) Medizin
In der so genannten Traditionellen Asiatischen Medizin finden etwa 750 verschiedene…
Mehr erfahren
Beschlagnahmtes Elfenbein in Paris © WWF-France
Elfenbein – das weiße Gold
Bis zu 20.000 Afrikanische Elefanten werden jedes Jahr illegal getötet. Grund dafür: vor…
Mehr erfahren
Typische Bushmeat-Ladung © WWF / James Morgan
Buschfleisch
Buschfleisch ist in vielen Teilen der Welt eine billige und häufig einzige Quelle…
Mehr erfahren
Nashorn-Horn zum Verkauf in Vietnam © Robert Patterson / WWF
Die Droge Nashorn
Die Zahl der getöteten Nashörner in Südafrika ist seit 2007 dramatisch gestiegen. Der…
Mehr erfahren
Gewilderter Waldelefant in Dzanga Sangha © Martin Harvey / WWF
Ausbeuter Mensch
Seit es Menschen auf der Erde gibt, nutzen sie die Güter der Natur und beuten diese aus.…
Mehr erfahren
Elfenbein Souvenirs © Bas Huijbregts / WWF Canon
Tödliche Andenken
Wer verreist, bringt immer etwas mit nach Hause. Doch manchmal stammen die „Andenken“ von…
Mehr erfahren
Trophäenjagd © Roger Leguen / WWF
Trophäenjagd
Kaum ein anderes Thema wird in Naturschutzkreisen so kontrovers diskutiert wie die…
Mehr erfahren

Nachfrage eindämmen

Die Eindämmung der Versorgung mit illegalen Wildtierprodukten ist wichtig, wird aber nur eine vorübergehende Lösung darstellen, wenn sich die Nachfrage nicht deutlich und dauerhaft reduziert. Die Wildlife Crime Initiative hat das Ziel das Konsumverhalten auf den Märkten zu ändern durch die Transformation der aktuellen Einstellung der Menschen gegenüber dem Konsum von illegalen Wildtierprodukten, vor allem in China, Vietnam und Thailand. Eine Verhaltensänderung geschieht nicht über Nacht. Langsam aber sicher wird sich die Nachfrage reduzieren und so wird auch der Anreiz für Kriminelle und die Bedrohung für zahlreiche Arten geringer.

Kampf gegen Wilderei

Nashorn-Horn zum Verkauf in Vietnam © Robert Patterson / WWF
Nashorn: Die Spur führt nach Vietnam
Vietnam ist mit Abstand der größte Importeur von Nashornprodukten. Die Zahl getöteter…
Mehr erfahren
Stoßzähne von Afrikanischen Waldelefanten © WWF / Mike Goldwater
Wissen gegen die Wilderei
Einer Informationskampagne in Vietnam gelang es, das Denken über den Konsum von Nashorn zu…
Mehr erfahren
Elfenbein Souvenirs © Bas Huijbregts / WWF Canon
Elfenbeinhandel in der EU
Die EU-Kommission hat die Richtlinien für den kommerziellen Handel mit Elfenbein in, durch…
Mehr erfahren
Beschlagnahmtes Elfenbein © Mike Goldwater / WWF
Der Elfenbein-Detektiv: woher stammen die…
Dr. Stefan Ziegler vom WWF kann die Herkunft von Elfenbein bestimmen und ist vor Gericht…
Mehr erfahren

Helfen Sie Wilderei zu verhindern