Zusätzliche Mittel stünden zur Verfügung, wenn zum Beispiel umwelt- und klimaschädliche Subventionen abgebaut und umgewidmet würden. Gleichzeitig sollten Staaten die COP nutzen, um Artikel 2.1 (c) des Pariser Abkommens mit Leben zu füllen: Finanzströme müssen weg von fossilen Energien und hin zu einer gerechten, klimaverträglichen Entwicklung gelenkt werden. Dafür braucht es auch Reformen des internationalen Finanzsystems, die Schuldenlasten senken, Finanzierungskosten reduzieren und klimafreundliche Investitionen insbesondere im Globalen Süden erleichtern.
Ein gerechter Übergang gelingt nur, wenn die Menschen, die besonders stark von der Klimakrise betroffen sind, aktiv an Entscheidungen beteiligt werden. Indigene Völker und lokale Gemeinschaften müssen Klimamaßnahmen mitgestalten und an ihrer Umsetzung teilhaben können. Klimapolitik ist letztlich immer auch Gesellschaftspolitik: Entscheidend ist, wer von Maßnahmen profitiert, wer Risiken trägt und wer bei den Entscheidungen mit am Tisch sitzt.
Die Ergebnisse der COP dürfen dabei nicht im Verhandlungsraum bleiben. Die COP31 sollte ihre Aktionsagenda nutzen, um die Umsetzung zu beschleunigen und Regierungen, Städte, Unternehmen, Finanzinstitutionen, Zivilgesellschaft, indigene Gruppen und lokale Gemeinschaften zusammenzubringen. Nur wenn Zusagen in konkrete Maßnahmen vor Ort übersetzt werden, kann die notwendige Transformation gelingen.