Florian Kaduk hat selbst erlebt, welche Kraft Fluten entwickeln können. Die Hochwasser von 2002 und 2013 hat er nicht vergessen. Damals hat der Deich den Wassermassen an der Elbe nicht standgehalten. „Das krempelt die ganze Stadt um. Dann stehen alle gemeinsam am Deich und schleppen Sandsäcke, Orte werden evakuiert“, erinnert er sich.
2013 zeigte sich, was die neue Schutzlinie leisten kann: Die ersten fertigen Abschnitte des zurückverlegten Deichs hielten dem Hochwasser stand. Auch beim Hochwasser zum Jahreswechsel 2023/2024 bestand sie ihre Bewährungsprobe. Analysen zeigen: Im Fall eines Extremhochwassers können die neu an den Fluss angebundenen Flächen im Lödderitzer Forst den Pegel der Elbe um bis zu 28 Zentimeter senken und so den Druck wegnehmen. Dies entspricht der Höhe von zwei Reihen Sandsäcken, die im Notfall an den Schwachstellen der Deiche aufgeschichtet werden.