Der Boden unter unseren Füßen reguliert den Wasserhaushalt, stellt Nährstoffe für Pflanzen zur Verfügung, speichert Kohlenstoff und filtert Wasser. Dabei spielt ein Bestandteil des Boden eine entscheidende Rolle: der Humus.

Im Laufe der letzten Jahre ist der Humus der Böden in Deutschland und weltweit vom fachlichen Nischenthema zu einem gesellschaftlich relevanten Thema geworden. Humus rückt immer stärker in den Fokus, wenn es um Klimaschutz, Anpassung an die Folgen des Klimawandels oder um den Grundwasserschutz geht. Darüber hinaus ist Humus ein Garant für Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit und somit Grundlage menschlicher Ernährung.

Humus besteht zum größten Teil aus organischen Kohlenstoffverbindungen und ist so auch eine beachtliche CO2-Senke. Das ist der Hauptgrund für seine aktuell diskutierte Klimarelevanz. In der öffentlichen Debatte zeigt sich, dass bei den Behauptungen über Aufbau, Erhalt und Abbau von Humus einiges durcheinandergeht. Dies gilt es aufzulösen. Mit dem „kleinen Humus-Faktencheck“ möchte der WWF mit einigen zweifelhaften Behauptungen rund um den Humus aufräumen und die Diskussion versachlichen.

Eine Landwirtschaft, die Humus aufbaut, somit Kohlenstoff bindet, ist absolut wichtig, wenn es um den Schutz des Klimas, aber auch um die Anpassung an die Folgen des Klimawandels geht.

  • Vertikaler Schnitt in die Erde © Clay Bolt / WWF USA Der Boden der Lebensvielfalt

    Ein lebendiger Boden ist die gemeinsame Basis für Naturschutz und Landwirtschaft. In allen Land-Ökosystemen steckt die meiste Lebensvielfalt direkt im Boden Weiterlesen ...