Viele Wälder der Republik Moldau (umgangssprachlich Moldawien) sind stark degradiert. Dabei spielen Wälder nicht nur eine große Rolle für den Naturschutz und als Ressource, sie sind auch wichtige Kohlenstoffsenken. Der WWF Deutschland hat – finanziert mit Mitteln der Stiftung NaturTon – in einem Projekt im Süden der Republik Moldau zehn Hektar degradierter Waldfläche mit heimischen Bäumen wieder aufgeforstet.

Die Region im Süden Moldawiens ist die waldärmste Region des Landes. Die wenigen verbliebenen Wälder hier stehen unter starkem Druck: Schädlingsbefall, illegaler Holzeinschlag und Infrastrukturprojekte gefährden die Wälder genauso wie die Auswirkungen der Klimakrise.

In den vergangenen Jahren setzte man in Moldawien stark auf Holzplantagen mit nicht-heimischen Arten, darunter Robinien (landläufig auch als Akazien bezeichnet), zur Holzproduktion. Viele der Plantagen scheinen jedoch aufgrund schlechter Standortwahl und Wetterextremen wie starkem Frost oder anhaltender Dürre zum Scheitern verurteilt. 

Die Stiftung NaturTon

Die Zukunft von Klima und Umwelt liegt in der Verantwortung jedes Menschen. Mit der Stiftung NaturTon setzen die Musiker:innen der Staatskapelle Berlin hierfür ein Zeichen. Die Musiker:innen fördern global Klima- und Umweltschutzprojekte, die im Einklang mit deren sozialen Umfeld nachhaltig dem Schutz und Erhalt unserer Erde dienen. Der WWF ist Partner dieser Stiftung, die das „Orchester des Wandels“ ins Leben gerufen hat. Im „Orchester des Wandels“ werden Musiker:innen für Natur- und Klimaschutz aktiv und setzen sich in kreativen Konzertformaten mit der Klimakrise auseinander. Das Orchester sammelt auch Spenden, die zu einem großen Teil direkt in Projekte des WWF Deutschland fließen – zuletzt für die Aufforstung der Auwälder in Moldawien.

Naturnahe Aufforstung für starke Wälder

In der Gemeinde Ciobalaccia im Bezirk Cantemir hat der WWF Deutschland zwischen August 2020 und Dezember 2021 die Menschen dabei unterstützt, Wälder zu schaffen, die besser an Umweltveränderungen angepasst sind und stabile Ökosysteme bilden. Denn ein gesundes Wald-Ökosystem funktioniert nicht nur als Lebensraum und Kohlenstoffsenke, es ermöglicht auch die nachhaltige Nutzung von Holz.

Auf zehn Hektar bislang brachliegendem Land wurden im Projektzeitraum Pflanzungen durchgeführt – allein im November und Dezember 2020 waren es 7.500 Eichensetzlinge – und unzählige Eicheln ausgesät. Verwendet wurde heimisches Saat- und Pflanzgut, vor allem Eichen, aber auch Ahorn und Walnuss. Ergänzt wurden sie mit Pflanzungen von Sträuchern wie Schlehen oder Haselnuss, um ein gesundes und artenreiches Waldökosystem zu etablieren.

Der Wald, der sich jetzt hier entwickeln kann, soll auch eine Brücke zwischen den zwei bestehenden Wäldern bilden und so die ökologische Vernetzung in der Region verbessern.

Weitere Projekte sollen folgen

Die Wiederaufforstung in Moldawien ist eines von vielen WWF-Projekten, die die Stiftung NaturTon mitfinanziert und für die sie mit ihren Veranstaltungsreihen und Konzerten des „Orchester des Wandels“ in ganz Deutschland künftig Spenden sammeln will.

Helfen Sie uns die Wälder zu schützen