Auf der Ostseekonferenz vom 23.9 bis 24.9.2014 in Warschau wurde im Rahmen einer festlichen Veranstaltung der Hauptgewinner des WWF-Ostseepreises aus allen neun nationalen Gewinnern der Ostseeanrainerstaaten ermittelt und gemeinsam gefeiert.

Den internationalen Ostseepreis 2014 haben Frau und Herr Cīrule aus Lettland gewonnen. Sie leben seit über zwanzig Jahren auf dem Mežacīruļi Hof. Sie haben mit 7 Hektar und 30 Tieren angefangen und bewirtschaften jetzt gemeinsam mit ihren beiden erwachsenen Söhnen 700 Hektar mit 300 Milchkühen und eine große neue Biogasanlage. Herr Juris Cīrule meint, dass „jede Bäuerin und jeder Bauer sich die Auswirkungen seiner landwirtschaftlichen Arbeit auf die Umwelt und Natur bewusst machen sollte, um daraufhin Umweltaspekte in seinen Produktionsprozess miteinzubeziehen. Dies sei eine wichtige soziale und gesellschaftliche Verantwortung der Landwirtschaft“.

Auch die Gewinner aus Deutschland – Frank Schumacher und Kathrin Schumacher waren auf der Ostseekonferenz in Warschau und diskutierten gemeinsam mit ca. 300 Teilnehmern auf der Ostseekonferenz über geeignete Maßnahmen und Möglichkeiten zum Ostseeschutz. Herr Schumacher hätte nie gedacht, dass er als konventioneller Betrieb eine Chance auf den Preis hat und freut sich jetzt umso mehr, dass die Arbeit in den unterschiedlichen Bereichen auf seinem Betrieb anerkannt wird. Für ihn ist es wichtig gemeinsam zusammenzuarbeiten und auch andere Sichtweisen zu berücksichtigen. Darum fand er den Austausch zwischen allen nationalen Ostseepreisgewinnern von Russland, über Schweden bis Polen auf der Konferenz sehr wertvoll.

Ein Höhepunkt auf der Ostseekonferenz in Warschau war die Veröffentlichung eines Films über Landwirte, die sich für den Schutz der Ostsee einsetzten. Unter anderem werden in dem sehenswerten Film (unten) der Betrieb der Familie Cīrule und auch die Aktivitäten von Gerd Schumacher, den Vater des deutschen Ostseepreisgewinners vorgestellt. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass in Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Bodenverband Schwentine im Rahmen einer Flurneuordnung zahlreiche Landwirte eingebunden wurden. Und in der Sieversdorfer Au seit 2007 ein wertvolles Feuchtgebiet entstanden, in dem zottelige Rinder auf feuchten Wiesen grasen und im Frühjahr großflächig Sumpfdotterblumen blühen.

  • Getreide © Mauri Rautkari / WWF Der WWF sucht Ostsee-LandwirtIn des Jahres 2020

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