Der WWF will die landwirtschaftliche Produktion in umweltfreundlichere Bahnen lenken. Dazu gehören in erster Linie die Ausweisung von Schutzgebieten und die Erarbeitung von intelligenten Landnutzungskonzepten. Hinzu kommt das Engagement in verschiedenen Zertifizierungssystemen und Runden Tischen.

Zertifizierungssysteme und Runde Tische

Zertifizierungssysteme und Runde Tische bringen auf freiwilliger Basis alle Gruppen zusammen, die in die Produktion – etwa von Palmöl – involviert oder von ihr betroffen sind sowie über die Lieferkette die Rohstoffe weiterverarbeiten oder vertreiben: Große und kleine Produzenten, Händler, Konsumgüterhersteller, Supermärkte und Einzelhandel, Banken sowie Nichtregierungsorganisationen. Der WWF unterstützt diese Initiativen in unterschiedlichen Branchen und Segmenten.

Das Ziel: Alle Beteiligten auf ökologische und soziale Mindeststandards einzuschwören, die über den gesetzlichen Anforderungen liegen. In manchen Regionen der Erde sind diese Mindeststandards die ersten Vorgaben für eine nachhaltigere Erzeugung.

Anforderungen des Naturschutzes

Acker mit Wildblumen © photonaj / iStock / Getty Images Plus
Acker mit Wildblumen © photonaj / iStock / Getty Images Plus

Die Anforderungen des Naturschutzes und die derzeitige Praxis in der Landwirtschaft liegen bei vielen Produkten sehr weit auseinander. Die Runden Tische mit ihren Mindeststandards sind für den WWF eines von mehreren Instrumenten, den Massenmarkt schrittweise zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen und damit den Naturschutz voranzutreiben.

Vom Ideal eines grünen Öko-Labels sind die Standards der Runden Tische häufig aber noch weit entfernt. Dennoch sind sie ein wichtiger erster Schritt, um die Produzenten zu verpflichten, sich an der Lösung von Problemen zu beteiligen, die durch ihr Wirken entstehen.