Ein Drittel der weltweiten Fischbestände ist überfischt. Unsere Ozeane leiden. Trotzdem fließen Milliarden Dollar staatliche Subventionen in nicht-nachhaltige Fischerei und befeuern so die Zerstörung unserer Ozeane. Wir haben jetzt die Chance, das zu ändern!

Ihre Stimme für ein Ende der Überfischung

Nach fast zwei jahrzehntelangen Verhandlungen ist endlich der Moment gekommen, in dem wir der schädlichen Subventionspraxis endgültig ein Ende setzen können: Bis Dezember 2020 will die Welthandelsorganisation (WTO) ein globales Abkommen abschließen, das umweltschädliche Fischerei-Subventionen verbieten würde. Damit dies gelingt, müssen alle WTO-Mitglieder dem Abkommen zustimmen. Hier kommen Sie ins Spiel. 

Wir wollen eine Welle der Unterstützung lostreten, die den Regierungen und Entscheidungsträger:innen zeigt, wie viele Menschen das Ende von schädlichen Fischereisubventionen fordern. 

Machen Sie mit und teilen Sie unsere Botschaft auf Twitter, wo besonders viele Entscheidungsträger:innen aktiv sind!

Warum Subventionen zur Überfischung beitragen

Subventionen sind ein Haupttreiber der Überfischung. Sie führen zu Überkapazitäten in der Fangflotte und senken die Betriebskosten soweit, dass auch eigentlich unrentable Fischereiaktivitäten fortgeführt werden können. Zudem empfangen sogar Fischereiboote und -betreiber, die an illegaler, ungemeldeter oder unregulierter (IUU) Fischerei  beteiligt sind, weiterhin staatliche Fördermittel

Die Regierungen stellen jedes Jahr geschätzte 22 Mrd. US-Dollar für schädliche Subventionen bereit, die die Fangkapazität erhöhen. Die Industriestaaten tun sich als Fischereisubventionierer besonders hervor, wobei Japan, China, die EU und die USA die insgesamt größten Budgets bereitstellen. Leidtragende dieser Subventionspolitik sind nicht nur die Weltmeere, sondern oft auch die ärmsten Länder und Menschen im globalen Süden. Sie werden auf diese Weise um Zugangs-, Verteilungs- und Marktgerechtigkeit betrogen.

Weltweit beschäftigt die Meeresfischerei direkt und indirekt ca. 200 Millionen Menschen. In den Entwicklungs- und Schwellenländer sind dies zumeist Kleinfischer, die besonders unter dem Teufelskreis der subventionierten Überfischung leiden. Wirtschaftliche Entwicklung in den Küstenregionen setzt gesunde Fischbestände voraus. Regierungen sollten daher schädliche Subventionen beenden und ihre Finanzmittel besser in die Erholung der Meere und in nachhaltiges Fischereimanagement investieren.

"Seit zwei Jahrzehnten steht das Thema auf der WTO-Agenda, jetzt müssen die Regierungen die Chance nutzen, Handelsverzerrungen und Umweltzerstörung, die durch schädliche Fischereisubventionen befeuert werden, endlich zu beenden."

Anna Holl-Buhl, WWF-Fischereiexpertin

So können Sie den Ozeanen auch helfen

Ein internationales verbindliches Abkommen, das Subventionen für die Überfischung ein Ende bereitet, ist ungemein wichtig. Und Sie können noch mehr tun, um unseren Ozeanen zu helfen.