Durch die Corona-Pandemie wurde die untrennbare Verbindung von Mensch, Umwelt und Gesundheit mehr als deutlich und hat weltweite Aufmerksamkeit erlangt. Politik und Wissenschaft propagieren zusammen die Lösung: One Health. Aber was genau steckt hinter dem Konzept?

Was bedeutet One Health?

Die Gesundheit von Mensch, (Wild-)Tier und Umwelt ist eng miteinander verbunden, die drei sind sogar voneinander abhängig. Das besagt der One Health-Ansatz. Menschen und Tiere teilen sich bestimmte Krankheitserreger, Zoonosen genannt. So hat auch COVID-19 einen tierischen Ursprung. Aber bei One Health geht es um weitaus mehr als nur um Zoonosen. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der zum Ziel hat, die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen nachhaltig in Einklang zu bringen.

Denn die menschliche Gesundheit hängt in vielerlei Hinsicht von der Umwelt ab, nicht nur im Falle von überspringenden Infektionskrankheiten. Auch nicht-übertragbare Krankheiten, wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie Ernährung und psychisches Wohlbefinden hängen von unserer Umwelt ab. Zu einer gesunden Umwelt wiederum gehört biologische Vielfalt, auch Biodiversität genannt. Sie bietet saubere Luft, sauberes Wasser, moderne und traditionelle Medikamente, Klimaregulierung und sichere Lebensmittelversorgung.

One Health will genau das erreichen: die Bedrohungen für die Gesundheit und die Ökosysteme bekämpfen sowie Maßnahmen gegen die Klimakrise ergreifen und zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Wie arbeitet der WWF zu One Health?

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