Das EU-geförderte Projekt „SchoolFood4Change“ setzt auf junge Menschen und ihren Mut und die Motivation zur Veränderung. Es macht Schulen zu Orten, an denen gesunde und nachhaltige Esskultur etabliert wird. Die Lernenden sind dabei nicht nur die Schüler:innen, sondern alle, die mit der Schulverpflegung zu tun haben.

Kinder und Jugendliche sind besonders schutzbedürftig, was ernährungsbedingte Krankheiten und wirtschaftlich schwierige Lebensumstände betrifft. Gleichzeitig haben sie eine große Kraft, um nötige Veränderungen anzustoßen: Was in den Schulen gelernt und vorgelebt wird, hat einen enormen Einfluss auf die Gesellschaft.

Das von der EU geförderte Projekt „SchoolFood4Change“ (SF4C) nutzt diese Hebelwirkung, indem es innovative Lösungen und spezifisch zugeschnittene, lokal anpassbare „Best Practices“ – also vorbildliche Abläufe – für Schulen, Schulküchen, Cateringunternehmen, zuständige Behörden und politische Entscheidungsträger:innen entwickelt. Die Lösungen orientieren sich an der „Farm to Fork“-Strategie der EU und an den Sustainable Development Goals.

Nachhaltige Ernährung: Gut für die Menschen, gut für den Planeten

Kinder essen in der Schule © iStock / GettyImages
Kinder essen in der Schule © iStock / GettyImages

Um das ehrgeizige Ziel eines grundlegenden Wandels unseres Ernährungssystems zu erreichen, verfolgt SF4C einen ganzheitlichen Ansatz, der sich auf gebündeltes Fachwissen stützt. Dabei profitiert das Projekt von einem europaweiten Netzwerk aus Köch:innen, Ernährungsberater:innen, Wissenschaftler:innen und Spezialist:innen für nachhaltige Lebensmittelbeschaffung.

SF4C entwickelt Empfehlungen für innovative und umweltverträgliche Lebensmittelbeschaffung und fördert sogenannte „Planetary Health Diets“, das sind Ernährungsweisen, die die Gesundheit der Menschen und des Planeten gleichermaßen schützen.

Geplant ist außerdem ein „Whole School Food Approach“ – ein Leitfaden für Kommunen und Schulen, der auf eine kinderfreundliche Esskultur abzielt und dabei alle Akteur:innen aus dem Schulumfeld einbezieht.

Von der Theorie zur Praxis

Wie Schulessen gesund, umweltverträglich und gleichzeitig kostengünstig auf den Tisch kommen kann, zeigt das Projekt beispielsweise mit einer Rezeptsammlung für Schulmenüs – natürlich regional und saisonal angepasst.

In Schulungen lernen Köch:innen ganz praktisch, wie sie umweltfreundlich kochen und dieses Wissen im Kolleg:innenkreis weitergeben können. Außerdem sorgt SF4C für regelmäßigen Austausch zwischen Schüler:innen und Landwirt:innen, und macht so die Auswirkungen nachhaltiger und gesundheitsorientierter Veränderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Schulessens verständlich und erlebbar.

Während der Projektlaufzeit werden die sozioökonomischen, ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen der neuen Schulmenüs und der veränderten Prozesse überprüft. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und in anderen Schulen und Städten innerhalb und außerhalb Europas einsetzbar sein. Zentral ist dabei das Anliegen, alle Maßnahmen übertragbar und wiederholbar zu machen, und zwar über die Schulen hinaus.

SF4C läuft seit Januar 2022 für vier Jahre. Alle 43 Partner:innen (inklusive assoziierte Partner:innen) arbeiten gemeinsam an dem ehrgeizigen Ziel, durch die direkte Zusammenarbeit mit über 3.000 Schulen und 600.000 jungen Menschen in zwölf europäischen Ländern mindestens zwei Millionen EU-Bürger:innen zu erreichen.

EU-Logo (Flagge) © EU

Dieses Projekt wird im Rahmen des europäischen Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 unter der Fördervertragsnummer 101036763 gefördert.

 

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