Der WWF Deutschland hat erstmals seinen Jahresbericht über „Naturschutz und menschenrechtliche Sorgfalt“ veröffentlicht. Er gibt einen Überblick über die Verankerung von Menschenrechten in seinen Aktivitäten und Projekten.

Mit den 2011 verabschiedeten Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen stellen sich immer mehr global agierende Unternehmen und Organisationen ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Dazu gehört auch, regelmäßig über die Einhaltung und Förderung der Menschenrechte zu berichten. In diesem Bericht zeigen wir auf, was wir 2019 erreicht haben und geben einen Ausblick, welche weiteren Schritte 2020 und in den folgenden Jahren unternommen werden.

Der WWF Deutschland hat im vergangenen Jahr seine Prozesse und Organisationsstrukturen ganzheitlich überarbeitet. Wir haben weiter in die Stärkung der Menschenrechte in unserer Projektarbeit investiert und unter anderem den Auf- und Ausbau von Menschenrechtszentren und Beschwerdemechanismen in verschiedenen Projektregionen gefördert. Überdies hat der WWF Deutschland auch begonnen, die menschenrechtlich relevanten Prozesse in anderen Teilen der Organisation weiter zu stärken.

Im März 2019 hat der WWF Deutschland den ehemaligen Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Markus Löning, und seine Beratung Löning – Human Rights & Responsible Business beauftragt, eine unabhängige Untersuchung seiner menschenrechtlichen Sorgfaltsprozesse vorzunehmen. 

Neben der Analyse der Wirksamkeit interner Prozesse und Standards enthält der Löning-Bericht weitere Empfehlungen zu deren Verbesserung, wie etwa die Projektstrukturen zu vereinheitlichen und so sicherzustellen, dass bei Naturschutzprojekten systematisch auf die wichtigsten menschenrechtlichen Risikofelder eingegangen wird. Der WWF Deutschland hat sich entschlossen, die Empfehlungen konsequent Schritt für Schritt umzusetzen.