Das Fischsterben in der Oder hält Deutschland in Atem. Mittlerweile ist klar, dass Giftstoffe für die Katastrophe verantwortlich sind. Während die Umweltbehörden nach den Schuldigen suchen, deckt sich jedoch noch ein anderes Problem auf: Aktuell gibt es viel zu wenig Informationen über den Zustand des Gewässers. Das muss sich schnell ändern. Die Auswilderungspläne von 30.000 Jungstören drohen zu kippen.

Gute Nachrichten für den Stör!

Bisher konnten über 13.000 Euro für die Rettung der Oder und die Wiederansiedlung des Störs gesammelt werden. Damit kann bereits die Studie zur Einschätzung der Nahrungsgrundlage in der Oder finanziert werden. Wir werden Sie hier und in unserem Newsletter über die Ergebnisse der Studie auf dem Laufenden halten.

Wir brauchen 25.000€ zur Rettung der Störe!

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Großflächige Vergiftung des Flussökosystems

Tote Fische werden aus der Oder gesammelt © IMAGO / Eastnews
Tote Fische werden aus der Oder gesammelt © IMAGO / Eastnews

Unzählige Fische, Muscheln, Schnecken und andere Wasserorganismen sind der tödlichen Giftwelle in der Oder zum Opfer gefallen. Die Ausmaße der Katastrophe sind aktuell noch nicht abzusehen. Aber eines ist sicher: Damit sich das Flussökosystem wieder erholen kann, müssen auch die Nahrungsnetze wieder funktionieren. Doch auch über diese fehlen wichtige Informationen. So kann es beispielsweise sein, dass Fische den Kontakt mit der toxischen Substanz überlebt haben, aber in den kommenden Wochen verhungern werden, weil die Nahrungsgrundlage fehlt.  

Störpopulation akut gefährdet

Unter den verendeten Fischen waren auch 20.000 junge Störe, die sich in einer Aufzuchtanlage für die Gesellschaft zur Rettung des Störs eV befunden haben. Das ist ein massiver Rückschlag für den Naturschutz. Störe gehören zu den weltweit am stärksten bedrohten FischgruppenWiederansiedlungsprojekte mit dem Stör sind aufwendig und ziehen sich über mehrere Jahrzehnte hin. 

Das liegt unter anderem daran, dass Störe Wanderfische sind: Jungtiere wandern stromabwärts Richtung Meer. Erst im Alter von etwa 15 Jahren werden sie geschlechtsreif und wandern zur Fortpflanzung die Flüsse wieder hinauf.

Europäischer Seestör (Acipenser sturio) © wrangel / iStock Getty Images
Europäischer Seestör (Acipenser sturio) © wrangel / iStock Getty Images

Störe: Flaggschiffe für lebendige Gewässer

Störe haben hohe Anforderungen an ihren Lebensraum. Sie benötigen lebendige, dynamische und frei fließende Flüsse mit Verbindung zu Küstengewässern. 

Dort, wo künftig Störe wieder heimisch sind und sich erfolgreich fortpflanzen, sind Flüsse wieder naturnah und vielgestaltig. Daher bezeichnet man sie auch als sogenannte Flaggschiffart. Vom Schutz dieser Tiere und ihrer Lebensräume profitieren zugleich viele andere Arten. Und in diesem Fall auch das gesamte Flussökosystem der Oder.

Überlebenswichtige Informationen benötigt

In diesem Jahr sollen 30.000 Baltische Jungstöre in die Oder ausgewildert werden. Dafür muss sich die Gesellschaft zur Rettung des Störs allerdings sicher sein, dass die Tiere eine Chance haben, zu überleben. In sechs Wochen muss diese wichtige Entscheidung getroffen werden, denn die Aufzuchtbecken werden schon für die nächste Generation Jungstöre benötigt. Wohin dann mit 30.000 jungen Fischen?

Die gute Nachricht: Mithilfe einer Studie kann die Situation in der Oder eingeschätzt werden. Kommt diese zu dem Schluss, dass die Belastung des Wassers zu hoch oder das Nahrungsangebot zu gering ist, muss die Auswilderung auf nächstes Jahr verschoben werden. 

Der sofortige Start der Studie ist dringend notwendig und wird vom WWF Deutschland unterstützt.

Der WWF ist im deutschen „Aktionsbündnis lebendige Oder“ und im internationalen Verbändebündnis „Zeit für die Oder“ aktiv. Mehr dazu finden Sie unter: https://saveoder.org/

Ihre Hilfe für die Störe und die Oder

Hälterungsanlage für Fische © IMAGO / agefotostock
Hälterungsanlage für Fische © IMAGO / agefotostock

Kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Störe in diesem Jahr nicht in der Oder überleben würden, müssen die Tiere einen weiteren Winter in temporären Fischbecken gehältert werden, bis der beste Aussetzungszeitpunkt im nächsten Frühjahr erreicht ist.

Kommt die Studie allerdings zu dem Schluss, dass die Nahrungsgrundlage und die Belastung der Oder ausreichend gut ist, werden die verbleibenden Spendenmittel dafür genutzt, den Lebensraum für Störe im Nationalpark Unteres Odertal zu verbessern. Konkret bedeutet das beispielsweise, dass weitere Flutrinnen an das natürliche Flusssystem angebunden werden, um die Erfolgschancen der Wiederansiedlung zu erhöhen.

Helfen Sie uns, das Ökosystem Oder zu retten!

Mit Ihrer Unterstützung können wir die Studie für die Einschätzung der Nahrungsgrundlage in der Oder schnellstmöglich starten. Je nach Ergebnis, werden die verbleibenden Spendengelder entweder für die professionelle Hälterung der Jungstöre oder die Revitalisierung des Flussökosystems eingesetzt. 

In jedem Fall helfen Sie mit Ihrer Spende dabei, das Ökosystem Oder wiederherzustellen und zu schützen.

Selbstverständlich informieren wir Sie regelmäßig über den weiteren Verlauf dieses akuten Projektes. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und die Mithilfe bei der Rettung der Oder!

Ohne Ihre Hilfe sind Zehntausende Störe in Gefahr.

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