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Stand: 01.02.2019

Welttag der Feuchtgebiete 2019

Am 2. Februar 1971 wurde in der iranischen Stadt Ramsar eine Konvention beschlossen, die den Schutz von ausgewiesenen Feuchtgebieten regelt. Vorausgegangen war eine Wasservogelzählung, deren Ergebnis die Bedrohung vieler Arten zeigte. Mithilfe der Ramsar-Konvention ist nun ein besonderer Schutz von Feuchtgebieten möglich. Um an die Bedeutung dieser Ökosysteme für den Artenschutz zu gedenken findet jährlich am 2. Februar der World Wetlands Day - der Welttag der Feuchtgebiete - statt.

Naturreservat Cuyabeno, Ecuador © Alejandro Polling / WWF-Colombia
Naturreservat Cuyabeno, Ecuador © Alejandro Polling / WWF-Colombia

Lebensspender Feuchtgebiete

Ob Flüsse, Auen, Seen oder Moore: Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender. Sie sind unsere wichtigsten Trinkwasserquellen und beherbergen auf rund 8,1 Prozent der Erdoberfläche 40 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten. Feuchtgebiete regulieren außerdem als CO2-Speicher das Klima und bremsen als natürliche Rückhaltebecken Überflutungen und Hochwasser. Vor allem Flussauen und Moore können große Mengen Wasser aufnehmen und zeitverzögert sowie gereinigt wieder abgeben.

Trockengelegt

Doch den Feuchtgebieten wird weltweit das Wasser abgegraben. Flüsse werden begradigt und aufgestaut, ihre natürlichen Überflutungsflächen, die Auen, trockengelegt. Städte wachsen vor allem an Flussmündungen und in Küstenregionen. Auch steigende Durchschnittstemperaturen und immer mehr Abwässer, darunter viele Düngemittel, belasten vermehrt die Feuchtgebiete.

 

In den letzten 45 Jahren gingen weltweit  rund 35 Prozent aller Feuchtgebiete verloren. Seit der Jahrtausendwende hat sich das Tempo der Zerstörung beschleunigt. Bis zu 1,6 Prozent der Feuchtgebiete verschwinden jedes Jahr weltweit!

Schutzbedürftig

Deshalb engagiert sich der WWF weltweit verstärkt für die Erhaltung gesunder Feuchtgebiete. „Wir müssen sie schützen, anstatt sie weiter auszutrocknen, plattzuwalzen und umzupflügen – dafür sind sie einfach zu wertvoll!", sagt Philipp Wagnitz, Süßwasserexperte beim WWF Deutschland.

 

In den letzten 20 Jahren hat der WWF die Ausweisung von insgesamt 377 Feuchtgebieten in 52 Ländern unterstützt. Die Fläche summiert sich auf fast 110 Millionen Hektar. 2018 half der WWF Deutschland, das 776.000 Hektar große Lagartococha-Cuyabeno-Yasuní-Feuchtgebiet in Ecuador auszuweisen.

Wieder unter Wasser setzen

Darüber hinaus sind ein nachhaltiges Feuchtgebiets-Management und die Renaturierung trockengelegter Flächen Schwerpunkte der WWF-Arbeit – an der Elbe genauso wie am Mekong. So bewahren wir nicht nur Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern sichern auch den Wasserhaushalt in der Region.

Ramsar-Gebiete: Eine Auswahl

Abkommen zum Schutz der Feuchtgebiete

Durch die Ramsar-Konvention der Vereinten Nationen wurden seit 1971 bis heute insgesamt 2.337 Feuchtgebiete mit einer Fläche von mehr als 252 Millionen Hektar unter Schutz gestellt. In Deutschland gibt es aktuell 34 Ramsar-Gebiete mit einer Gesamtfläche von rund 868.000 Hektar, darunter Teile der Elbauen, des Rheins und des Bodensees.

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