Es bedarf einer Neugestaltung der Ernährungssysteme auf allen Ebenen – in der Politik, in der Wirtschaft und beim Verbraucher. Denn: Die menschliche Gesundheit und die ökologische Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Dies hat nicht zuletzt die Covid-19-Pandemie aufgezeigt. Es ist dringend notwendig, stabile Ernährungssysteme aufzubauen, die gesund für die Menschen und den Planeten sind.

Ein „business as usual“ ist nicht mehr möglich. Um den ernährungsbedingten Umwelt- und Gesundheitsproblemen zu begegnen, bedarf es eines „Neustarts“, also einer Neugestaltung globaler Ernährungssysteme. Für die Politik bedeutet dies, dass eine integrierte, kohärente und ressortübergreifende Politik zur Erreichung eines nachhaltigen Ernährungssystems etabliert werden muss. Dazu gehören verschiedene Politikfelder von der Landwirtschaft über Umwelt und Verbraucherschutz bis hin zu Wirtschaft, Bildung und Entwicklungszusammenarbeit. Für Unternehmen heißt das, ihre Unternehmensstrategien sowohl entlang der Sustainable Development Goals (SDGs) als auch an den planetaren Belastungsgrenzen auszurichten.

Sojabohnen-Ernte © alffoto / GettyImages
Sojabohnen-Ernte © alffoto / GettyImages

Regierungen, Unternehmen und Verbraucher:innen müssen verstehen, dass menschliche Gesundheit und ökologische Nachhaltigkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Deshalb gilt es, das bisherige Handeln grundlegend neu auszurichten. Dies gilt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. International arbeitet der WWF daran, dass es zukünftig ein Ernährungssystem geben wird, das die Natur schützt und dem Menschenrecht auf gesunde Nahrung nachkommt und innerhalb planetarer Grenzen funktioniert. Das Gute ist: Auf uns wartet eine Zukunft, die durch eine große kulinarische Vielfalt geprägt sein wird.

Hierfür hat der WWF International vier Leitprinzipien entwickelt

  1. Förderung einer Ernährung, die die Umweltauswirkungen reduziert und die menschliche Gesundheit verbessert.
  2. Förderung einer Ernährung, die auf einer Produktion begründet ist, die die biologische Vielfalt bewahrt und wiederherstellt sowie die natürlichen Ressourcen nachhaltig nutzt.
  3. Förderung einer gesunden und nachhaltigen Ernährung, die flexibel die vielfältigen weltweiten Ernährungsweisen sowie lokale Traditionen berücksichtigt.
  4. Förderung eines Wandels hin zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung für alle, verbunden mit einer fairen und gerechten Aufteilung der Kosten und Vorteile, die sich aus diesem Wandel ergeben.

Welche Forderungen der WWF im Einzelnen an Politik, Wirtschaft und Verbraucher:innen hat, die sich aus den vier Leitprinzipien ableiten, finden Sie im nachfolgend verlinkten PDF.

  • Kind mit Möhren aus dem Garten © Ulza / GettyImages Besseresser:innen – planetarisch kulinarisch

    Unsere gegenwärtigen Ernährungssysteme stellen eine der größten Herausforderungen für unseren Planeten und das Fortbestehen der Menschheit auf der Erde dar. Zurück zur Übersicht