Plastik ist kein natürliches Material. Es kommt nicht in der Natur vor, sondern wird künstlich hergestellt – meistens aus Erdöl. Um daraus Plastik zu machen, wird das Erdöl in seine Bestandteile zerlegt: Rohbenzin, Gas, Diesel, Heiz- und Gasöle. Das Rohbenzin wird in einem chemischen Verfahren in seine einzelnen Stoffe aufgespalten. Diese werden, je nachdem, welche Art Kunststoff produziert wird, mit anderen Stoffen verbunden. So entsteht Plastik. Der am häufigsten verwendete Kunststoff ist Polyethylen. Er wird zum Beispiel für Müllsäcke, Kabel oder Rohre verwendet.
Plastik kurz erklärt
Was ist Plastik eigenlich genau? Warum ist Plastik so beliebt? Weshalb ist Plastik schlecht für das Klima? Wir verraten es dir.
Was ist Plastik?
Wie wird Plastik verarbeitet?
Nachdem Forschende ein ganzes Jahrhundert lang an der Herstellung eines Kunststoffes, den man flexible gestalten kann, herumexperimentiert hatten, war es 1950 so weit: Plastik konnte industriell, also von Maschinen und in großen Mengen, angefertigt werden.
In einem ersten Schritt wird es meist zu Formteilen, Fasern und Folien verarbeitet. Daraus wiederum werden alle möglichen Dinge hergestellt – auch Verpackungen, Farbe und Lacke, Klebstoffe, Textilien und Baustoffe. Bei der Produktion von Plastik werden viele Treibhausgase freigesetzt. Das ist sehr schlecht für das Klima.
Warum ist Plastik so beliebt?
Plastik kann ganz nach Wunsch gestaltet werden. Es ist leicht, bruchfest, elastisch, temperaturbeständig, billig, langlebig und in verschiedenen Härtegraden und Formen herstellbar. Deshalb gibt es unzählige Dinge, die daraus hergestellt werden – vom Kinderspielzeug bis zu lebenswichtigen Dingen in Krankenhäusern. Autos, Kleidung, Rucksäcke, Geschirr, Schreibzeug, Möbel, Lebensmittelverpackungen, Taschen, Kosmetik – das alles und noch mehr wird aus Plastik hergestellt oder enthält Plastik. Schau dich einmal um: Was findest du in deiner Umgebung aus Plastik?
Schon gewusst?
Plastik verrottet nicht. Bis zur völligen Zersetzung können mehrere hundert bis Tausende von Jahren vergehen. Das Mikroplastik wird zwar immer kleiner, aber nie vollständig abgebaut.
Einweg-Artikel aus Plastik
Auch viele Einwegartikel werden aus Plastik fabriziert. Also Dinge, die wir meist nur einmal verwenden und dann wegwerfen – so wie unzählige Tüten und andere Verpackungen für Lebensmittel. Viele solcher Plastikdinge landen in der Umwelt und richten Schaden an.
Seit dem 1. Januar 2022 dürfen Geschäfte keine Plastiktüten mehr ausgeben, die dünner als 0,05 Millimeter sind. Aber: Sehr dünne Tüten mit weniger als 0,015 Millimeter Plastik sind weiterhin erlaubt, wenn sie zur Verpackung von Käse, Fleisch, Obst und Gemüse an der Frischetheke eingesetzt werden. Diese sehr dünnen Tüten werden bisher am meisten verbraucht.
Unsere Meere sind voller Plastik
Jeden Tag entstehen auf der ganzen Welt riesige Mengen Müll, ein Großteil davon besteht aus Plastik. Über Abwässer und Flüsse oder auf direktem Weg gelangt viel von diesem Plastik in die Ozeane: Heute schwimmen in jeder 1 x 1 Kilometer großen Fläche Meer bis zu mehrere 100.000 Teile Plastikmüll. Dazu gehören auch Mikroplastik und Geisternetze.
Hilf mit, die Plastikflut zu stoppen
Die Plastikflut ist eines der größten weltweiten Probleme – nicht nur für die Natur und Tiere, sondern auch für uns Menschen. Plastik wird oft nur einmal verwendet, um etwas zu verpacken. Danach ist es Müll. Wir haben dir einige Tipps zusammengestellt, wie du aktiv dabei helfen kannst, Plastikabfall zu vermeiden.
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