Im Zentrum der zwei Verhandlungswochen von Jerewan stand die Zwischenbilanz des vor vier Jahren in Montreal beschlossenen Weltnaturabkommens. Es umfasst 23 Ziele bis 2030 – darunter den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen, die Verringerung von Umweltverschmutzung, den Abbau biodiversitätsschädlicher Subventionen und die Mobilisierung von Geldern. Das Ergebnis: Keines der 23 Ziele des Abkommens ist bisher auf Kurs. Die Verhandler:innen aus 182 Ländern haben sich bei der COP 17 auf einen Aktionsplan geeinigt, mit dem die Umsetzung des Abkommens beschleunigt werden soll. Der neu ausgehandelte „Yerevan Pathway“ soll dafür sorgen, dass die Umsetzung beschleunigt wird, mehr Finanzmittel in den Naturschutz fließen und 500 Milliarden Dollar (ca. 450 Milliarden Euro) an schädlichen Subventionen abgebaut werden.
Bei der Biodiversitätsfinanzierung erreichten die Staaten einen Kompromiss, der für die Lösung zentraler Fragen bis 2030 als Grundlage dienen wird. Insgesamt fehlt aber immer noch sehr viel Geld.