Besonders deutlich zeigt sich dieser politische Kurs derzeit bei zwei Gesetzesvorhaben, die trotz ihrer sperrigen Namen sehr konkrete Auswirkungen auf den Naturschutz in Deutschland haben könnten: dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz und der Reform des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes. Die Bundesregierung verfolgt beide Vorhaben mit dem Ziel, Infrastrukturprojekte schneller umzusetzen und Planungsvorhaben zu beschleunigen.
Was zunächst wie eine technische Verwaltungsmodernisierung klingt, könnte jedoch tiefgreifende Folgen für Natur, Artenvielfalt und rechtsstaatliche Beteiligung haben. Kritiker:innen wie der WWF warnen davor, dass zentrale Schutzstandards aufgeweicht und Umweltbelange künftig systematisch nachrangig behandelt werden könnten.