Die Ausrottung der Nashörner wäre weit mehr als nur der Verlust einer einzelnen Tierart – sie wäre ein Einschnitt für ganze Ökosysteme. Als sogenannte „Ökosystem-Ingenieure“ gestalten Nashörner gemeinsam mit anderen großen Pflanzenfressern wie Elefanten, Giraffen und Büffeln aktiv ihre Umwelt. Durch ihr Verhalten formen sie Landschaften und schaffen wertvolle Lebensräume, von denen unzählige andere Arten abhängen.
Nashörner gehören zu den größten Landsäugetieren der Erde – nur Afrikanische und Asiatische Elefanten sind größer. Doch trotz ihrer Größe haben sie ihrer Bedrohung nichts entgegenzusetzen: Nashörner werden wegen ihres Horns gewildert und sind vom Aussterben bedroht. Mit Ihrer Spende helfen Sie dabei, die Nashörner zu schützen.
Wenn Nashörner verschwinden, verliert die Natur ihr Gleichgewicht
Durch selektives Weiden und Grasen tragen Nashörner dazu bei, das Gleichgewicht zwischen Grasland und Gehölzen aufrechtzuerhalten, und fördern so die Artenvielfalt der Savanne. Ihr Verschwinden würde eine Kettenreaktion auslösen – mit dramatischen Folgen für Pflanzen, Tiere und ganze Lebensräume.
Nashörner sind mehr als nur beeindruckende Tiere. Sie sind eine Schlüsselart. Wenn wir sie schützen, bewahren wir das Leben ganzer Ökosysteme.
Nashörner am Abgrund: Ihr Überleben liegt in Ihrer Hand
Die Gefahr für Nashörner ist allgegenwärtig – und sie wächst. Wilderei bleibt eine der größten Bedrohungen, angetrieben durch die anhaltende Nachfrage nach Nashornhorn, insbesondere in der traditionellen asiatischen Medizin. Trotz fehlender wissenschaftlicher Wirkung hält sich der Glaube an heilende Kräfte hartnäckig – mit tödlichen Konsequenzen für die Tiere.
Doch Wilderei ist längst nicht das einzige Problem. Die Folgen der Klimakrise verschärfen die Lage zusätzlich: Immer häufigere und längere Dürren entziehen den Nashörnern lebenswichtiges Wasser und Nahrung. Gleichzeitig wird ihr Lebensraum zunehmend zerstückelt – durch Straßen, Zäune und menschliche Siedlungen. Was einst weite, zusammenhängende Landschaften waren, wird heute in immer kleinere Fragmente zerteilt.
Ein Blick auf die Zahlen der IUCN zeigt, wie kritisch die Situation ist: Ende 2024 lebten in ganz Afrika nur noch rund 22.540 Nashörner – ein Rückgang von 6,7 % innerhalb eines Jahres. Darunter etwa 6.788 Spitzmaulnashörner, die als vom Aussterben bedroht gelten. Die Population der Breitmaulnashörner liegt bei etwa 15.752 Tieren und wird als potenziell gefährdet eingestuft.
Diese Zahlen sind mehr als Statistik – sie sind ein Warnsignal. Wenn wir jetzt nicht handeln, könnte der stille Rückgang schon bald in ein endgültiges Verschwinden übergehen. Es liegt in Ihrer Hand, das Blatt zu wenden!
Ein dramatisches Beispiel ist der Hwange-Nationalpark in Simbabwe
Einst ein wichtiger Rückzugsort für Nashörner in der KAZA-Region, steht das Schutzgebiet heute massiv unter Druck – durch Bergbauinteressen, Lebensraumverlust und Wilderei. Besonders alarmierend ist die Lage der Spitzmaulnashörner: Nur noch etwa zehn Tiere leben hier. Dabei gab es bereits Erfolge – durch intensive Schutzmaßnahmen wuchs die Population zeitweise auf rund 90 Tiere an. Doch eine neue Welle der Wilderei ließ die Bestände erneut dramatisch einbrechen. Die Breitmaulnashörner wurden hier sogar schon 2007 vollständig ausgerottet. Heute steht die kleine verbleibende Population der Spitzmaulnashörner erneut am Rand des Verschwindens.
So schützen wir gemeinsam die letzten Breit- und Spitzmaulnashörner:
- Über 100 Wildhüter:innen bewachen und beschützen die Nashörner in Projektreservaten des WWF. Wir unterstützen Rangerinnen und Ranger mit Ausrüstung, bei der Ausbildung und dem Aufbau von Camps nahe des Lebensraums der Nashörner. Denn der Schutz vor Wilderei bleibt entscheidend und darf keine Minute nachlassen.
- Solange es eine Nachfrage nach ihrem Horn gibt, solange werden Nashörner gejagt. Deshalb versuchen wir die Nachfrage zu bremsen: durch Aufklärungskampagnen, Kooperationen mit Universitäten in asiatischen Staaten sowie mit der Förderung von Ersatzprodukten für Nashornmittel.
- Seit 20 Jahren betreibt der WWF ein erfolgreiches Umsiedlungsprogramm für Nashörner in Afrika. Dank Ihrer Spende ermöglichen Sie die Umsiedlung von Nashörnern in sichere, gut geschützte Lebensräume, wo sie genügend Nahrung finden. Dadurch wird die Widerstandsfähigkeit der Art auch gegen die Folgen der Erderhitzung gestärkt.
- Bekomme ich eine Spendenbescheinigung?
Spenden an den WWF Deutschland sind gemäß § 10 b Abs. 1 EStG steuerlich abzugsfähig. Für Ihre Spende senden wir Ihnen automatisch jeweils im Februar / März des Folgejahres eine Zuwendungsbestätigung zu. Spenden bis zu einer Höhe von 300 Euro können ohne Zuwendungsbestätigung (Spendenquittung) beim Finanzamt geltend gemacht werden.
- Wie verwenden wir Ihre Spenden?
Grundsätzlich verfolgt der WWF bei seinen Ausgaben mittel- bis langfristige Projektziele, um die Natur dauerhaft und nachhaltig zu schützen. Der WWF Deutschland prüft und steuert seine Ausgaben fortlaufend, um eine sinnvolle und effiziente Verwendung der Einnahmen sicherzustellen.
Insgesamt beliefen sich die Ausgaben des WWF im vergangenen Geschäftsjahr auf 127 Millionen Euro – ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 4,6 Millionen Euro, der vor allem in zusätzliche Projekte im Naturschutz geflossen ist.
82 Prozent aller Ausgaben gehen in die Projekt-, Aufklärungs- und Kampagnenarbeit. Für die Betreuung von Fördermitgliedern und anderen Spender:innen wurden etwa 12 Prozent der Gesamtausgaben verwendet. Die Verwaltungsausgaben des WWF sind niedrig. Sie liegen bei 6 Prozent der Gesamtausgaben.
Aufteilung der Ausgaben im Geschäftsjahr 2023/2024 © WWF - Wie vermehren sich Ihre Spenden?
Mit zweckungebundenen Spenden, die uns als sogenannte freie Mittel bereitstehen, können wir weitere Mittel bei öffentlichen Gebern beantragen. Beispielsweise beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) oder bei der Europäischen Union (EU). Mit ihnen gemeinsam können wir dann Projektideen praktisch umsetzen.
In vielen Fällen vervierfacht sich so eine Spende. 100 Euro zweckungebundene Spenden können bis zu 400 Euro Projektmittel ergeben.
Aus 100€ werden 400€ © wwf - Wie schützt der WWF meine Daten?
Ihre Daten sind bei uns in sicheren Händen. Sie werden ausschließlich verschlüsselt übertragen (SSL, 256 bit), sodass ein Maximum an Sicherheit gewährleistet ist. Erfahren Sie mehr.
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Hinweis: Überschüssige Spendenerträge werden in anderen dringenden WWF-Projekten eingesetzt.