Die größte Raubkatze der Erde ist stark gefährdet. Nur noch einige tausend Tiger streifen durch wenige verbliebene Waldgebiete Asiens. Es muss dringend etwas geschehen, wenn der Tiger nicht von der Erdoberfläche verschwinden soll. Seit mehr als 20 Jahren macht sich der WWF für den Schutz der Tiger stark und hat schon Einiges erreicht – auch dank der Hilfe vieler Tiger-Unterstützer:innen. Dennoch: Wir dürfen nicht nachlassen und uns gemeinsam für den Schutz der faszinierenden Raubkatzen einsetzen.

Noch Anfang des 20. Jahrhunderts streiften schätzungsweise 100.000 Tiger durch die asiatischen Wälder. Heute sind Tiger stark bedroht. Ihr Lebensraum wird massiv zerstört durch Abholzung, Waldbrände, Straßen- und Siedlungsbau, durch landwirtschaftliche Nutzung und Staudämme.

Das bedroht den Tiger

Tigerfell © WWF UK / James Morgan
Tigerfell © WWF UK / James Morgan

Die Beutetiere der Großkatzen werden überjagt, sodass immer weniger Nahrungsquellen zur Verfügung stehen. Tigern wird nachgestellt, wenn sie als Gefahr für Mensch und Nutztiere erlebt werden, und immer noch werden sie von Wilderern getötet, weil Tigerteile für die Traditionelle Chinesische Medizin, als angebliche Potenzmittel oder als Glücksbringer und Statussymbol viel Geld bringen.

Heute lebt die größte Raubkatze der Erde auf gerade noch sieben Prozent ihres ursprünglich riesigen Verbreitungsgebiets, verteilt auf kleine, oft isolierte Habitate.

Die 13 asiatischen Staaten, in denen der Tiger heimisch ist, hatten sich 2010 auf die Fahne geschrieben, die Zahl der Tiger bis 2022 zu verdoppeln – noch ist dieser Traum nicht Wirklichkeit geworden, aber erste Erfolgsmeldungen machen Hoffnung:

  • Nepal hat es mit heute rund 355 Tigern (Stand: 2022) geschafft.
  • Auch in Indien vermehrt sich der Tiger bereits wieder.
  • In Thailand gibt es Anlass zu Optimismus: Dank politischem Willen und dem Einsatz des WWF sind die Tigerbestände dort immerhin stabil.

Diese Erfolge sind vor allem auf die Durchsetzung der Gesetze gegen Wilderei und illegalen Handel sowie das Engagement einiger Tigerstaaten für den Tigerschutz zurückzuführen. In enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, der Politik und Wissenschaft, den Behörden und weiteren Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisationen hat, konnte der WWF zu dieser positiven Entwicklung maßgeblich beitragen.

Es gibt noch viel zu tun

Bengal-Tigerin mit Jungem in Rajhasthan / Indien © naturepl.com / Andy Rouse / WWF
Bengal-Tigerin mit Jungem in Rajhasthan / Indien © naturepl.com / Andy Rouse / WWF

Seit mehr als 20 Jahren macht sich der WWF für Tiger stark, initiiert mehr und größere Schutzgebiete, verbessert deren Management, bildet Wildhüter:innen aus, bekämpft Wilderei und findet alternative Einkommensquellen für die Menschen, die in Tigerregionen leben. 

All das ist nur möglich dank der Unterstützung unserer Spender:innen. Helfen Sie mit!

Mit Ihrer Spende können wir die Lebensräume der Tiger bewahren und die größte Raubkatze der Erde schützen.

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Spenden an den WWF Deutschland sind gemäß § 10 b Abs. 1 EStG steuerlich abzugsfähig. Für Ihre Spende senden wir Ihnen automatisch jeweils im Februar / März des Folgejahres eine Zuwendungsbestätigung zu. Spenden bis zu einer Höhe von 300 Euro können ohne Zuwendungsbestätigung (Spendenquittung) beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Wie verwenden wir Ihre Spenden?

Grundsätzlich verfolgt der WWF bei seinen Ausgaben mittel- bis langfristige Projektziele, um die Natur dauerhaft und nachhaltig zu schützen. Der WWF Deutschland prüft und steuert seine Ausgaben fortlaufend, um eine sinnvolle und effiziente Verwendung der Einnahmen sicherzustellen.

Insgesamt beliefen sich die Ausgaben des WWF im vergangenen Geschäftsjahr auf 122,4 Millionen Euro – ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 7,9 Millionen Euro, der vor allem in zusätzliche Projekte im Naturschutz geflossen ist.

82 Prozent aller Ausgaben gehen in die Projekt-, Aufklärungs- und Kampagnenarbeit. Für die Betreuung von Fördermitgliedern und anderen Spender:innen wurden etwa 12 Prozent der Gesamtausgaben verwendet. Die Verwaltungsausgaben des WWF sind niedrig. Sie liegen bei 6 Prozent der Gesamtausgaben.

Aufteilung der Ausgaben im Geschäftsjahr 2022/2023 © WWF
Aufteilung der Ausgaben im Geschäftsjahr 2022/2023 © WWF
Wie vermehren sich Ihre Spenden?

Mit zweckungebundenen Spenden, die uns als sogenannte freie Mittel bereitstehen, können wir weitere Mittel bei öffentlichen Gebern beantragen. Beispielsweise beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) oder bei der Europäischen Union (EU). Mit ihnen gemeinsam können wir dann Projektideen praktisch umsetzen.

In vielen Fällen vervierfacht sich so eine Spende. 100 Euro zweckungebundene Spenden können bis zu 400 Euro Projektmittel ergeben.

Aus 100€ werden 400€ © wwf
Aus 100€ werden 400€ © wwf
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