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Verbreitung der Tiger früher (grün) und heute (orange). In 13 Ländern kommen noch Tiger vor: Bangladesh, Bhutan, Kambodscha, China, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam. © WWF

Das bedroht den Tiger

Raubbau: Der majestätische Amur-Tiger droht ein Opfer der menschlichen Gier nach Holz zu werden. Zwar haben sich seine Bestände seit den 1940er Jahren von wenigen Dutzend auf 450 bis 500 Tiere erholt, doch das Amur-Gebiet im Osten Russlands ist massiv in Gefahr!

 

Wilderei: Noch immer werden Tiger auch gewildert! Deshalb ist der Bestand des Indochinesischen Tigers trotz geeigneter Lebensräume drastisch zurückgegangen. Nur noch etwa 350 Tiere sind übrig. Dabei ist es auch in Kambodscha, Laos und Vietnam verboten, Tiger zu jagen. Doch in allen drei Staaten wird die Wilderei nicht streng geahndet. Täter kommen mit kleinen Strafen davon oder werden erst gar nicht verfolgt.

Waldvernichtung:
Zum Beispiel der Sumatra-Tiger. Sein Wald weicht in rasender Geschwindigkeit Ölpalmen-Monokulturen und Plantagen für die Papierindustrie. In den vergangenen 25 Jahren sind alleine im zentralen Teil Sumatras 65 Prozent Waldfläche verloren gegangen.

Für diese 3 Projekte brauchen wir JETZT Unterstützung!

Amur-Tiger: Erste Erfolge in Russland

Mit großem Aufwand und viel Mut unserer Mitarbeiter vor Ort konnten wir in den vergangenen Jahren den Bestand der Amur-Tiger wieder stabilisieren. Mit gerade einmal 450 wild lebenden Tieren ist der Amur-Tiger aber immer noch massiv bedroht. Um ihn zu schützen, setzen wir seit einigen Jahren einen wirksamen Rettungsplan um. Unser Ziel: Im Jahr 2020 sollen 650 Amur-Tiger in freier Wildbahn leben. Damit sie wieder eine Chance haben, müssen wir ihre Überlebensaussichten deutlich verbessern.

 

Das macht der WWF: Wir schaffen neue Schutzgebiete und pachten Tigerwald-Flächen. Bis 2020 möchten wir über 2 Millionen Hektar Schutzgebiet hinzugewinnen. Damit hätten wir durchgesetzt, dass 25 Prozent der Wälder, in denen der Amur-Tiger lebt, unter Schutz stehen. Durch Einschlag und Brände geschädigten Wald reichern wir durch das Pflanzen von Baumsetzlingen wieder an. Wir erarbeiten Wild-Management-Pläne, sodass sich die Zahl der Beutetiere des Amur-Tigers wieder erhöht.

Um die Wilderei zu bekämpfen rüsten wir Anti-Wilderer-Brigaden aus, z. B. mit Fahrzeugen, Schneemobilen und Funkgeräten, und belohnen Zollbeamte an Flughäfen und Grenzstationen – für jeden von Spürhunden aufgedeckten Handel mit Tiger-Produkten. Mit Info- und Aktionsveranstaltungen etwa an Schulen sensibilisieren wir die Bevölkerung hinsichtlich der Wilderei und beziehen sie in den Tiger-Schutz mit ein.

Indochinesischer Tiger: Große Chancen am Mekong

In den abgelegenen tropischen Wäldern zwischen Thailand und Myanmar, Südchina, Kambodscha, Laos und Vietnam leben die letzten etwa 350 Indochinesischen Tiger. Die Trockenwälder hier gehören zu ihren letzten Rückzugsgebieten. Auf ein Gebiet etwa so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen konzentrieren wir unsere Schutzbemühungen.

Das macht der WWF: Der WWF setzt auf den Einsatz von Wildhütern. Diese betreiben auch ein Monitoringsystem. Sie ermitteln zum Beispiel mit Fotofallen, in welchen Gebieten regelmäßig Tiger leben.

Sumatra-Tiger: Rettung in letzter Minute?

Der Sumatra-Tiger ist die kleinste der noch lebenden Tiger-Unterarten. So kommt er im dichten Sumpf- und Regenwald der indonesischen Insel gut voran. Seit den 1970er Jahren hat die Zahl der Tiger von etwa 1000 auf weniger als die Hälfte abgenommen!


Das macht der WWF: Der WWF unterstützt die Behörden bei der Ausweisung von Schutzgebieten. Vorhandene Schutzgebiete sollen jetzt durch „grüne Korridore“ miteinander verbunden werden. Wir versuchen, die Papierindustrie dazu zu bewegen, keinen Zellstoff aus Raubbau an Tropenwäldern zu verwenden.

  • Stiftung Warentest: WWF ist wirtschaftlich arbeitend, effizient und solide organisiert
  • Das Fundraising des WWF ist vom TÜV zertifiziert

Hinweis: Überschüssige Spendenerträge werden in anderen dringenden WWF-Projekten eingesetzt.