Der 14. Februar ist der Tag der Liebenden – diese Tradition reicht viele Jahrhunderte zurück. Schaut man sich jedoch in den Wochen vor dem Valentinstag um, hat man den Eindruck, es gehe nur um Konsum, befeuert von der Floristik- und Süßwarenindustrie. So schaden viele Geschenke zum Valentinstag der Umwelt, obwohl es doch eigentlich um etwas ganz anderes geht. Mit den WWF-Tipps für einen nachhaltigen Valentinstag zeigen Sie nicht nur ihrem Herzensmenschen ihre Liebe, sondern auch der Umwelt.

Traditionen am Valentinstag: Wer beschenkt wen?

Traditionell sind Valentinsgeschenke eine durch und durch gegenseitige Sache. Bereits im mittelalterlichen Europa, insbesondere in England und Frankreich, schickten sich Verliebte gegenseitig kleine Aufmerksamkeiten, Liebesbriefe und Gedichte. Erst im 20. Jahrhundert griffen Handel und Werbung den Brauch auf, das Verschicken von Valentinskarten und der Kauf von Geschenken wurde üblich.

Doch bis heute gilt: Wer seine Liebe am Valentinstag feiern möchte, muss das nicht mit materiellen Geschenken tun. Bedeuten nicht kleine Aufmerksamkeiten viel mehr? Vielleicht genügt bereits ein intensiver Kuss – länger als sechs Sekunden raten übrigens manche Paartherapeuten. Vielleicht bietet der Valentinstag einfach Anlass, sich seiner Liebe gemeinsam wieder ganz bewusst zu werden. Vielleicht einigt sich manches Paar auch darauf, dass für Liebende jeder Tag Valentinstag ist und lässt das Fest in gegenseitigem Einvernehmen ausfallen.

Und wenn man doch ein Geschenk überreichen möchte? Dann bitte das richtige!

Perfekte Valentinstagsgeschenke: Für jede:n etwas dabei

Schokolade und Pralinen als Valentinsgeschenk?

Schokoladenher in geschmolzener Schokolade
Schokolade zum Valteninstag © Luigi Giordano / iStock / GettyImages

Pralinen und feine Schokolade sind ein Klassiker als Valentinsgeschenk und natürlich möchte man der oder dem Liebsten etwas Besonderes aussuchen. Genau hinschauen sollte man auch, woher die Leckerei stammt: Beim ökologischen Fußabdruck gibt es große Unterschiede! Der konventionelle Anbau von Kakao ist geprägt von Monokultur, die große Flächen benötigt, mit Pestizideinsatz einhergeht und Unmengen an Wasser verschlingt. Vielerorts geht das auf Kosten der Wälder, etwa in Westafrika, Indonesien und Lateinamerika.

Wer Schokolade verschenken (oder selbst genießen) möchte, sollte deshalb unbedingt zu nachhaltigen Sorten aus verantwortungsvoller Produktion greifen. Wer beim Einkauf auf Siegel wie Demeter, Bio, Fairtrade oder GEPA achtet, liegt auf jeden Fall richtig. Wie der Genuss von Schokolade mit dem Schutz des Regenwaldes Hand in Hand gehen kann und gleichzeitig den Kakaobäuerinnen und -bauern ein nachhaltiges Einkommen ermöglicht, zeigt dieses vom WWF unterstützte Projekt im nördlichen Amazonasgebiet von Ecuador.

Schmuck zum Valentinstag?

Gold ist ewig – und Goldschmuck steht deshalb als Liebesbeweis schon immer weit oben in der Gunst Verliebter. Die wenigsten haben dabei im Kopf, dass sich das Edelmetall aufgrund seiner Eigenschaft auch vollständig wiederverwerten lässt. Und zwar ohne dabei an Wert zu verlieren. Upcycling deluxe, sozusagen.

Außerdem gilt: Je häufiger ein Stück Gold wiederverwertet wird, desto geringer ist sein ökologischer Fußabdruck. Denn für Recycling-Gold muss nicht erneut Bergbau betrieben werden. Das ist die hässliche Seite des glänzenden Edelmetalls: Um Gold zu gewinnen, werden großflächig Regenwälder in karge Minenlandschaften verwandelt, Straßen in die Wälder gebaut, Böden und Gewässer vergiftet. Zum Goldabbau braucht man Quecksilber oder Zyanit und jede Menge Wasser.

Wenn Sie also zum Valentinstag Schmuck verschenken möchten, dann halten Sie Ausschau nach Juwelierläden, die nachhaltiges, recyceltes Gold anbieten. Fragen Sie bei Ihrem Juwelier ganz bewusst nach Recycling-Gold. Oder nehmen Sie ein eigenes altes Schmuckstück und lassen es von einem:r Goldschmied:in zu einem neuen, einzigartigen umarbeiten.

Wie viele Rosen soll ich schenken?

Rosen vor einem Blumengeschäft
Rosen lieber nicht schenken © BigshotD3 / iStock / GettyImages

Am besten keine! Rosen, insbesondere rote, langstielige, sind ein Valentinstag-Klassiker. Schnittblumen kommen jedoch, gerade zu dieser Jahreszeit, oft aus Anbaugebieten in Kenia oder Äthiopien, wo die Blumenindustrie die Natur in höchstem Maße schädigt und sich dadurch längst sogar selbst das Wasser abgräbt. Damit nicht genug, werden die Blumen anschließend in gekühlten Frachtfliegern tausende Kilometer transportiert.

Und selbst wenn die Blumen aus Europa stammen, etwa aus den Niederlanden, sind sie nicht unbedingt klimafreundlicher, denn sie wachsen in Gewächshäusern, die wahre Energiefresser sind. Aufgrund der gestiegenen Energiepreise sind Gewächshausblumen in den letzten Jahren zudem erheblich teurer geworden.

Wenn Sie also mit Rosen „Ich liebe dich“ sagen möchten, dann gönnen Sie sich und der Umwelt die (nicht mehr so hohe) Mehrausgabe und kaufen Sie Fairtrade-Blumen. Eine schöne Alternative für einen Blumenstrauß zum Valentinstag sind heimische Frühblüher wie Tulpen oder Narzissen im Topf. Daran hat Ihr Herzensmensch auch viel länger Freude, denn nachdem sie verblüht sind, können die Blumenzwiebeln in den Garten oder auf den Balkon umziehen. Dort blühen sie im nächsten Frühjahr erneut und erinnern an Ihre Liebe.

Gemeinsame Zeit als Valentinsgeschenk: Ideen für Unternehmungen und Aktivitäten

Am Valentinstag mit dem Billigflieger nach Paris oder gemeinsam an den Strand jetten? Das war schon vor den gestiegenen Energie- und Spritpreisen keine gute Idee. Romantische Ausflüge sind auch direkt vor der eigenen Haustür möglich! Sie sind nicht nur umweltfreundlicher und klimabewusst, sondern auch für kleines Budget machbar und sogar last minute.

Paar beim Spaziergang durch Berlin
Wie wäre es mit einem gemeinsamen Stadtbummel? © Vladimir Stanankovic / iStock / GettyImages

Wir hätten da ein paar Ideen für Sie: Vielleicht gibt es eine Wiese mit den ersten Frühlingsboten in der Nähe? Vielleicht einen Hochsitz mit Aussicht, auf dem Sie, in warme Decken gekuschelt, ganz ungestört ein mitgebrachtes Picknick genießen? Vielleicht haben Sie vorrausschauend ein Herz aus Schneeglöckchen gepflanzt – oder merken sich diese Idee fürs nächste Jahr.

Oder Sie entführen Ihre:n Liebste:n zu einer romantischen Schnitzeljagd. In der Stadt kann diese zu verborgenen hübschen Innenhöfen führen, zu Kunstwerken und Streetart. Oder Sie besuchen Orte, die während Ihres Kennenlernens eine besondere Rolle spielten, und erinnern sich an die rosaroten Anfänge Ihrer Liebe. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Unterwegs können Sie kleine Überraschungen verstecken wie zum Beispiel eine Thermoskanne mit duftend-heißem Fairtrade-Kaffee oder Tee. Ein Ausflug in die winterliche Natur ann auch sehr romantisch sein und steigert nachweislich sogar das Wohlbefinden – das gilt insbesondere wenn ein Waldspaziergang („Waldbaden“) Teil des Ausflugs ist.

Wenn Sie langfristiger planen möchten: Wie wäre es mit einem Date in der Natur bei einer der WWF-Erlebnistouren? An der Seite geschulter Guides machen Sie und Ihr:e Liebste:r sich mit dem WWF auf den Weg in die schönsten Eckern unserer Natur, zum Beispiel in den Bayerischen Wald oder ins Wattenmeer.

Ideen für ein romantisches Essen am Valentinstag

Ob Sterneküche oder Candlelight-Dinner zu Hause: Mit einem guten Essen, das man gemeinsam genießt, liegt man nie falsch. Dabei muss das Gericht gar nicht aufwändig sein: Was mit Liebe gekocht wurde, schmeckt immer besonders gut! Vielleicht probieren Sie auch ein neues Rezept aus, das sie am 14. Februar gemeinsam kochen? In jedem Fall gilt für das nachhaltige Valentinsmenü zu Hause: Es ist für jedes Budget und sogar als last-minute-Geschenk geeignet.

Saisonal einkaufen ist nachhaltig
Saisonal einkaufen ist nachhaltig © Evgeniya Biryukova / iStock / GettyImages

Wussten Sie, dass die weltweite Nahrungsmittelproduktion der Hauptgrund für die Abholzung der Wälder unserer Erde ist? Unsere Ernährung beeinflusst maßgeblich das Klima, die Artenvielfalt und unsere Wasserressourcen.

Mit der Wahl unserer Lebensmittel haben wir also einen riesigen Hebel in der Hand, mit dem wir positiven Einfluss nehmen können – etwa durch frische, regionale Lebensmittel der Saison und natürlich durch weniger Lebensmittelverschwendung.

Wenn Sie sich nicht sowieso vegetarisch oder vegan ernähren, können Sie beim Einkauf von Fleisch und Fisch darauf achten, woher zum Beispiel das Rindersteak oder der Thunfisch kommen. Liebe geht durch den Magen – sogar die Liebe zur Umwelt!

Langzeitbeziehung: Verschenken Sie eine Patenschaft

Ihr Liebster oder Ihre Liebste hat ein Lieblingstier? Wie wäre es mit einer WWF-Patenschaft als Valentinsgeschenk – etwa für Wale, Delfine und das Meer oder Löwen in Afrika? Damit machen Sie gleich doppelt Freude: Sie schenken einer bedrohten Art die Chance zu überleben und dem beschenkten Menschen eine dauerhafte Bindung zu einem besonderen Tier mit regelmäßigen, spannenden Berichten aus den WWF-Projektregionen. Eine schön gestaltete Urkunde des Lieblingstieres – alternativ auch der Ozeane oder Regenwälder unserer Erde – gibt es zum Überreichen dazu. Für Kurzentschlossene auch noch last-minute zum Selbstausdrucken.

Oder wie wäre es mit der WWF-Urkunde als edle Klappkarte? Sie sagt „Schön, dass es dich gibt“ – und ist damit perfekt als nachhaltiges Geschenk zum Valentinstag. Sie kommt als edle Karte per Post – zusätzlich steht sie im Anschluss an die Spende direkt als Download bereit.

Valentinstagsgeschenke für Kurzentschlossene: Spenden schenken

Last-minute-Geschenk: E-Cards

Sie haben alle Vorbereitungen für den Valentinstag verschwitzt? Das ist kein Problem. Mit unseren E-Cards können Sie in Sekundenschnelle liebe Valentinsgrüße versenden. Speziell für den Tag der Liebe haben wir niedliche Tierbilder wie kuschelnde Flusspferde oder süße Löwenbabys für Sie ausgesucht. Gleichzeitig tun Sie etwas Gutes und spenden für Ihre Liebsten Geld an den WWF. Hier finden Sie die E-Cards zum Valentinstag.

Egal, ob sie den Valentinstag feiern oder nicht, wir wünschen Ihnen alles Liebe!