Der Reichtum an Arten und Lebensräumen einschließlich der genetischen Vielfalt innerhalb einzelner Tier- und Pflanzenarten umfasst zusammen die biologische Vielfalt oder Biodiversität der Erde.

Die biologische Vielfalt ist ein ganz besonderes Gut unseres Planeten und für Menschen unverzichtbar. Natürliche Lebensräume und Arten versorgen uns mit Nahrung und Trinkwasser, liefern Fasern für Kleidung und Grundstoffe für Arzneien, bieten Schutz vor Stürmen und Überschwemmungen und regulieren das Klima. Ohne die biologische Vielfalt und die Leistungen der Ökosysteme, die wir Menschen vielfältig nutzen, wären die Existenzgrundlage, die Gesundheit und das Wohlergehen aller Völker und Gesellschaften in Gefahr.

Der Kohlweißling © Ola Jennersten / WWF Schweden
Tag der biologischen Vielfalt
Alarmstufe Rot: 2019 steht es um den Reichtum der Natur schlechter denn je.
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Der stark bedrohte Berggorilla © naturepl.com / Andy Rouse / WWF
Der Wert der Vielfalt
Ökosysteme weltweit haben sich in den letzten 50 Jahren verschlechtert.
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Ochsenfrosch © Martin Harvey / WWF
Invasive Arten
Immer mehr Tiere und Pflanzen werden eingeschleppt; Allein in Deutschland etwa 1150 Arten
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Luchs Weibchen mit Nachwuchs © Staffan Widstrand / WWF
Biologische Vielfalt in Deutschland
In Deutschland kommen natürlicherweise etwa 48.000 Tierarten vor.
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Braunbär im Wald © Wild Wonders of Europe / Staffan Widstrand / WWF
Biologische Vielfalt in Europa
80 Prozent der Lebensraumtypen befinden sich in einem schlechten Zustand.
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"Earth out of Balance" COP9 in Bonn © Christoph Kniel / WWF Deutschland
UN-Übereinkommen zur biologischen Vielfalt
Die Convention on Biological Diversity (CBD) ist das erste internationale Regelwerk, das…
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Bienen "Die In" in Paris am 4. July 2019 © Daisy Reillet WWF France
Weltbiodiversitätsrat (IPBES) nimmt Arbeit…
IPBES ist als zwischenstaatliches Gremium für das Thema biologische Vielfalt konzipiert
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Die biologische Vielfalt ist in schlechtem Zustand

Fische im Netz © mgokalp / iStock GettyImages
Fische im Netz © mgokalp / iStock GettyImages

Doch der Mensch hat in den vergangenen Jahren einen nie da gewesen Abwärtstrend der biologischen Vielfalt eingeleitet und nichts deutet derzeit darauf hin, dass sich diese Entwicklung umkehrt oder verlangsamt.

Schätzungsweise 60 Prozent der weltweiten Ökosysteme haben sich in den letzten 50 Jahren verschlechtert. Zu den anfälligsten Lebensräumen weltweit zählen Korallenriffe, Mangrovenwälder und Feuchtgebiete. Auch die biologische Vielfalt der Meere ist in Gefahr: Ozeane versauern und die weltweite kommerzielle Fischerei dezimiert mit zerstörerischen Fangmethoden ganze Fischbestände, die sich nur langsam oder gar nicht mehr erholen.

Als Hauptbedrohungen für den Schwund gelten:

  • Verlust, Fragmentierung und Schädigung von Lebensräumen, besonders durch die Umwandlung für die Landwirtschaft,
  • Übernutzung von Tier- und Pflanzenarten und bestandsgefährdende Praktiken, vor allem in der Jagd und Fischerei,
  • Verschmutzung von Böden, Binnengewässern, Meeren und Küsten, besonders die Versauerung der Meere,
  • Ausbreitung invasiver Arten und Gene,
  • Auswirkungen des Klimawandels,
  • Subventionen und wirtschaftliche Anreize, die der biologischen Vielfalt schaden.
  • Der stark bedrohte Berggorilla © naturepl.com / Andy Rouse / WWF Der Wert der Vielfalt

    Die kostenfreie biologische Vielfalt einer intakten Natur würde uns allein in Europa 50 Milliarden Euro jährlich kosten. Weiterlesen ...

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    Die Regierungen der Europäischen Union müssen die Natur mit ihren wertvollen Leistungen erhalten, wiederherstellen und endlich eine nachhaltige und ökologisch verträgliche Landnutzung umsetzen. Weiterlesen ...

  • Natürlicher Mischwald © Wild Wonders of Europe / Konrad Wothe / WWF Deutschlands Naturerbe

    Ein Drittel Deutschlands ist von Wald bedeckt. In den Mittelgebirgsregionen ist dieser Anteil deutlich höher. Weiterlesen ...