Ihren Namen verdanken Nashörner ihrem auffälligsten Merkmal: ihren Hörnern. Diese haben keinen knochigen Kern, sondern bestehen aus zusammengewachsenen Keratinfasern (Keratin: Hornsubstanz). Die beiden afrikanischen Arten sowie das Sumatra-Nashorn tragen je zwei hintereinander angeordnete Hörner, von denen das vordere meist das längere ist. Panzer- und Java-Nashörner besitzen nur ein Horn am Schnauzenende.

Die Familie der Nashörner (Rhinocerotidae) umfasst vier Gattungen mit fünf Arten, von denen zwei in Afrika (Breitmaulnashorn und Spitzmaulnashorn) und drei in Asien vorkommen (Java-, Panzer-, Sumatra-Nashorn). Sie alle haben eines gemeinsam. Alle stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten.

Nashörner leben in diesen Regionen weltweit

Orang Utan mit Nachwuchs © naturepl.com / Anup Shah / WWF
Borneo und Sumatra
Die Inseln Sumatra und Borneo sind mit ihren tropischen Regenwäldern, Bergwäldern und…
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Eine Elefantenherde in Namibia © Patrick Bentley / WWF-US
Kavango-Zambesi KAZA
Die unfassbar schöne Natur zwischen den Flüssen Kavango und Zambesi soll sich in eine…
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Flusspferd im Selous in Tansania © Michael Poliza / WWF
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Bonobo Jungtier im Baum © Karine Aigner / WWF USA
Kongo-Becken
Die artenreichen Wälder des Kongo-Beckens bilden die Lebensgrundlage für Millionen…
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Landschaftsgärtner und Touristenmagnet

Nashörner zählen zu den letzten großen Pflanzenfressern, ihre Evolutionsgeschichte begann vor rund 50 Millionen Jahren. Die Tiere sind von großer Bedeutung für das Ökosystem, in dem sie leben: Sie prägen die Landschaft maßgeblich, indem sie Wasserlöcher und Savannenflächen offen halten.

Das Breitmaulnashorn beispielsweise beißt das Gras teilweise so nah am Boden ab, dass dadurch Feuerschneisen entstehen. So schaffen die Nashörner sichere Orte für Arten, die einem Feuer nicht durch Weglaufen entkommen können, z. B. Schildkröten.

Und nicht nur ökologisch sind die Tiere wichtig, sie sind auch ein wichtiger ökonomischer Faktor für die Länder, in denen sie vorkommen. Nashörner zählen zu Afrikas „Big 5“ und sind ein wichtiger Baustein für den Tourismus.

Nashörner im Fokus der WWF-Naturschutzarbeit

Das macht der WWF zum Schutz der Nashörner weltweit

Nashorn mit Kalb © Martin Harvey / WWF
Südafrika meldet Anstieg bei Nashornwilderei
Am 31. Juli 2021 hat das Umweltministerium Südafrikas die neuesten Zahlen in Bezug auf…
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Breitmaulnashörner © Colby Loucks / WWF USA
Autos für den Nashorn-Schutz
Um die Arbeit der Ranger effizienter zu gestalten, bedarf es manchmal "nur" eines Autos.
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Transport © Akash Shrestha / WWF Nepal
Wie zieht ein Nashorn eigentlich um?
Innerhalb der nächsten Jahre will der WWF Nepal seine Nashorn-Populationen vergrößern.
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Nashorn Transport © Green Renaissance / WWF
Umsiedlung per Hubschrauber
Mit Hilfe von Militärhubschraubern organisiert der WWF den Umzug von Spitzmaulnashörnern.
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Panzernashorn im nepalesischen Chitwan Nationalpark © Michel Gunther / WWF
Panzernashorn: Reise in die neue Heimat
Was tun, wenn es in einem Nationalpark viele Nashörner gibt, im anderen aber zu wenige?
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Sumatra-Nashorn im Kambas National Park im südlichen Sumatra © naturepl.com / Mark Carwardine / WWF
Letzte Chance: Sumatra-Nashorn in der Grube
Der indonesischen Regierung und der Sumatra-Nashorn Allianz ist es gelungen, ein seltenes…
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Sumatra-Nashorn © Gert Polet / WWF Indonesien
Rettung der Sumatra-Nashörner
Die indonesische Regierung und fünf Naturschutzorganisationen haben eine Allianz ins Leben…
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Breitmaulnashorn mit Jungem © Ralph Frank / WWF
Nashorn-Nachwuchs und weniger Wilderei
Gute Nachrichten aus den WWF-Nashorn-Projektregionen: Mindestens 13 Kälber der vom…
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Sumatra-Nashorn im Kambas National Park im südlichen Sumatra © naturepl.com / Mark Carwardine / WWF
Tod des wichtigsten Nashorn-Schützers…
Widodo Sukohadi Ramono, Direktor des WWF-Projektpartners YABI ist am 24. Dezember 2020 an…
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Wilderei lässt Bestandszahlen schrumpfen

Gefahr geht für die massigen Tiere vor allem vom Menschen aus. Historisch gesehen zählen die unkontrollierte Jagd und die Wilderei sowie der Lebensraumverlust zu den Hauptursachen des dramatischen Bestandsrückgangs. Und auch heute sind Wilderei und die hohe Nachfrage nach Nashorn-Horn grundsätzlich die größte Bedrohung für die Tiere.

Insbesondere die beiden afrikanischen Arten sind von der massiven Wilderei betroffen. Mehr als 9.000 Tiere wurden in den vergangenen 10 Jahren gewildert. Und das hat verheerende Auswirkungen: Die Bestandszahlen des südlichen Breitmaulnashorns fallen seit 2012 – und das, nachdem die Art erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts knapp vor dem Aussterben gerettet werden konnte.

Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner wächst derzeit zwar noch, aber wesentlich langsamer als vor Beginn der Wildereiwelle. Von ihnen gibt es nur noch rund 5.500 Tiere – jedes verlorene Tier wiegt also schwer.

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