Am zahlreichsten waren Nashörner im Tertiär (vor 65 Millionen bis 2,6 Millionen Jahre v. Chr.). Sogar in Europa waren bis zur letzten Kaltzeit (110.000 bis 10.000 Jahre v. Chr.) das Wald-Nashorn, Woll-Nashorn und Steppen-Nashorn heimisch. Heute umfasst die Familie der Nashörner (Rhinocerotidae) nur noch vier Gattungen mit fünf Arten, von denen zwei in Afrika (Breitmaulnashorn und Spitzmaulnashorn) und drei in Asien vorkommen (Java-, Panzer-, Sumatra-Nashorn).

Nashörner sind nach ihrem auffälligsten Merkmal benannt: ihren Hörnern. Diese haben allerdings keinen knochigen Kern, sondern bestehen aus zusammengewachsenen Keratinfasern (Keratin: Hornsubstanz). Die beiden afrikanischen Arten sowie das Sumatra-Nashorn tragen je zwei hintereinander angeordnete Hörner, von denen das vordere meist das längere ist. Panzer- und Java-Nashörner besitzen nur ein Horn am Schnauzenende.

Das Panzer-Nashorn © Jeff Foott / WWF
Asiatische Nashörner
In Asien sind drei der fünf noch existierenden Nashornarten beheimatet.
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Sumatra-Nashorn © Gert Polet / WWF Indonesien
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Das Sumatra-Nashorn © Gert Polet / WWF Indonesien
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Nashorn-Wilderei © Brent Stirton / Getty Images / WWF-UK
90 Prozent der gewilderten Nashörner sterben
Die Wilderei auf Spitz- und Breitmaulnashörner im südlichen Afrika nimmt zu.
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Dramatischer Bestandsrückgang

Gefahr geht für die massigen Tiere vor allem vom Menschen aus. Historisch gesehen zählten die unkontrollierte Jagd und die Wilderei zu den Hauptursachen des dramatischen Bestandsrückgangs der Nashörner. Und auch heute bedroht die Wilderei und die hohe Nachfrage nach Nashorn-Horn in Asien die Arten.

Das macht der WWF zum Schutz der Nashörner

Der WWF setzt sich seit seiner Gründung 1961 für den Schutz der Nashörner ein. Neben Walen, Tigern, Großer Panda, Menschenaffen, Elefanten und Meeresschildkröten gehören sie zu den sieben Leitartengruppen des WWF, für die sich die Umweltstiftung besonders engagiert.

Breitmaulnashörner © Colby Loucks / WWF USA
Autos für den Nashorn-Schutz
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Transport © Akash Shrestha / WWF Nepal
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Nashorn Transport © Green Renaissance / WWF
Umsiedlung per Hubschrauber
Mit Hilfe von Militärhubschraubern organisiert der WWF den Umzug von Spitzmaulnashörnern.
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Panzernashorn im nepalesischen Chitwan Nationalpark © Michel Gunther / WWF
Panzernashorn: Reise in die neue Heimat
Was tun, wenn es in einem Nationalpark viele Nashörner gibt, im anderen aber zu wenige?
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