Anfang April feiern wir Ostern – oft mit christlichen und auch sehr konsum-orientierten Traditionen. Ostern markiert das Ende der Fastenzeit und wartet deshalb mit zahlreichen leckeren Ritualen auf, die einen die 40 Tage Fasten gleich vergessen lassen. Wie Sie das Fest mit ihren Lieben genießen können, ohne die Umwelt zu belasten, lesen Sie in unseren nachhaltigen Oster-Tipps.

Ei, ei, ei ...

Eier in einem Körbchen © IMAGO CTK Photo
Eier in einem Körbchen © IMAGO CTK Photo

Eier gehören für viele zu einem richtigen Osterfest einfach dazu. Wichtig für ein unbeschwertes Osterfest ist, dass Sie beim Kauf von Eiern auf deren Herkunft achten. In der Regel ist Bio-Eiern immer der Vorzug zu geben. Bio-Hennen haben mehr Platz zur Verfügung und werden mit ökologisch angebautem Futter gefüttert. Außerdem wird auf das unsägliche Kükenschreddern verzichtet. Wie Ihr Osterei hergestellt wurde, zeigt der Code auf den Eiern an. Hier erklären wir, was die „geheimen“ Codes auf Eiern bedeuten.

Sind die Eier erstmal im Korb, sollen Sie natürlich eine schöne Färbung bekommen. Wie Sie das mit Hilfe der Natur hinbekommen, können Sie bei der WWF Jugend nachlesen. Von Curcuma bis Zitronensaft – auch ohne Chemie lassen sich die Schalen von Eiern leuchtend bunt einfärben. Falls Ihnen das zu aufwändig ist: Einige Hersteller bieten auch biologische Eierfarben an.

Alles rund um eierlegende Tiere vom Ameisenigel bis zum Pinguin erfahren Sie auf dem WWF Blog.

An Ostern unverzichtbar: Schokolade

Für die meisten Kinder und auch Erwachsenen ist Ostern ohne Schokolade nicht denkbar. Versuchen Sie, auf Anbieter zurückzugreifen, die nachhaltig angebaute Rohstoffe wie insbesondere Kakao und Palmöl einsetzen, die Bio-zertifiziert sind und das Fairtrade-Siegel nutzen.

Der WWF unterstützt die Arbeit von indigenen Kakao-Bäuerinnen und -Bauern in Ecuador, um so die Entwaldung des Regenwaldes zu stoppen. Die nachhaltig erwirtschafteten Erträge werden im Rahmen einer Partnerschaft an Pacari verkauft und von diesem Unternehmen zu fairer, biologischer und preisgekrönter Schokolade verarbeitet.

Aber auch viele andere Firmen bieten mittlerweile Schoko-Produkte an, für die die Umwelt und die Menschen in den Herkunftsländern nicht leiden mussten.

Das Symbol für Ostern schlechthin: Der Hase

Europäischer Hase © iStock / GettyImages
Europäischer Hase © iStock / GettyImages

Der einst in Deutschland weit verbreitete Feldhase wird immer seltener. Nur noch zwei bis drei Millionen Exemplare gibt es in Deutschland – auf der Roten Liste stehen die Langohren deshalb als „gefährdet”.

Im Projekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt” versucht der WWF gemeinsam mit mehreren Partnern, Maßnahmen im Ackerbau und im Grünland zu etablieren,  die mehr Nist- und Nahrungsraum für Feldvögel oder Feldhasen schaffen.

Frühlingsluft schnuppern

Wenn Sie an den Feiertagen ins Grüne möchten, beachten Sie ein paar einfach Regeln, um die Flora und Fauna nicht zu gefährden. Gerade während des Lockdowns werden innerdeutsche Urlaubsziele immer beliebter und viele Ausflügler:innen betreten Gebiete, die nicht für menschlichen Besuch gewappnet sind. Deshalb: Halten Sie sich an ausgeschilderte Wege, hinterlassen Sie keinen Müll und machen Sie keine Selfies an geschützten Orten – durch Social Media verbreiten sich beliebte Foto-Spots blitzschnell und viele unbedachte Nachahmer:innen zertrampeln die Natur, die sie eigentlich fotografieren wollten.

Weitere Tipps für einen umweltverträglichen Aufenthalt im Freien finden Sie in unserem Blog.

Auch ein Ostermenü kann vegetarisch sein

Lamm im Stall © Ola Jennersten / WWF Sweden
Lamm im Stall © Ola Jennersten / WWF Sweden

Traditionell kommt an Ostern ein Osterlamm auf den Tisch. Es muss jedoch nicht immer Fleisch sein, es gibt mittlerweile fantastische vegane und vegetarische Alternativen zu Braten und Co.

An Karfreitag steht laut Bibel Fisch auf dem Speiseplan. Wie wäre es mit einem Karpfen oder einer Bachforelle? Gucken Sie vorher in unseren Fischratgeber, damit Sie auf der sicheren Seite sind.

 

Achten Sie bei der Oster-Dekoration auf Nachhaltigkeit

Die Sal-Weide fängt schon im März an zu blühen, weshalb sich ihre Äste mit den flauschigen Palmkätzchen zu einem überaus beliebten Ostersymbol entwickelt haben. Weidenkätzchen bieten jedoch eine wichtige erste Nahrung für Bienen und andere Insekten. Deshalb ist die Weide ist ein wunderbarer, natürlicher Osterschmuck draußen im Garten – viel besser als die bekannte gelbe Forsythie, die fast überhaupt keine Nahrung für Insekten liefert.

Hübsch anzusehende Osternester lassen sich leicht aus Gras oder Stroh flechten – das sieht natürlich aus und belastet im Gegensatz zur Alternative aus Plastik nicht die Umwelt. Oder Sie basteln ein Hasen-Körbchen aus Papier.

Wir haben digitale Oster-Deko für Sie vorbereitet

  • Junger Schneehase © Ola Jennersten / WWF Sweden Holen Sie sich ein Häschen ins Home Office

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