Die Ursachen liegen im problematischen System des konventionellen Kakaoanbaus. Viele Kakaoplantagen sind bereits sehr alt und die Bäume tragen deutlich weniger Früchte als möglich wäre. Gleichzeitig wird der Großteil des Kakaos in Monokultur angebaut. Das schwächt die Böden, macht die Plantagen anfällig für Krankheiten und verringert die Erträge langfristig.
Hinzu kommt: Viele Bäuer:innen besitzen keine gesicherten Landrechte. Für sie lohnt es sich daher oft nicht, langfristig in nachhaltigere Anbaumethoden zu investieren.
Wenn die alten Bäume kaum noch Früchte tragen, bleibt vielen Kleinbäuer:innen nur eine Möglichkeit: Sie ziehen weiter und erschließen neue Flächen – oft durch Brandrodung im Wald.
Die Folgen sind gravierend. Mit jedem abgeholzten Waldstück verschwindet Lebensraum für unzählige Arten wie Vögel, Fledermäuse, Insekten, aber auch Säugetiere. Gleichzeitig verschlechtert der routinemäßige Einsatz von Pestiziden die Bodenqualität und reduziert die natürlichen Feinde von Schädlingen. Auch die Biodiversität in nahegelegenen Gewässern wird beeinträchtigt.
Seit dem Jahr 2000 ist der Kakaoanbau für mehr als 60 Prozent der durch Agrarrohstoffe verursachten Waldverluste in Côte d’Ivoire, Ghana und Kamerun verantwortlich.