Mit einem jährlichen Wert von bis zu 20 Milliarden Euro ist der illegale Handel mit Wildtieren Teil des viertgrößten Verbrechens weltweit – nach Drogenhandel, Produktpiraterie und Menschenhandel. Allein 2015 töteten Wilderer im Durchschnitt drei bis vier Nashörner pro Tag und rund 20.000 Elefanten. Wilderei und Wildartenkriminalität sind nicht nur eine Gefahr für den Erhalt der Artenvielfalt, sondern bedrohen auch die Entwicklung der Herkunfts- und Abnehmerländer, sowie die Sicherheit und Gesundheit der Menschen in diesen.

Gewilderter Luchs im Bayerischen Wald © Luchsprojekt Bayern / WWF Deutschland
Wilderei in Deutschland
Betroffen sind in Deutschland besonders Luchse, Wölfe, Greifvögel, Fischotter und Biber.
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Wilderei © Gesa Koch-Weser / WWF
Staatsanwälte gegen Wilderer
In Mosambik entwickelt der WWF zusammen mit der Generalstaatsanwaltschaft ein Training.
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Tote Elefanten in Uganda © Frederick J. Weyerhaeuser / WWF
Wilderei – Stoppt das Mordsgeschäft
Zehntausende Elefanten und hunderte Nashörner werden jährlich grausam abgeschlachtet.
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Spitzmaulnashorn in Kenia © Richard Edwards / WWF-UK
Nashorn-Wilderei
WWF-Studie: Die Wilderei in Afrika ist außer Kontrolle geraten.
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Typische Bushmeat-Ladung © WWF / James Morgan
Buschfleisch
Buschfleisch ist in vielen Teilen der Welt eine billige Quelle tierischen Proteins.
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Nashorn-Wilderei © Brent Stirton / Getty Images / WWF-UK
Die Rangliste des Versagens
Wilderei ist ein lukratives Geschäft. Welche Länder kämpfen weniger erfolgreich dagegen?
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Militär gegen Wilderei © Green Renaissance/ WWF
Großoffensive gegen Wilderei
In Kamerun wird die Armee dauerhaft gegen schwerbewaffnete Elefanten-Jäger eingesetzt.
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Nashörner sind von der Wilderei stark bedrohte Arten © © Martin Harvey / WWF
Wilderei-Konferenz in London
50 Regierungen, ein Thema: In London fand die erste Konferenz zur Wildereikrise statt.
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Im Rahmen der internationalen Wildlife Crime Initiative (WCI) setzt sich der WWF, gegen den illegalen Handel mit Wildtierprodukten, insbesondere von Elefant, Nashorn und Tiger, ein. Die Wildlife Crime Initiative konzentriert sich dabei auf alle Punkte entlang der illegalen Handelskette (Wilderei, Handel und Konsum) und tritt zudem für die Annahme und Umsetzung von wirkungsvoller nationaler und internationaler Politik ein.

  • Tiger © ThinkstockPhotos Stopp Wilderei weltweit

    Die Lage der Wildtiere ist ernst. Der WWF bekämpft die Wilderei, stoppt den Handel und dämmt die Nachfrage ein. Jetzt informieren und spenden!

  • WWF Wilderei Notruf © WWF Wilderei-Notruf

    Wilderei ist auch in Deutschland ein wichtiges Thema. Melden Sie Vorfälle, die Sie beobachtet haben. Weiterlesen ...

Handel stoppen

Medienberichte über bedeutende Beschlagnahmungen von illegalen Wildtierprodukten weisen auf den Umfang des illegalen Wildtierhandels hin – und auf die zunehmende Beteiligung von grenzüberschreitenden, organisierten kriminellen Banden. Ein hartes Vorgehen gegen den Schmuggel von Wildtieren und Wildtierprodukten war bisher keine Priorität. Durch die Zusammenarbeit mit Regierungen, Strafverfolgungsbehörden und der Privatwirtschaft will die Wildlife Crime Initiative die Handelsketten durchbrechen und den Fluss der illegalen Wildtierprodukte unterbinden.

Tigerfell © WWF UK / James Morgan
Tiger-Schmuggel aufgedeckt
In Indonesien wurden Wildtierhändler aufgegriffen, die illegale Tigerfelle schmuggeln.
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Elfenbein © Mike Goldwater / WWF
Wilderei: Schlag gegen die Mafia
Tansania ist ein bedeutender Schlag gegen die Elfenbeinmafia gelungen.
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Anti-Wilderei Mitglieder zeigen Tigerhaut © Jeff Foott / WWF
Wilderei ist Sicherheitsrisiko
Illegaler Artenhandel spült ca. 19 Milliarden Dollar in die Kassen von arbeitenden Banden.
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US Präsident Barack Obama © United States Coast Guard / Patrick Kelley
Obama bekämpft Wildtierhandel
WWF lobt Obama für seine wichtige Ankündigung während seiner Afrika-Reise.
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Nachfrage eindämmen

Die Eindämmung der Versorgung mit illegalen Wildtierprodukten ist wichtig, wird aber nur eine vorübergehende Lösung darstellen, wenn sich die Nachfrage nicht deutlich und dauerhaft reduziert. Die Wildlife Crime Initiative hat das Ziel das Konsumverhalten auf den Märkten zu ändern durch die Transformation der aktuellen Einstellung der Menschen gegenüber dem Konsum von illegalen Wildtierprodukten, vor allem in China, Vietnam und Thailand. Eine Verhaltensänderung geschieht nicht über Nacht. Langsam aber sicher wird sich die Nachfrage reduzieren und so wird auch der Anreiz für Kriminelle und die Bedrohung für zahlreiche Arten geringer.

  • Elefanten in thailändischer Kultur © WWF / James Morgan Chor Chang – Elefanten-Kampagne in Thailand

    Der WWF Thailand hat dazu aufgerufen, den Buchtstaben Chor Chang aus dem Alltag zu entfernen, um auf die Bedrohung der Elefanten aufmerksam zu machen. Weiterlesen ...

  • Stoßzähne von Afrikanischen Waldelefanten © WWF / Mike Goldwater Wissen gegen die Wilderei

    Einer Informationskampagne in Vietnam gelang es, das Denken über den Konsum von Nashorn zu verändern. Weiterlesen ...

  • Nashorn-Horn zum Verkauf in Vietnam © Robert Patterson / WWF Die Droge Nashorn

    Die Zahl der getöteten Nashörner in Südafrika ist seit 2007 dramatisch gestiegen. Der Grund: Das geriebene Horn wird in Vietnam wie eine Droge gehandelt. Weiterlesen ...